Kurzfilmpreis des Bayerischen Rundfunks 2020 für „Bab Sebta“ von Randa Maroufi

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Am 18. März 2020 ist bei der Internationalen Kurzfilmwoche Regensburg der vom Bayerischen Rundfunk mit 5.000 Euro dotierte Hauptpreis im Internationalen Wettbewerb vergeben worden.

Die internationale Jury (Maria Stoianova, Jose Luis Urriago Novoa, Hannes Vartiainen) zeichnete den Film „Bab Sebta“ der 33-jährigen Marokkanerin Randa Maroufi aus.

Der Preis wurde im Rahmen einer Online-Preisverleihung auf Facebook vergeben.

Die Internationale Kurzfilmwoche Regensburg, die am 11. März begonnen hatte und bis zum 18. März gedauert hätte, musste am 14. März vorzeitig ihr Programm beenden.

Das Festival hatte sich dann für eine Online-Preisverleihung entschieden und diese am 18. März ab 19 Uhr auf Facebook übertragen. Der Ablauf verlief wie bei einer regulären Preisverleihung: Trailer wurden gezeigt, dann wurden nach und nach die Gewinner samt Jurybegründungen und Videobotschaften bekannt gegeben. Der Bayerische Rundfunk ist langjähriger Sponsor, das Bayern 2-Szenemagazin „Zündfunk“ Medienpartner der Internationalen Kurzfilmwoche Regensburg.

Jury-Begründung zu „Bab Sebta“:

„Ein Film, der den Betrachter Stück für Stück einfängt. Die Kamera bewegt sich langsam durch die Menge, aber die Bewegung ist immer da, es wird nie langweilig, wenn man die Aktionen beobachtet. Die Spannung wird aufgebaut, während die Kamerabewegung immer gleichbleibt. Die Farben werden mit Bedacht eingesetzt, um Menschen in Situationen, die für manche alltäglich sind, von der Leinwand hervortreten zu lassen. Das Aufzeigen eines Gesamtzusammenhangs bringt den Film am Ende auf eine neue und interessante Weise zum Höhepunkt.

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen ausgestattet und sollten einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen. Dieser Film ist ein starkes Statement in einer Zeit, in der Grenzen und Mauern wieder in Mode sind. (…)“

„Bab Sebta“

Eine Serie von Rekonstruktionen von Situationen, die in Ceuta, einer spanischen Enklave auf marokkanischem Boden, beobachtet wurden. Wer durch das Tor von Ceuta geht, betritt europäischen Boden.

Quelle: Bayerischer Rundfunk