Deutscher Naturfilmpreis 2018 – „Magie der Fjorde“ gewinnt Hauptpreis

Deutscher Naturfilmpreis 2018 - v.l.n.r.: Die Gewinner in den Hauptkategorien Bester Film Wildnis Natur und Mensch und Natur. Kay Ziesenhenne, Jan und Melanie Haft, Johan von Mirbach und Chef der Staatskanzlei Reinhard Meyer
v.l.n.r.: Die Gewinner in den Hauptkategorien Bester Film Wildnis Natur und Mensch und Natur. Kay Ziesenhenne, Jan und Melanie Haft, Johan von Mirbach und Chef der Staatskanzlei Reinhard Meyer – Foto: Ludwig Nikulski

Auf der Ostseehalbinsel Fischland-Darß-Zingst trafen sich in diesem Jahr mehr als 5000 Filmemacher, Naturbegeisterte und Vertreter der Naturschutzbranche zum „Branchengipfel“ der Naturfilmer.

Der Hauptpreis „Bester Film Wildnis Natur“, geht in diesem Jahr an „Magie der Fjorde“ von Jan Haft.

Der Film erhielt darüber hinaus den Preis der Kinderjury.

Begründung der Jury

In der Kategorie Wildnis Natur würdigt die Jury den Film, der auf beeindruckendste Weise die Schönheit der Natur zeigt und gleichzeitig Einblick in ihre wundersamen Prozesse gewährt. Jan Haft ist für seinen Dokumentarfilm „Magie der Fjorde“ ins eiskalte Wasser der norwegischen Fjorde hinabgestiegen und konnte dort Tiere vor die Linse bekommen, die sonst nur in der Tiefsee zu finden sind. Die Jury war überzeugt von den faszinierenden Bildern, der ungewöhnlichen Perspektive und einem unkonventionellem Musik- und Soundkonzept. Von der makroskopischen Unterwasserwelt in den Tiefen der Fjorde bis hin zur kosmischen Weite der Polarlichter fügen sich die Bilder zu einem beeindruckenden Gesamtkunstwerk zusammen. Ein Film sei magisch wie sein Titel.

Der Preis in dieser Kategorie ist mit 7500 Euro vom Land Mecklenburg-Vorpommern dotiert.

Die weiteren Preisträger

Bester Film Mensch und Natur

„Die geheimen Machenschaften der Ölindustrie“, Regie: Johan von Mirbach

Begründung der Jury

Den Preis Mensch und Natur erhält der Film, der das häufig konfliktreiche Verhältnis zwischen Mensch und Natur auf eindrucksvollste Art darstellt und dabei gesellschaftliche oder ökologische Zusammenhänge beleuchtet. Der Dokumentarfilmer Johan von Mirbach deckt mit dem spannenden Film „Die geheimen Machenschaften der Ölindustrie“ auf, dass dem Ölkonzern Exxon bereits 1958 Hinweise über die Erwärmungswirkung von CO2-Abgasen vorlagen. Für die Jury behandelt der Film ein Thema von globaler Relevanz und höchster Aktualität.

Der Preis in dieser Kategorie ist ebenfalls mit 7500 Euro vom Land Mecklenburg-Vorpommern dotiert.

Jury-Preise für herausragende Leistungen

Für das beste Tierverhalten

„Überraschungseier – Neues von Kuckuck und Co.“, Regie: Volker Arzt und Angelika Sigl, Drehregie: Dietmar Nill und Roland Gockel

Für die beste Story

„Arctic Wolves – Ghosts of the Arctic“, Regie: Oliver Goetzl

Für die beste Visualisierung

„Terra X – Unsere Wälder“, Regie: Petra Höfer und Freddie Röckenhaus

Publikumspreis

„360° GEO Reportage: Der Lachszähler von Kanada“, Regie: Rosie Koch und Roland Gockel

Die Gewinner der Jurypreise für herausragende Leistungen erhalten insgesamt 4000 Euro, die Gewinner des Preises der Kinderjury und der Publikumswahl jeweils 1000 Euro. Zudem wird auf dem Festival auch der Favorit des Publikums gekürt.

Die Jury bestand in diesem Jahr aus dem Biologen und Botanikprofessor Hans Dieter Knapp, der Videoeditorin und Dokumentarfilmerin Maria Hemmleb, der ZDF-Redakteurin Margrit Lenssen, der Biologin und Filmproduzentin Dr. Petra Löttker sowie dem Naturfilmer Yann Sochaczewski.