Filmwerkstatt Kiel unterstützt Doku „Projekt 2020“ von Regisseur Sönke Lassen mit 10000 Euro

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©Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein

Im Jahr 1920 schlugen die Wellen in Schleswig-Holstein hoch.

Mit der Volksabstimmung war die Teilung Schleswigs besiegelt und die heutige Grenze nach Dänemark entstand. Das 100-jährige Jubiläum nimmt Regisseur Sönke Lassen zum Anlass, um in seinem „Projekt 2020“ (Forward Filmproduktion, 10.000 Euro) einen persönlichen Blick auf dieses historische Ereignis zu werfen. In mehreren Clips kommen Menschen aus der deutsch-dänischen Grenzregion zu Wort. Sie sprechen über ihre Erinnerungen an vergangene Zeiten – und über ihre aktuellen Erfahrungen mit den neuen Grenzen im Grenzland.

Die aufstrebende Filmemacherin Hille Norden steckt als Produzentin hinter dem dokumentarischen Roadmovie „My Gun, My Soul“ (12.000 Euro) über den ehemaligen Kindersoldaten Soun Rottana. Der Film nimmt die Zuschauer mit auf Souns Reise durch sein verwundetes Kambodscha – ein Land, in dem Täter und Opfer Nachbarn sind und niemand darüber reden will. Regie und Kamera übernimmt Grant Hennessy.

Im Zeichentrickfilm „Wattenwunder“ von Michael Zamjatnins (10.000 Euro) finden die zwei Kinder Paul und Rieke einen sprechenden Wattwurm, der sie zu einem Schatz im Wattenmeer führt. Die Dokumentation „Projekt Island“ von Carlos Viering und Tom Köhn (10.000 Euro) wirft einen Blick hinter die Kulissen des Massentourismus auf Island – die Magie vom Land der Vulkane und Elfen ist längst kein Geheimnis mehr. In „Ein vergessener Film“ (10.000 Euro) sucht die Filmemacherin und Russlanddeutsche Katja Lell nach den verdrängten und vergessenen Erinnerungen ihrer Familie.

Urte Alfs erhält für ihren Dokumentarfilm „Die Blaue Blume“ eine Finanzspritze von 8.000 Euro. Im Film geht es um eine Theatergruppe, die sich und ihre Welt verändert. Zudem gehen 5.000 Euro an das Projekt „Die jüngsten Opfer der Mauer“ von Sylvia Nagel und Hartmut Schulz und weitere 4.000 Euro an den Experimentalfilm „Vertige Noir“ von Kai Zimmer.

Einen Zuschuss zur Recherche in Höhe von je 5.000 Euro gibt es für die Dokumentarfilme „Das norddeutsche Wesen“ von Lars Jessen (Bird & Bird Film) und „Deutschlandachter“ von Ulrich Koglin (TV-Film Nord). Jeweils 2.000 Euro erhalten Zoran Simić für „Regina“ und Jens Kramer für „Der Mann der das Didgeridoo nach Kiel brachte“.

Insgesamt erhalten zwei Projekte Verleihförderung: Hille Nordens zweites Projekt in dieser Gremiumsrunde wird mit 7.500 Euro bedacht. Ihren Film „Khello Brüder“ bringt der Schleswig-Holsteinische Verleih Barnsteiner Film auf die Kinoleinwände. Für den Vertrieb ihres Films „To B or to B flat“ über den belgischen Komponisten Boudewijn Buckinx werden Viola Rusche und Hauke Harder mit 2.700 Euro unterstützt.

Die komplette Förderliste ist als PDF (öffnet im neuen Fenster) hier zu finden: Filmwerkstatt Kiel – Förderungen 25.10.2018