Die erste Ausgabe der Documentary Convention startet in Leipzig

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©arab Documentary Convention

Die arab.european Documentary Convention bringt dieses Jahr in erster Auflage Dokumentarfilmschaffende aus der ganzen Welt in Leipzig zusammen. Internationale Partner sind DOK Leipzig, der IDFA Bertha Fund und das Sundance Institute.

Das internationale Treffen der Dokumentarfilm-Community wird ab 2018 einmal jährlich führende Dokumentarfilmschaffende aus der ganzen Welt und EntscheidungsträgerInnen zusammenbringen. Die arab.european Documentary Convention zielt darauf ab Verbindungen unter Dokumentarfilmschaffenden zu stärken, kritische Debatten zu entfachen und für die Branche relevante Veränderungsprozesse anzustoßen. Die erste Ausgabe findet vom 12.-14. April im Mediencampus Villa Ida in Leipzig statt.

Wir freuen uns sehr über die begeisterten Reaktionen, die uns von Partnern, Förderern und Dokumentarfilmschaffenden zur arab.european Documentary Convention erreichen” , sagt Rima Mismar, Geschäftsführerin von AFAC. “Diese positive Rückmeldung bestätigt die Notwendigkeit für Räume, in denen der Status Quo der Dokumentarfilmbranche herausgefordert und kritisch hinterfragt wird. Wir haben die arab.european Documentary Convention als jährliches Treffen konzipiert, und erwarten eine großartige erste Ausgabe in Leipzig 2018.

Das Programm setzt sich aus fünf thematischen Modulen zusammen, die parallel laufen aber Platz lassen für Überschneidungen, Austausch und Vernetzung. Jedes Modul wird in Zusammenarbeit mit einer internationalen Expertengruppe kuratiert. Themen auf der Agenda werden u.a. sein:

  • Ethische Fragen in der Koproduktion
  • Dokumentarfilmdistribution in herausfordernden Zeiten
  • Diversität in der Dokumentarfilmbranche: Repräsentation & Maßnahmen
  • Eigentum-und Nutzungsrechte: das Dokumentarfilmerbe der arabischen Region

Teilnehmer und Experten aus der arabischen Region, Europa und der ganzen Welt werden sich mit diesen Themen in Workshops, Debatten, Podiumsdiskussionen, Präsentationen und Fallbeispielen auseinandersetzen. Öffentliche Filmvorführungen und Rough-Cut-Screenings ergänzen das Programm.

Die erste Ausgabe bringt einige der bedeutendsten Persönlichkeiten unserer Branche zusammen, eine Auswahl aus bereichernden und vielseitigen Fachrichtungen. Alle sind bereit die Ärmel hoch zu krempeln und Resultate zu erzielen”, sagt Diana El Jeiroudi, Geschäftsführerin von DOX BOX.

Die Managerin der arab.european Documentary Convention, – Marion Schmidt, fügt hinzu: “Wir sind dabei internationale Experten, Redner und Moderatoren zu bestätigen – und freuen uns schon jetzt auf ein inspirierendes Programm.

Bestätigt sind bereits Repräsentanten internationaler Trainingsinitiativen, Fernsehsender, Geldgeber, Distributions- und Produktionsfirmen sowie Festivalmanager. Dadurch ist die Branche in allen Facetten vertreten. Zu den bereits bestätigten Teilnehmern gehören Bruni Burres, Sundance Documentary Program, USA; Brigid O’Shea, Dok Leipzig, Deutschland; Claas Danielsen, Mitteldeutsche Medienförderung GmbH, Deutschland; Orwa Nyrabia, Künstlerischer Leiter, IDFA, Holand; Mohanad Yaqubi, Produzent und Wissenschaftler aus Palästina; Rasha Salti, Redakteurin, Arte France and Serra Ciliv, The New Film Fund , Türkei.

Über AFAC

Der Arab Fund for Arts and Culture – AFAC wurde 2017 als Reaktion auf die Abwesenheit von unabhängiger institutionelle und finanzieller Unterstützung für Kunst und Kultur in der arabische Region von lokalen Kultur-Lobbyisten gegründet. Das Ziel von AFAC ist es Kreativität, Produktion und Verbreitung sowie Recherchetätigkeiten im Kunst-und Kulturbereich finanziell zu fördern; Mentorenprogramme für Künstler und Kulturorganisationen speziell für wenig repräsentierte Genres anzubieten; Netzwerke und Kollaborationen zwischen Kulturakteuren zu stärken; und dazu beizutragen Philanthropie im Kunst-und Kulturbereich auszubauen. AFAC ist in 22 Ländern in der arabischen Region und der Diaspora aktiv und unterstützt jährlich um die 150 Personen und Institutionen aus den Bereichen Film, kreatives und kritisches Schreiben, Musik, darstellende Künste, bildende Künste, dokumentarische Fotografie, Wissenschaft und regionale Events. AFAC hat Förderprogramme im Bereich Dokumentarfilm und hat in den letzten Jahren mehr als 115 Filme gefördert.

Über DOX BOX

DOX BOX ist eine gemeinnützige Organisation mit dem Auftrag das Entstehen einer prosperierenden Dokumentarfilm-Community, -kultur und -praxis in und aus der arabischen Welt zu fördern. Um diesen Auftrag zu erfüllen führt DOX BOX nicht nur unterschiedliche Aktivitäten durch, sondern bietet auch unkonventionelle Programme an. Diese Angebote reichen von finanzieller Unterstützung über Künstlerresidenzprogramme, e-Learning, Networking-Veranstaltungen, Branchenevents bis hin zu branchenspezifischer Forschung und Studien, einem Award-Programm und einem Kongress. Die in Berlin ansässige Organisation ist aus dem gleichnamigen internationalen Dokumentarfilm-Festival entstanden, welches 2007-2011 in Syrien stattfand.

Mehr Informationen zur Tagung und Teilnahme sind auf www.documentary-convention.org zu finden.