Museum für Film und Fernsehen präsentiert „Sonderschau für Helmut Dietl“

Helmut Dietl
Helmut Dietl – ©Karin Rocholl

Der Münchener Film- und Fernsehregisseur Helmut Dietl (1944-2015) hat ein vielseitiges Werk hinterlassen.

Sein Nachlass wurde der Deutschen Kinemathek von Tamara Dietl zur Bewahrung übergeben. Aus Anlass dieser Schenkung würdigt das Museum für Film und Fernsehen Helmut Dietl mit einer Sonderschau in der Mediathek Fernsehen und gewährt erste Einblicke in den Nachlass. Den Eröffnungsabend am 28. Juni 2018 um 19 Uhr begleiten Tamara Dietl und die Schauspielerinnen Michaela May und Jasmin Tabatabai im Gespräch mit Klaudia Wick.

Als großen „Filmkünstler, der vor allem und lichterloh für seine Arbeit brennt“, beschrieb die Präsidentin der Deutschen Filmakademie Iris Berben den Regisseur bei seiner Auszeichnung mit dem Ehrenpreis des Deutschen Filmpreises 2014. Für das große Publikum wurde Helmut Dietls Liebe zu seiner Arbeit vor allem in seinen erfolgreichen Fernsehserien erkennbar.

Viele Zitate daraus wie „A bissl was geht immer“ aus MONACO FRANZE – DER EWIGE STENZ (1983) oder „Ich scheiß‘ dich zu mit meinem Geld“ aus KIR ROYAL (1986) wurden zu geflügelten Worten. Mit seiner charakteristischen Melange aus Schwermut und Leichtigkeit* prägte der 2015 verstorbene Künstler auch Kinofilme wie SCHTONK! (1992), ROSSINI – ODER DIE MÖRDERISCHE FRAGE, WER MIT WEM SCHLIEF (1997) und VOM SUCHEN UND FINDEN DER LIEBE (2005).

Helmut Dietl am Set von SCHTONK! (D 1992)
Helmut Dietl am Set von SCHTONK! (D 1992) – ©Neue Constantin, Foto: Deutsche Kinemathek

Mit einer Sonderschau gibt die Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen nun erste Einblicke in Dietls umfangreichen Nachlass: Ausgewählte Exponate illustrieren die Arbeitsweise des Film- und Fernsehregisseurs. Eine Medienkompilation im Spiegelsaal Fernsehen (3. OG) präsentiert wiederkehrende Motive und Topoi aus seinem Gesamtwerk. In der Mediathek Fernsehen (4. OG) sind die Filme von Helmut Dietl sowie zahlreiche Interviews mit ihm in voller Länge individuell abrufbar. Mit einem Gesprächsabend über das Wirken des Autors, Regisseurs und Produzenten Helmut Dietl wird die Sonderschau „Schwermut und Leichtigkeit“ am 28. Juni um 19 Uhr eröffnet.

Der Nachlass dokumentiert die Entstehung und Entwicklung seines filmischen Werks. Neben bislang unveröffentlichten Arbeits- und Szenenfotos, Storyboards, Kostümen und zahlreichen Drehbuchfassungen zu all seinen Regiearbeiten umfasst der Nachlass, Filmmaterialien, Produktions- und Geschäftsunterlagen der Diana-Film GmbH sowie persönliche Korrespondenzen, Fotografien, handschriftliche Erinnerungen und Notizen.

Ort: Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Mediathek Fernsehen im Filmhaus am Potsdamer Platz, 10785 Berlin
Öffnungszeiten: Mi – Mo, 10-– 18 Uhr, Do 10 – 20 Uhr
Eintritt: Tagesticket 8 Euro, 5 Euro ermäßigt, Mediathek Fernsehen 2 Euro

Weitere Infos unter www.deutsche-kinemathek.de

(Ohne Gewähr)