25. VGF-Nachwuchsproduzentenpreis geht an „Alles ist gut“

Alles ist gut (Filmszene)
Alles ist gut – ©Trimafilm

Die Münchner Produzenten Trini Götze und David Armati Lechner von Trimafilm erhalten den mit 60.000 Euro höchstdotierten deutschen Nachwuchsproduzentenpreis für die Produktion des Kinofilmdebuts „Alles ist gut“ (Regie Eva Trobisch).

Das Preisgeld ist nicht zweckgebunden und soll der Stärkung des Eigenkapitals der jungen Produktionsfirmen dienen, die häufig hohe finanzielle Risiken mit der Produktion nicht immer kalkulierbarer Projekte eingehen. Kriterien für die Auswahl des Gewinners durch eine Jury aus Mitgliedern des VGF-Aufsichtsrates sind die künstlerische Qualität und Publikumsrelevanz. Mit der erstmaligen Preisverleihung in Hof – bislang wurde der Preis im Rahmen des Bayerischen Filmpreis vergeben – unterstreicht die VGF ihr Engagement und das der Hofer Filmtage für die Nachwuchsarbeit.

Das Produzententeam Trini Götze und David Armati Lechner überzeugte die Jury mir der „Klarheit eines Drehbuches, in dem jeder Satz zu stimmen scheint. Sie gaben dem Film einen Tonfall, der dem Ernst des Themas angemessen ist und trotzdem eine Leichtigkeit behält. „Alles ist gut“ stellt die richtigen Fragen und überlässt es dem Zuschauer über das Gesehene nachzudenken und sein eigenes Urteil zu fällen. Wir verstehen diesen Preis als eine Aufforderung zum: weiter so!“ VGF-Aufsichtsratsvorsitzender Antonio Exacoustos: „Die VGF will mit ihrem Nachwuchsproduzentenpreis junge Produzenten motivieren und unterstützen, spannende und mutige Filme für das Kino zu schaffen.

Die Preisträger Trini Götze und David Armati Lechner „Mit diesem Preis schenkt uns die VGF vor allem Zeit: Zeit um Projekte voranzutreiben. Zeit zum entwickeln von Ideen. Zeit um Projekte mit den Menschen zu machen, für die wir brennen.

Trini Götze und David Armati Lechner studierten nach mehrjähriger Tätigkeit im Film und Fernsehbereich an der HFF München Produktion und Medienwirtschaft. Götze gründete 2012 während ihres Studiums Trimafilm zu der Armati Lechner 2017 stieß. Beide sind geschäftsführende Gesellschafter. Nach preisgekrönten Kurzfilmen entstand 2018 ihr erster langer Kinofilm „Alles ist gut“. Derzeit arbeiten sie an dem Kinofilmdebüt „Relativity“ der Regisseurin Mariko Minouguchi (in Koproduktion mit Thomas Wöbke) der 2019 in die Kinos kommen wird. Im Herbst 2018 realisierten sie die Mini-Serie „Fett und Fett“ (Regie Chiara Grabmayr) für das ZDF.

HFF-Präsidentin Prof. Bettina Reitz: „Ich freue mich sehr, dass ALLES IST GUT nach mittlerweile zahlreichen auch internationalen Preisen nun diese besondere Ehrung durch den VGF-Nachwuchsproduzentenpreis erfährt. Mit der Preisverleihung in Hof findet diese Ehrung auf einem traditionsreichen Festival statt, das durch den VGF-Preis sein Engagement für den filmischen Nachwuchs aufs Schönste unterstreicht.

ALLES IST GUT wurde in diesem Jahr schon mit zahlreichen Preisen geehrt. Eva Trobisch wurde für ALLES IST GUT zuletzt mit dem Prima Opera Award in der Kategorie „Filmemacher der Gegenwart“ auf dem 71. Internationalen Filmfestival in Locarno sowie beim Hamptons International Film Festival mit dem Award for Best Narrative Feature ausgezeichnet.
Zuvor wurde sie beim diesjährigen 36. Filmfest München, wo ALLES IST GUT Weltpremiere feierte, bereits mit dem „Förderpreis Neues Kino“ als beste Regisseurin sowie mit dem vom internationalen Verband der Filmkritik vergebenen FIPRESCI Preis geehrt.

Über ALLES IST GUT

Wenn man die Dinge nicht zum Problem macht, hat man auch keins. Mit dieser Haltung begegnet Janne auch dem Umstand, dass der Schwager ihres neuen Chefs gegen ihren Willen mit ihr geschlafen hat. Sie verheimlicht den Vorfall und lässt alles erstmal seinen gewohnten Gang gehen. Doch ihr Schweigen hat Folgen, nicht nur für die Liebe zu ihrem Freund Piet.