Filmreihe Filmspotting – Das Filmarchiv der Deutschen Kinemathek präsentiert „Der letzte Mann“ von Friedrich Wilhelm Murnau

Der letzte Mann (1924, Filmszene)
Foto: Deutsche Kinemathek

Der Filmspotting-Termin im Oktober widmet sich der Stummfilmmusik am Beispiel von Friedrich Wilhelm Murnaus herausragendem Drama DER LETZTE MANN.

Emil Jannings spielt einen alt gewordenen Hotelportier, der aus Altersgründen zum Toilettenputzer degradiert wird. Neben Jannings‘ darstellerischer Leistung fiel vor allem die Kameratechnik auf: Die entfesselte – sich frei im Raum bewegende – Kamera schuf eine Bildsprache, die den emotionalen Zustand des Portiers widerspiegelte. Die Musik für die Uraufführung komponierte Giuseppe Becce. Sie wurde zur Restaurierung des Films neu bearbeitet.

Individuelle Begleitmusiken für Filme waren in Zeiten des Stummfilms eher ungewöhnlich. Die Pianisten mussten in der Lage sein, sich auf unterschiedliche Filmvorführungen schnell einzustellen. Hilfreich war dabei das Allgemeine Handbuch der Film-Musik, das Becce 1927 gemeinsam mit seinen Kollegen Hans Erdmann und Ludwig Brav verfasste. Das Werk setzte Standards für die Musikbegleitung von Stummfilmen.

Die Musikwissenschaftlerin Maria Fuchs machte es zum Gegenstand ihrer Promotion über die Theorie und Praxis der Stummfilmmusik in der Weimarer Republik und gibt in ihrer Einführung zum Film einen Einblick in ihre Forschung.

DER LETZTE MANN
D 1924, Regie: Friedrich Wilhelm Murnau
Filmvorführung und Buchpräsentation
Einführung: Maria Fuchs, Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

Termin: 30. Oktober 2017, 19 Uhr

Ort/Tickets: Kino Arsenal im Filmhaus am Potsdamer Platz | Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin Eintritt: 7,50 Euro | Reservierungen unter Tel. 030 26955-100 oder ticket@arsenal-berlin.de