Film- und Medienstiftung NRW unterstützt 15 Projekte mit rund 2,2 Mio. Euro

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In der letzten Sitzung des Jahres 2018 förderte die Film- und Medienstiftung NRW 15 Projekte mit 2,185 Mio. Euro.

Davon gehen 1,75 Mio. Euro an drei Spielfilme, 160.000 Euro an zwei Dokumentarfilme und 80.000 Euro an vier Drehbücher. 195.000 Euro gibt es für den Verleih von sechs Filmen.

Die Förderungen im Überblick

Spielfilme

Jakob M. Erwa verfilmt den autobiografischen Roman von Valeska Réon, die in den 80er Jahren als junge Friseurin von einem Modefotografen entdeckt und über Nacht zum gefragten Model wird. Doch niemand ahnt ihr großes Geheimnis: sie ist in Wirklichkeit ein Mann. Für „Valeska“ stehen Udo Kier, Katja Riemann und Justus von Dohnányi in tragenden Nebenrollen auch in NRW vor der Kamera. (Vistamar, 750.000 Euro)

Im Sommer 1936 trifft Irmgard Keun in Ostende im Exil auf eine Gruppe Intellektueller, unter denen sich auch Joseph Roth und Stefan Zweig befinden. Die zwischen Keun und Roth entstehende Liebe ist eine große Seelenverwandtschaft, die auch Motor ihres künstlerischen Schaffens wird. In diesen Sommer feiern die Schriftsteller, die ihre Heimat verloren haben, noch ein letztes Mal, bevor die Welt am Abgrund steht. Uli Edel filmt „Ostende – 1936“ in Anlehnung an die Literaturvorlage von Volker Weidermann. Lars Eidinger und Stefan Kurt übernehmen Hauptrollen (Rexin Film, 700.000 Euro)

Nach dem Klassiker von Eric Knight adaptierte Jane Ainscough den Kinderfilm „Lassie Come Home“. Regisseur Hanno Olderdissen inszeniert die Geschichte um Flo und seinen besten Freund, die Collie Hündin Lassie. Als die beiden getrennt werden, starten beide eine ereignisreiche Reise durch Deutschland, um sich wiederzufinden. Anna Maria Mühe und Sebastian Bezzel spielen die Eltern. Matthias Habich, Milan Peschel und Uwe Ochsenknecht werden ebenfalls vor der Kamera stehen. Es wird auch in NRW gedreht. (Henning Ferber Filmproduktions, 300.000 Euro)

Dokumentarfilme

Die Doku-Fiction „The Way We Were“ wurde bereits mit dem Wim Wenders Stipendium ausgezeichnet und weiterentwickelt. Nun beginnt Regisseur Marten Persiel mit den Dreharbeiten. Aus dem Jahr 2051 blicken die Menschen auf ihre Vergangenheit und erinnern sich an die Goldene Ära der 2010er und 2020er Jahre, als man die Natur noch am eigenen Leib erleben konnte. Noah Saaverda, Wim Wenders und Markus Imhoof stehen unter anderem vor der Kamera. (Flare Film, 80.000 Euro)

Autor und Regisseur Rubén Abruña unternimmt eine weite Reise, um herauszufinden, was mit unseren Hinterlassenschaften geschieht. „Shit Happens“ fragt, ob sie bloß Abfall sind oder vielleicht sogar noch dabei helfen können, die Welt zu retten. (Thurn Film, 000 Euro)

Drehbuch

ifs-Absolventin Julia Charakter schreibt die Geschichte der Naturforscherin und Künstlerin „Maria Sibylla Merian – Die Frau, die Insekten liebte“. (20.000 Euro)

In eine brutale, kriminelle Unterwelt begeben sich Denis Moschitto und Daniel Rakete Siegel mit „Let’s fuck shit up“. (20.000 Euro)

Drei Schulfreunde, die ihre beste Zeit auf verschiedenen Musikfestivals verbrachten, versuchen, die Zeit zurückzudrehen und starten mit dem Hurricane Festival. Wolfgang Groos und Alexander Dydyna verfassen gemeinsam das Drehbuch „All Areas“. (20.000 Euro)

In „Hysteria“ schildert KHM-Absolvent Mehmet Akif Büyükatalay in einem Kammerspiel, wie ein verloren gegangener Wohnungsschlüssel plötzlich die Ordnung einer kompletten Wohngemeinschaft durcheinanderbringt. (20.000 Euro)

Verleih

Nach der Eröffnung des Kinofest Lünen ist „Kalte Füße“ von Wolfgang Groos ab 10. Januar bundesweit in den Kinos zu sehen. (Sony, 50.000 Euro)

„In my Room“ von Ulrich Köhler feierte seine Premiere beim Festival in Cannes. Seit 8. November ist der Film in den deutschen Kinos. (Pandora, 40.000 Euro)

Sebastian Schippers „Roads“, ein Roadtrip durch Europa vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise, ist ab 21. Februar im Kino. (Studiocanal, 35.000 Euro)

Am 21. März startet Jan Bonnys Drama „Wintermärchen“ um eine rechte Terrorzelle, die Zerstörung und Gewaltverbrechen mit ihren angeblichen Werten wie Stolz, Ehre und Loyalität rechtfertigt. (W-film, 30.000 Euro)

Ebenfalls in Cannes war Lars von Trier mit „The House That Jack Built“. Seit dem 29. November ist die Geschichte eines wahnsinnigen Serienkillers in den Kinos. (Concorde, 25.000 Euro)

„Electric Girl“ von Ziska Riemann startet am 7. März in den deutschen Kinos und zeigt, wie Realität und Wahnsinn sich langsam vermischen können. (farbfilm, 15.000 Euro)

Die komplette Förderliste als PDF (öffnet im neuen Fenster) ist hier zu finden: Film- und Medienstiftung NRW – Förderliste 12.2018