Box Office China – Der Millennium Falcon ist über China abgestürzt

Solo: A Star Wars Story (Filmszene)
Solo: A Star Wars Story – ©Lucasfilm

An einem der schlechtesten Eröffnungswochenenden aller Hollywood-Filmstarts der jüngsten Vergangenheit hat „Solo: A Star Wars Story“ nur 10,1 Mio. US-Dollar eingespielt.

Die Branchenschätzungen in Bejing lagen mit 9,8 Mio. US-Dollar sogar noch darunter.

Der desaströse Start ließ den Film über die Han Solo Geschichte auf einem entfernten dritten Platz landen. Die chinesische Liebeskomödie „How Long Will I Love U“ dominierte an ihrem zweiten Wochenende mit 24,2 Mio. US-Dollar, während „Avengers: Infinity War“ seinen Disney-Kollegen schlug und etwa 17,6 Mio. US-Dollar einbrachte.

Die Disney Star Wars Filme haben im Reich der Mitte zwar immer wieder enttäuscht, aber die aktuelle Entwicklung des Franchise im Land ähnelt einer Todesspirale.

„Star Wars: Das Erwachen der Macht“ brachte 2016 über einen zweitägigen Eröffnungszeitraum rund 52 Mio. US-Dollar in die Kinokassen. Ein Jahr später rutschte „Rogue One“ über einen Zeitraum von drei Tagen auf 31 Mio. US-Dollar ab, obwohl er mit Donnie Yen und Jiang Wen, zwei von Chinas größten Schauspielern an Bord hatte. „The Last Jedi“ von Rian Johnson erging es sogar noch schlechter und spielte 28,7 Mio. US-Dollar ein, die für einen zweiten Startplatz hinter einer lokaler Hit-Komödie reichten.

Chinesische Kinogänger waren bei Fantasy/Sci-Fi Produktionen zwar immer etwas reserviert, aber selbst die schlimmsten Reinfälle des Genres waren besser als Solo’s 10 Millionen Dollar Start. Paramounts „Ghost in the Shell“ landete letztes Jahr bei 21 Mio. US-Dollar; und Sonys „Passengers“, aus 2016 startete mit 14,8 Millionen US-Dollar. Sogar „Star Trek Beyond“ brachte an seinem ersten Wochenende 30,5 Millionen US-Dollar ein.