„Murer – Anatomie eines Prozesses“ mit 8 Nominierungen für den österreichischen Filmpreis 2019

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©Akademie des Österreichischen Films

Die Akademie des Österreichischen Films hat die Nominierungen für den österreichischen Filmpreis 2019 bekannt gegeben.

Mit insgesammt 8 Nominierungen geht „Murer – Anatomie eines Prozesses“ von Christian Frosch in den Kategorien Bester Spielfilm, Beste männliche Hauptrolle, Beste weibliche Nebenrolle, Beste männliche Nebenrolle, Beste Regie, Bestes Drehbuch, Bestes Kostümbild und Beste Maske ins Rennen. „Angelo“ von Markus Schleinzer folgt mit 7 Nominierungen in den Kategorien Bester Spielfilm, Beste Regie, Bestes Drehbuch, Beste Kamera, Bestes Kostümbild, Beste Maske und Bestes Szenenbild

Insgesamt wurden 42 österreichische Filme – plus 14 Kurzfilme – zum Auswahlverfahren angemeldet. Teilnahmekriterien der programmfüllenden Spiel- und Dokumentarfilme sind lt. Richtlinien ein regulärer Kinostart im Zeitraum 1. Oktober 2017 bis 30. November 2018, der Nachweis einer erheblichen österreichischen kulturellen Prägung, sowie bei internationalen Koproduktionen die Anerkennung der Koproduktion durch das BMDW – Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort. Kurzfilme qualifizieren sich aufgrund von Auszeichnungen und Festivalerfolgen des vergangenen Jahres für die Teilnahme.

Aus diesen 21 Spielfilmen, 21 Dokumentarfilmen und 14 Kurzfilmen haben die derzeit 432 wahlberechtigten (ordentlichen) Mitglieder der Akademie des Österreichischen Films in den letzten Wochen in einem geheimen, notariell überwachten Wahlverfahren die Nominierungen in 16 Preiskategorien ausgewählt. Für die Kategorie „Bester Kurzfilm“ wurden die Nominierungen von der Wahlgruppe Kurzfilm, bestehend aus 26 Akademie-Mitgliedern plus je einem/er Vertreter/in der Kooperationspartner VIS Vienna Shorts und Shortynale Kurzfilmfestival Klosterneuburg, gewählt.

Die Preiskategorien sind Bester Spielfilm, Bester Dokumentarfilm, Bester Kurzfilm, Beste Regie, Bestes Drehbuch, Beste Kamera, Bester Schnitt, Bestes Szenenbild, Bestes Kostümbild, Beste Maske, Beste Musik, Beste Tongestaltung, Beste weibliche Hauptrolle, Beste weibliche Nebenrolle, Beste männliche Hauptrolle, Beste männliche Nebenrolle.

Ursula Strauss, Präsidentin der Akademie des Österreichischen Films:

„Zum Österreichischen Filmpreis 2019 wurden viele hervorragende, spannende, bewegende und kluge Filme eingereicht. Mir persönlich ist im Besonderen aufgefallen, dass heuer sowohl im Dokumentar- als auch im Spielfilmbereich sehr viele starke und vielschichtige Frauenfiguren vertreten sind. Da gibt es die krebskranke Gewichtheberin, die mit eisernem Willen an ihrem Comeback arbeitet. Die wütende junge Frau aus der Provinz, die mindestens so gut Motorradfahren kann wie ihre Freunde. Die Notärztin, die auf hoher See humane Entscheidungen treffen muss. Migrantinnen, die sich hier mit großer Beharrlichkeit ein neues Leben aufbauen und mittels Callshop mit ihren Familien Kontakt halten. Die alte Bäuerin, die ihren Lebensabend trotz widriger Umstände auf ihrem abgeschiedenen Hof verbringen möchte. Oder jene 93-Jährige Frau, die ihr im Krieg abgebrochenes Philosophiestudium im hohen Alter fortsetzt und an einer Doktorarbeit schreibt.

Diese filmischen Arbeiten schlagen sich auch in Zahlen nieder. Wir haben genau nachgezählt: Unter den 42 Langfilmen stammen 17 von Regisseurinnen, unter 14 Kurzfilmen wurden 7 von Regisseurinnen inszeniert. Der Anteil der Produzentinnen lässt sich im Langfilmbereich mit 11 beziffern, unter den Kurzfilmen sind es 10. Dies lässt hoffen – wir werden auch im nächsten Jahr wieder nachzählen und die Statistik hinsichtlich 50/50 im Auge behalten.“

Alle Nominierungen im Überblick

BESTER SPIELFILM

Angelo

P: Alexander Glehr, Franz Novotny, Bady Minck, Alexander Dumreicher-Ivanceanu, Markus Schleinzer
R: Markus Schleinzer

L’Animale

P: Michael Kitzberger, Wolfgang Widerhofer, Flavio Marchetti, Nikolaus Geyrhalter, Markus Glaser, Michael Schindegger, Natalie Schwager, Katharina Mückstein
R: Katharina Mückstein

Murer – Anatomie eines Prozesses

P: Viktoria Salcher, Mathias Forberg, Paul Thiltges, Adrien Chef
R: Christian Frosch


BESTER DOKUMENTARFILM

Bruder Jakob, schläfst du noch?

