Internationales Partner-Matching für 36 Spielfilmprojekte beim Berlinale Co-Production Market

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Zum 15. Mal lädt der Berlinale Co-Production Market (17. bis 21. Februar 2018) etwa 550 ProduzentInnen und FinanzierungspartnerInnen ein, neue Partnerschaften zu knüpfen.

In der aktuellen Auswahl gibt es 36 neue Spielfilmprojekte zu entdecken, die internationale KoproduktionspartnerInnen suchen. Daneben werden fünf renommierte Produktionsfirmen im exklusiven „Company Matching“-Programm präsentiert.

Interessierte Koproduzenten, VertreterInnen von Weltvertrieben und TV-Sendern, Verleihern, Förderern und Finanziers aus aller Welt treffen hier in mehr als 1.200 organisierten Einzelmeetings auf die ProduzentInnen der Projekte aus insgesamt 28 Ländern. Dabei wird jedes Meeting anhand des konkreten Bedarfs für das jeweilige Projekt geplant.

Der Erfolg dieser ausgefeilten Partnervermittlung zeigt sich an den über 260 fertiggestellten Filmen aus den früheren Jahrgängen. Für den Wettbewerb der kommenden Berlinale sind bereits zwei Spielfilme bestätigt, die in vorigen Jahren als Projekte im Co-Production Market präsentiert wurden: „Figlia mia“ von Laura Bispuri und „Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot“ von Philip Gröning.

Für den Jahrgang 2018 wurden für die offizielle Projektauswahl aus 326 Einreichungen 21 vielversprechende Spielfilmprojekte mit Budgets zwischen 750.000 und sechs Millionen Euro ausgewählt. Sie werden von international erfahrenen ProduzentInnen vorgestellt und bringen bereits Produktionsförderung aus dem Heimatland oder mindestens 30 Prozent gesicherte Finanzierung mit.

Zwei weitere Filmprojekte nehmen im Rahmen des „Rotterdam-Berlinale Express“ sowohl am CineMart Rotterdam als auch am Berlinale Co-Production Market teil.

In der Sparte „Berlinale Directors“ werden drei vielversprechende Projekte von Berlinale-RegisseurInnen vorgestellt, die schon in einer frühen Finanzierungsphase bei der Partnersuche unterstützt werden können.

Beim „Talent Project Market“, der in Kooperation mit Berlinale Talents organisiert wird, stellen zehn Newcomer-ProduzentInnen ihre Projekte vor, die aus weiteren 142 Einreichungen ausgewählt wurden.

Aisling Walsh (Berlinale 2017)
Aisling Walsh (Berlinale 2017) – ©Gerhard Kassner/Berlinale

Mit insgesamt 17 Regisseurinnen bei den ausgewählten Projekten liegt der Frauenanteil bei annähernd 50 Prozent. Darunter sind bekannte Filmemacherinnen wie Aisling Walsh („Maudie“) und Anna Muylaert („The  Second Mother“, „Don’t Call Me Son“), die bereits Filme im Berlinale-Programm präsentierten, Katrin Gebbe („Tore tanzt“) sowie Franka Potente, deren Produzenten Partner für ihr Langfilmdebüt als Regisseurin suchen. Zu den prominenten Regienamen zählen auch Todd Solondz, Mohsen Makhmalbaf, Koen Mortier, Boris Khlebnikov und Andreas Dalsgaard.

Neben den Meetings mit potentiellen Partnern gibt es für die ProduzentInnen der ausgewählten Projekte mit dem Eurimages Co-Production Development Award (20.000 Euro), dem VFF Talent Highlight Award (10.000 Euro) und dem ARTE International Prize (6.000 Euro) auch renommierte, dotierte Preise zu gewinnen.

Aus Deutschland, Frankreich, Uruguay und dem Libanon kommen vier der Firmen im „Company Matching“-Programm, mit denen die 550 anderen TeilnehmerInnen ebenfalls Einzel-Meetings anfragen können, um sich auf struktureller Ebene oder auf der Basis von Projekt-Slates auszutauschen und längerfristige Kooperationen anzustoßen.

Ein vielfältiges Rahmenprogramm bietet den teilnehmenden ProduzentInnen außerdem Raum für Networking und News zu aktuellen Produktionsthemen.

Hauptpartner des Berlinale Co-Production Market sind die MDM – Mitteldeutsche Medienförderung und das Creative Europe – MEDIA Programm der Europäischen Union.

Der Berlinale Co-Production Market ist Teil des European Film Market.

Kooperationspartner und Hauptveranstaltungsort ist erneut das Abgeordnetenhaus von Berlin, das direkt gegenüber dem European Film Market im Martin-Gropius-Bau liegt.

