49. Ausgabe von Visions du Réel, Festival international de cinéma Nyon erfolgreich gestartet

Visions du Réel, Festival international de cinéma Nyon (Plakat 2018)

Zum Start der 49. Ausgabe von Visions du Réel konnte das Festival am Freitagabend im Théâtre de Marens namhafte Gäste begrüssen.

Bundesrätin Simonetta Sommaruga, Cesla Amarelle, Regierungsrätin des Kantons Waadt sowie Fabienne Freymond Cantone, Mitglied des Gemeinderates der Stadt Nyon, begrüßten die Gäste aus dem In- und Ausland. „Visions du Réel ist vor allem ein Rendez-vous mit unserer Gesellschaft, mit unserer Welt. Es ist eine Begegnung mit unserer realen und lebendigen Welt, mit dem Hier und Jetzt. Es ist die Aufforderung zur Entdeckung des Anderen, seiner Kultur, seiner Lebensart, seiner Ideen“, betonte Cesla Amarelle.

Neben den Eröffnungsrednerinnen befanden sich im Publikum neben Vertretern des Eidgenössischen Parlaments etwa Sylvie Podio, Präsidentin des Waadtländer Grossen Rats sowie zahlreiche Abgeordnete, Regierungsrätin Béatrice Metraux, Daniel Rossellat, Bürgermeister von Nyon mit weiteren Vertretern der Gemeinde, Jean-Michel Cina, Präsident der SRG SSR mit Sven Wälti, Mitglied der Generaldirektion SRG SSR, Vertreter des Bundesamtes für Kultur, Sponsoren, Vertreter von Stiftungen sowie zahlreiche Vertreter und Vertreterinnen der Filmbranche.

Vor vollem Saal wurde der Film Of Fathers and Sons von Talal Derki als Schweizer Premiere gezeigt, eine deutsch-syrisch-libanesisch-katarische Koproduktion, welche die Zuschauer auf eine atemberaubende Reise in den Alltag eines wichtigen Mitglieds eines Al-Qaida-Ablegers in Syrien mitnimmt. Der Film, der parallel in einer weiteren ausverkauften Vorstellung in der Grande Salle (Salle Communale) gezeigt wurde, steht am Sonntag, 15. April, um 13.30 Uhr im Théâtre de Grand-Champ in Gland ein weiteres Mal auf dem Programm.

Neue Festivalssektionen

Mit Latitudes wurde zudem eine der neu geschaffenen Festivalsektionen der neuen künstlerischen Direktorin Emilie Bujès eröffnet. Latitudes, welche ausser Wettbewerb neun Kinofilme als Uraufführung, Internationale oder Schweizer Premiere zeigt, bietet ein Panorama des aktuellen Dokumentarfilmschaffens. Ebenfalls neu ist die Wettbewerbssektion Burning Lights, inder Arbeiten von Regisseuren und Regisseurinnen mit neuen und ungewohnten Sichtweisen gezeigt werden. When the War Comes, ein Debütfilm von Jan Gebert, beobachtet, wie eine rechtsextreme paramilitärische Gruppe einem jungen Mann dazu verhilft, an die Macht zu kommen und bietet gleichzeitig eine furchterregende, detaillierte Analyse der Verbreitung fremdenfeindlicher Ideen.

Amal von Mohamed Siam zeigt das postrevolutionäre Ägypten anhand eines Porträts einer temperamentvollen jungen Frau, die während sechs Jahren gefilmt wurde. Die Probleme der Landwirtschaft stehen im Mittelpunkt des Films Lorello and Brunello von Jacopo Quadri, der Zwillingsbrüdern aus der Toskana folgt, die vor dem wirtschaftlichen Ruin stehen, während Dominique Marchais in No Man Is an Island mit seiner Kamera Genossenschaftern, Landwirten und Architekten von Sizilien bis in die österreichischen Alpen und das Schweizer Bündnerland folgt.

Visions du Réel 2018 läuft noch bis zum 21. April.

Weitere Infos unter www.visionsdureel.ch