P: Ralph Wieser, David Bohun
R: Stefan Bohun

Waldheims Walzer

P: Ruth Beckermann
R: Ruth Beckermann

Was uns bindet

P: Ralph Wieser, Georg Misch
R: Ivette Löcker


BESTER KURZFILM

Bester Mann – Florian Forsch

Entschuldigung, ich suche den Tischtennisraum und meine Freundin – Bernhard Wenger

Virgin Woods / Zalesie – Julia Zborowska


BESTE WEIBLICHE HAUPTROLLE

Ingrid Burkhard – Die Einsiedler

Birgit Minichmayr – 3 Tage in Quiberon

Sophie Stockinger – L’Animale


BESTE MÄNNLICHE HAUPTROLLE

Karl Fischer – Murer – Anatomie eines Prozesses

Markus Freistätter – Erik & Erika

Andreas Lust – Die Einsiedler

Laurence Rupp – Cops


BESTE WEIBLICHE NEBENROLLE

Regina Fritsch – Der Trafikant

Maria Hofstätter – Cops

Inge Maux – Murer – Anatomie eines Prozesses


BESTE MÄNNLICHE NEBENROLLE

Johannes Krisch – Der Trafikant

Gerhard Liebmann – Murer – Anatomie eines Prozesses

Anton Noori – Cops


BESTE REGIE

Wolfgang Fischer – Styx

Christian Frosch – Murer – Anatomie eines Prozesses

Markus Schleinzer – Angelo


BESTES DREHBUCH

Wolfgang Fischer, Ika Künzel – Styx

Christian Frosch – Murer – Anatomie eines Prozesses

Markus Schleinzer, Alexander Brom – Angelo


BESTE KAMERA

Klemens Hufnagl – Die Einsiedler

Gerald Kerkletz – Angelo

Christine A. Maier – Life Guidance

Michael Schindegger – L’Animale


BESTES KOSTÜMBILD

Caterina Czepek – Der Trafikant

Brigitta Fink – Erik & Erika

Tanja Hausner – Angelo

Alfred Mayerhofer – Murer – Anatomie eines Prozesses


BESTE MASKE

Roman Braunhofer, Martha Ruess – Die letzte Party deines Lebens

Anette Keiser – Angelo

Fredo Roeser – Murer – Anatomie eines Prozesses


BESTE MUSIK

Bernhard Fleischmann – L’Animale

Wolfgang Fritsch, Markus Kienzl – Cops

Matthias Weber – Der Trafikant


BESTER SCHNITT

Nina Kusturica – Ciao Chérie

Alarich Lenz, Daniel Prochaska – Die letzte Party deines Lebens

Natalie Schwager – L’Animale

Monika Willi – Styx


BESTES SZENENBILD

Alexandra Maringer – Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft

Renate Martin, Andreas Donhauser – Life Guidance

Johannes Salat, Pia Jaros – Die letzte Party deines Lebens

Andreas Sobotka, Martin Reiter – Angelo


BESTE TONGESTALTUNG

OT: Hjalti Bager-Jonathansson, SD: Hjalti Bager-Jonathansson, Karim Weth, MI: Alexander Koller – L’Animale

OT: Claus Benischke-Lang, SD: Thomas Pötz, Sebastian Watzinger, MI: Thomas Pötz – Cops

OT: Heinz Karl Ebner, SD: Nils Kirchhoff, Karim Weth, MI: Alexander Koller – Life Guidance

(OT – Originalton, SD – Sounddesign, MI – Mischung)


Die endgültigen Preisträger/innen in allen Kategorien werden in den kommenden Wochen durch die Akademie-Mitglieder aus den Nominierungen gewählt. Auch dieser zweite Wahlgang ist geheim und wird von Notar Dr. Stephan Prayer überwacht. Das Endergebnis wird am 30. Januar 2019 von der Akademie des Österreichischen Films bekanntgegeben und die Preisskulpturen werden im Rahmen einer festlichen Gala im Wiener Rathaus verliehen.