Offizielle Projektauswahl Berlinale Co-Production Market 2018

(in alphabetischer Reihenfolge der Produktionsfirmen)

  • „The Hole in the Fence“ (R: Joaquín del Paso), Amondo Cine, Mexiko
  • „The Woman With the Gun“ (R: Yorgos Servetas), Argonauts Productions, Griechenland
  • „Home“ (R: Franka Potente), Augenschein Filmproduktion, Deutschland
  • „Nobody Likes Me“ (R: Tomas Weinreb, Petr Kazda), Black Balance & Love. Frame & Arizona Productions, Tschechische Republik / Frankreich
  • „Haunted“ (R: Koen Mortier), Czar Film & TV, Belgien
  • „Motel Acacia“ (R: Bradley Liew), Epicmedia Productions & Potocol, Philippinen / Singapur
  • „Dr. Glas“ (R: Aisling Walsh), Fantastic Films & Makar Productions, Irland / Großbritannien
  • „The Sound of Animals Fighting“ (R: Sibs Shongwe-La Mer), Fireworx Media, Südafrika / Brasilien
  • „Three“ (R: Juanjo Giménez), Frida Films, Spanien
  • „My Camino“ (R: Louise Archambault), Item 7, Kanada
  • „Pelican Blood“ (R: Katrin Gebbe), Junafilm, Deutschland
  • „The Siren“ (R: Sepideh Farsi), Les Films d’Ici & Lunanime, Frankreich / Belgien
  • „An Empty Goal“ (R: Sergio Castro), Manufactura de Películas & Bigbonsai, Chile / Brasilien
  • „The War Has Ended“ (R: Hagar Ben Asher), Match Factory Productions & Madants & Transfax, Deutschland / Polen / Israel
  • „Abdullah and His Sons“ (R: Esen Isik), Maximage, Schweiz
  • „Advantages of Travelling By Train“ (R: Aritz Moreno), Morena Films & Señor & Señora, Spanien
  • „My First Time of Dying“ (R: Cristiane Oliveira), Okna Produções, Brasilien
  • „I, Alex“ (R: İlker Çatak), Riva Filmproduktion, Deutschland
  • „Soul Hunter“ (R: Andreas Dalsgaard), Savage Productions, Irland
  • „The Quarters“ (R: Todd Solondz, Anna Muylaert, Mohsen Makhmalbaf, Arsinée Khanjian), Six Island Productions & Green Productions & Impulse Pictures, Kanada / Israel
  • „When I’m Done Dying“ (R: Nisan Dag), Solis Film, Türkei

„Berlinale Directors“-Projekte

  • „Doi Boy“ (R: Nontawat Numbenchapol), Anti-Archive & Mobile Lab Project, Kambodscha / Thailand
  • „Three Minutes of Silence“ (R: Boris Khlebnikov), CTB Film Company, Russland
  • „The Strangers of the Cold Mountain“ (R: Albertina Carri), El Borde, Argentinien

„Rotterdam-Berlinale Express“

  • „Mon legionnaire“ (R: Rachel Lang), Chevaldeuxtrois & Wrong Men, Frankreich / Belgien
  • „A White, White Day“ (R: Hlynur Pálmason), Join Motion Pictures & Snowglobe, Island / Dänemark

„Talent Project Market“ – Projekte und ausgewählte Produzenten-Talents (in alphabetischer Reihenfolge der Produktionsfirmen)

  • „Nudo Mixteco“ (R: Ángeles Cruz), Amard Bird Films (P: Paula Alamillo), Deutschland
  • „The Empty House“ (R: Rati Tsiteladze), ArtWay Film (P: Rati Tsiteladze), Georgien
  • „Mascot“ (R: Remy van Heugten), Bind (P: Joram Willink), Niederlande
  • „Lynx“ (R: Sharipa Urazbayeva), Filmstar.kz (P: Sharipa Urazbayeva) & Tandem Production, Kasachstan / Deutschland
  • „Tropical Memories“ (R: Shipei Wen), Foolish Old Man Production (P: Jing Wang), Volksrepublik China
  • „Milk“ (R: Maya Kenig), Green Productions (P: Maya Fischer), Israel
  • „The Far Mountains“ (R: Mitra Tabrizian), Sonatine Films (P: Zadoc Nava), Großbritannien
  • „The Isle of the Demoiselle“ (R: Micha Wald), Stenola Productions (P: Anton Iffland Stettner), Belgien
  • „Flee“ (R: Jonas Poher Rasmussen), Sun Creature (P: Charlotte de la Gournerie) & Final Cut for Real, Dänemark
  • „Sáve – The Last of the First“ (R: tba), The End (P: Khalid Maimouni), Norwegen

„Company Matching“-Programm (in alphabetischer Reihenfolge der Firmen)

  • Heimatfilm, Deutschland
  • Indie Prod / Indie Sales, Frankreich
  • Mutante Cine, Uruguay
  • Schortcut, Libanon

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