Preise der DEFA-Stiftung 2018 gehen an Helga Schütz, Tamara Trampe und Jan Zabeil

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Auch im zwanzigsten Jahr ihres Bestehens vergibt die DEFA-Stiftung wieder Stiftungspreise in Höhe von 40.000 Euro.

Die Preisträger sind in diesem Jahr die Autorin und Dramaturgin Helga Schütz, die Filmemacherin Tamara Trampe sowie der Regisseur Jan Zabeil.

Den mit 10.000 Euro dotierten Preis für das künstlerische Lebenswerk erhält die Schriftstellerin und Filmautorin Helga Schütz, die über einen Zeitraum von drei Jahrzehnten bei der DEFA wirkte. Eine langjährige berufliche und private Beziehung verband sie mit dem Filmemacher Egon Günther. Zusammen arbeiteten sie u. a. an den Produktionen LOTS WEIB; WENN DU GROSS BIST, LIEBER ADAM; DIE SCHLÜSSEL; DIE LEIDEN DES JUNGEN WERTHERS und STEIN.

Im Rahmen des monatlichen DEFA-Filmabends im Berliner Kino Arsenal schenkt die DEFA-Stiftung Helga Schütz zudem eine „Carte Blanche“. Die Autorin entschied sich für die Produktionen DIE SCHLÜSSEL und FALLADA – LETZTES KAPITEL. Der Filmabend findet am 3. Dezember 2018 statt. Beginn: 19:00 Uhr.

Die Dramaturgin und Filmemacherin Tamara Trampe wird mit dem Preis für herausragende Leistungen im deutschen Film ausgezeichnet, der ebenfalls mit 10.000 Euro dotiert ist. Bei der DEFA arbeitete sie u. a. für die Produktionen BÜRGSCHAFT FÜR EIN JAHR; WÄRE DIE ERDE NICHT RUND, MIRACULI und DER SCHWARZE KASTEN. Ihr autobiografischer Dokumentarfilm MEINE MUTTER, EIN KRIEG UND ICH wurde 2014 im Rahmen der Berlinale mit dem Heiner-Carow-Preis ausgezeichnet.

Der Regisseur und Kameramann Jan Zabeil erhält den mit 5.000 Euro dotierten Förderpreis für junges Kino. Sein erster Langfilm DER FLUSS WAR EINST EIN MENSCH feierte 2011 auf dem Filmfest München seine Premiere und erhielt mehrere Auszeichnungen auf internationalen Filmfestivals. Sein zweiter abendfüllender Spielfilm DREI ZINNEN wurde auf dem Locarno Festival mit dem Variety Piazza Grande Award prämiert.

Die drei Programmkinopreise der DEFA-Stiftung (je 5.000 Euro) gehen an das Museumskino „Ernemann VII B“ in den Technischen Sammlungen Dresden, das Burg Theater in Burg bei Magdeburg und den Verein „Freunde der Freilichtbühne Weißensee e.V.“.

Preisträger der vergangenen Jahre waren u. a. Doris Borkmann, Andreas Dresen, Roland Dressel, Romuald Karmakar, Roland Gräf, Nina Hoss, Jutta Hoffmann, Rolf Hoppe, Armin Mueller-Stahl, Rolf Losansky, Prof. Kurt Maetzig, Wolfgang Kohlhaase, Helke Misselwitz, Christian Petzold, Feo Aladag und Fatih Akin.

Die DEFA-Stiftung erhält die Filme der DEFA und macht sie als Teil des nationalen Kulturerbes für die Öffentlichkeit nutzbar. Der Filmstock umfasst rund 12.000 Filme. Die DEFA-Stiftung fördert deutsche Filmkunst und -kultur auch durch die Vergabe von Preisen auf deutschen Filmfestivals.