60. Nordische Filmtage Lübeck – „Gegen den Strom“ gewinnt vier Preise

Nordische Filmtage Lübeck 2018 (Logo)
©Nordische Filmtage Lübeck

Großer Gewinner bei den 60. Nordischen Filmtagen Lübeck ist der isländische Spielfilm „Gegen den Strom“ (Kona fer í stríd) von Benedikt Erlingsson.

Insgesamt vier Mal kam Darsteller Juan Camillo Roman Estrada auf die Bühne des Theater Lübeck, um die Auszeichnungen entgegen zu nehmen: Dazu zählen der mit 12.500 Euro dotierte NDR Filmpreis, der mit 2.500 Euro dotierte Baltische Filmpreis für einen nordischen Spielfilm sowie der Kirchliche Filmpreis Interfilm, gestiftet vom Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg (dotiert mit 5.000 Euro). Auch der Publikumspreis der „Lübecker Nachrichten“, ausgestattet mit5.000 Euro, ging an „Gegen den Strom“ von Benedikt Erlingsson, dessen Spielfilmdebüt „Von Pferden und Menschen“ 2013 die Nordischen Filmtage Lübeck eröffnet hatte. Regisseur Benedikt Erlingsson schickte einen persönlichen Dank per Video an die anwesenden Jurys und Gäste der Verleihung. Zuvor war es in der Geschichte des Festivals noch keinem Film gelungen, vier Preise auf sich zu vereinen.

Gleich vier Preise – ‚Gegen den Strom’ und die 60. Nordischen Filmtage waren eine Traumkombination, besser geht es nicht! Wir sind natürlich hocherfreut und bedanken uns, auch im Namen von Benedikt Erlingsson, bei den Juries und beim Publikum und freuen uns jetzt schon auf die 61. Ausgabe. Lübeck rockt!”, so Björn Hoffmann, Geschäftsführer des deutschen Verleihs Pandora Film.

Der erstmalig vergebene Preis des Freundeskreises für das Beste Spielfilmdebüt, der mit 7.500 Euro dotiert ist, ging an „Die kleine Genossin“ (Seltsimees laps) von Regisseurin Moonika Siimets aus Estland. Erstmals hatte mit „Die kleine Genossin“ ein Spielfilm aus dem Baltikum die Nordischen Filmtage Lübeck eröffnet. Über den Kinder- und Jugendfilmpreis der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung, dotiert mit 5.000 Euro, konnte sich ebenfalls ein Regietalent freuen: Gudrun Ragnarsdóttir aus Island gewann mit ihrem Film „Sommerkinder“ (Sumarbörn). Der Preis der Kinderjury des Radisson Blu Senator Hotels (Preisgeld: 5.000 Euro) ging an Ted Kjellssson aus Schweden für seinen Film „Allein im All“ (Ensamma i rymden). Der mit 2.500 Euro dotierte Dokumentarfilmpreis der Lübecker Gewerkschaften ging in diesem Jahr nach Finnland: Regisseur Antti Haase nahm ihn für seinen Film „Die das Licht brachten“ (Valontuoja) entgegen. Über den seit 2018 mit 5.000 Euro ausgestatteten CineStar Preis, gestiftet von der CineStar-Gruppe für einen Kurzfilm im Filmforum, freute sich die Berliner Regisseurin Esther Niemeier, deren Film „Tracing Addai“ gewann.

Die Preisträger und Lobenden Erwähnungen im Überblick

NDR Filmpreis

GEGEN DEN STROM (Kona fer í stríd), Regie: Benedikt Erlingsson, Island/Frankreich/Ukraine

Preis des Freundeskreises für das Beste Spielfilmdebüt

DIE KLEINE GENOSSIN (Seltsimees laps), Regie: Moonika Siimets, Estland

Publikumspreis der „Lübecker Nachrichten“

GEGEN DEN STROM (Kona fer í stríd), Regie: Benedikt Erlingsson, Island/Frankreich/Ukraine

Kirchlicher Filmpreis INTERFILM

GEGEN DEN STROM (Kona fer í stríd), Regie: Benedikt Erlingsson, Island/Frankreich/Ukraine

Baltischer Filmpreis

GEGEN DEN STROM (Kona fer í stríd), Regie: Benedikt Erlingsson, Island/Frankreich/Ukraine

Dokumentarfilmpreis der Lübecker Gewerkschaften

DIE DAS LICHT BRACHTEN (Valontuoja), Regie: Antti Haase, Finnland

Eine Lobende Erwähnung geht an

RODEO,Regie: Raimo Joerand, Kiur Aarma; Estland / Finnland

CineStar-Preis

TRACING ADDAI, Regie: Esther Niemeier, Deutschland

Kinder- und Jugendfilmpreis

SOMMERKINDER (Sumarbörn), Regie: Gudrun Ragnarsdóttir, Island / Norwegen

Preis der Kinderjury

ALLEIN IM ALL (Ensamma i rymden), Regie: Ted Kjellsson, Schweden

Eine Lobende Erwähnung geht an

ESPEN UND DIE LEGENDE VOM BERGKÖNIG(Askeladden – I Dovregubbens Hall),
Regie: Mikkel Brænne Sandemose, Norwegen / Irland / Tschechien