„Start in Moskau. Regiestudenten der Moskauer Filmhochschule erinnern sich“ – Buchvorstellung mit Autorin Iris Gusner

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Gemeinsam mit der DEFA-Stiftung präsentiert die Rosa-Luxemburg-Stiftung am 26. September 2018 das autobiografisch geprägte Werk „Start in Moskau. Regiestudenten der Moskauer Filmhochschule“ erinnern sich.

Darin schildert die Autorin Iris Gusner ihre Studienzeit am Staatlichen Institut für Kinematografie (WGIK) in Moskau in den 1960er Jahren. Sie skizziert die Lebenswege ehemaliger Kommilitonen, ihre Hoffnungen, Ideale, Zukunftspläne, aber auch ihre Irrtümer.

Neben der Autorin kommen auch ihre Studienfreunde zu Wort und geben dem Leser Einblick in die gemeinsame Zeit an der Hochschule und in die Geschichte und Kultur ihrer Herkunftsländer. Iris Gusner beschreibt neben dem sehr privaten, intimen und teilweise privilegierten Leben am WGIK auch die politischen Umstände in Moskau, den Kalten Krieg und die wechselvollen Jahre danach.

Ralf Schenk, Vorstand der DEFA-Stiftung:

„Mit Iris Gusners ‚Start in Moskau‘ öffnen wir in der Schriftenreihe der DEFA-Stiftung den Blick darauf, welche internationalen Einflüsse den DEFA-Film prägten. Was brachten die ‚Moskauer‘ in die Babelsberger Studios ein? Gab es so etwas wie eine Handschrift, die von Lehrmeistern wie Michail Romm oder Sergej Gerassimow geprägt wurde? Welches Ethos bestimmte die Arbeit der aus Moskau in die Heimat zurückgekehrten Künstlerinnen und Künstler? Konnten sie sich überhaupt verwirklichen?“

Es lesen die Autorin Iris Gusner und die Lektorin Gabriele Funke, moderiert von Dr. Ralf Schenk.

Über Iris Gusner

Die Regisseurin Iris Gusner, geboren 1941 in Trautenau (heute Trutnov, Tschechien), war eine der wenigen Spielfilmregisseurinnen der DEFA. Neben dem Märchenfilm „Das blaue Licht“ (1976) drehte sie ausschließlich Gegenwartsfilme wie „Alle meine Mädchen“ (1980), „Wäre die Erde nicht rund“ (1981) oder „Kaskade rückwärts“ (1984). Ihr Spielfilmdebüt „Die Taube auf dem Dach“ (1973) wurde verboten. Erst 2009 hat die DEFA-Stiftung eine Arbeitsfassung wiedergefunden und rekonstruiert. Zusammen mit Helke Sander veröffentlichte sie 2009 das Buch „Fantasie und Arbeit. Eine biografische Zwiesprache“. Im Frühjahr 2018 erschien das autobiografisch geprägte Werk „Start in Moskau. Regiestudenten der Moskauer Filmhochschule erinnern sich“.

Ort und Zeit

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Salon
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Zeit: 26.09.2018, 17:30 – 19:00 Uhr

*Alle Angaben ohne Gewähr