Filmkulisse Bayern – Die drei Nominierten für den Drehort des Jahres 2018 stehen fest

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Seit 2015 prämiert die Initiative Filmkulisse Bayern den „Drehort des Jahres“.

Eine Fachjury entscheidet darüber nach folgenden Kriterien: Zugang zu Motiven, Erlangung von Drehgenehmigungen, Service-Leistungen, Leerstände und großräumiger Platz, Räumlichkeiten, Auswahl an Locations, Dienstleister vor Ort, erschwingliche Übernachtungsmöglichkeiten, Anbindung, Infrastruktur, lokales Netzwerk, Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit, zentraler Ansprechpartner und Koordinationsstelle.

Die drei Nominierten für den Drehort des Jahres 2018

Berchtesgadener Land

Das Berchtesgadener Land war schon im vergangenen Jahr nominiert. Seither hat die Region ihre Vorzüge nicht nur aufrechterhalten, sondern sich auch weiterentwickelt: Sie bietet im Stil einer Service-Agentur zusätzliche Dienstleistungen für die Produktionsteams an wie z.B. Hotelbuchungen und Scouting. Mit einem Relaunch haben die Berchtesgadener ihre Website an die Bedürfnisse der Produktionen angepasst. Gleich drei Serien wurden dort jüngst parallel gedreht: die Dauer-Serien „Lena Lorenz“ (ZDF) und „Watzmann ermittelt“ (ARD) sowie die Mini-Serie „Der Pass“ (SKY).

Marktredwitz

Die Große Kreisstadt in Oberfranken gehört nicht zu den erfahrensten Drehregionen in Bayern. Aber dass TNT Comedy die sechsteilige Serie „Arthurs Gesetz“ dort drehen wollte, hat zu großer Begeisterung geführt. Alles, was nötig war, hat die Stadt möglich gemacht. Straßensperren wurden fast schon stolz kommuniziert. Für einen Nachtdreh in einer Fabrik gab es zu wenig Personal vor Ort; die Netzwerkpartnerin der Initiative Filmkulisse Bayern bat Freunde und Bekannte – mit Schutzwesten bekleidet – das Set zu bewachen und Fragen der Anwohner zu beantworten.

Oberallgäu

Der Hollywood-Kinofilm „Eddy the Eagle“, viele Szenen der Kluftinger-Filme (ARD) und die erste Staffel von „Daheim in den Bergen“ (ARD) – hier gibt es nichts, was nicht gedreht werden kann. Produktionsteams finden im Oberallgäu sehr unterschiedliche Motive ohne allzugroße Entfernungen voneinander. Das gilt sowohl für Landschaften als auch für die Architektur. Nicht zu verachten sind auch die guten Unterkünfte. Obwohl das Oberallgäu eine beliebte Urlaubsregion ist, kommen die Hoteliers den Teams bei den Buchungen finanziell und vom Platz her entgegen. Über die Jahre hat sich durch die vielen Dreharbeiten in den lokalen Behörden fast schon ein eigenes Fachpersonal gebildet.

Die Fachjury für den Preis „Drehort des Jahres 2018“ bildeten Herstellungsleiter Marc-Oliver Dreher, Produktionsleiter Jannis Stahnsdorf sowie die Location Scouts Carlos Loza und Bap Koller unter dem Vorsitz von FFF Film Commissioner Anja Metzger.

Der Gewinner wird bei der Preisverleihung am 13. Dezember 2018 in München bekannt geben.