Kurzfilmpreis des Bayerischen Rundfunks 2018 geht an „Ondes Noires“

Motiv aus dem experimentellen Dokumentarfilm "Ondes Noires"
Ondes Noires – Bild: Ondes Noires

Zum Abschluss der Internationalen Kurzfilmwoche Regensburg ist am Mittwochabend, 21. März 2018, der vom Bayerischen Rundfunk mit 5.000 Euro dotierte Hauptpreis im Internationalen Wettbewerb vergeben worden.

Die internationale Jury (Jennifer Reeder, Noémi Kahn, Lisa Birke) zeichnete die experimentelle Dokumentation „Ondes Noires“ des Regisseurs Ismaël Joffroy Chandoutis aus.

Lobende Erwähnungen erhielten „Kiem Holijanda“ (Sarah Veltmeyer, Niederlande, 2017, 14 Min) sowie „Burning“ (Nathalie André, Belgien / Frankreich, 2016, 18 Min). Der Bayerische Rundfunk ist langjähriger Sponsor, das Bayern 2-Szenemagazin „Zündfunk“ Medienpartner der Regensburger Kurzfilmwoche, die in diesem Jahr von 14. bis 21. März stattfand.

Über „Ondes Noires“

In einer hochvernetzten Gesellschaft, in der Wellen fast in jeden Winkel eingedrungen sind, berichten drei Menschen, die gegen Elektromagnetik intolerant sind, von ihrem Überleben in dieser Welt.

Buch und Regie: Ismaël Joffroy Chandoutis
Land, Länge: Frankreich 2017, 20 min.
Produktion: Le Fresnoy – Studio national des arts contemporains

Jurybegründung

„Für den Kurzfilmpreis des Bayerischen Rundfunks wählen wir eine filmische Arbeit, die etwas in den Fokus rückt, das kaum greifbar ist und doch ständig an unserem Unterbewusstsein kratzt. Der Film ist zwischen den Grenzen von Dokumentar-, Spiel- und Experimentalfilm einzuordnen und lenkt die Aufmerksamkeit auf die kurzlebige Natur von Bild, Pixel und Ton. Er nimmt den Zuschauer gefangen und zieht ihn in formal meisterhafte, gut konstruierte und visuell eindrucksvolle Bilder hinein, verwoben mit einer malerischen digitalen Diskontinuität, und kreiert eine durch und durch synästhetische Erfahrung: Dark Waves.“