Medienboard Berlin-Brandenburg fördert 10 neue serielle Formate

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Das Medienboard Berlin-Brandenburg hat in seiner zweiten Förderrunde 2018 für innovative serielle Formate insgesamt 438.000 Euro an 10 Projekte aus den Bereichen Entertainment, Factual und Fiction vergeben.

Mit der Entwicklungs- und Produktionsförderung dieser Projekte wird ein Regionaleffekt von 1,7 Millionen Euro generiert. Der Fokus der Produktionsförderung liegt auf Projekten mit internationaler Auswertbarkeit und für innovative, community-getriebene Plattformen. Erstmalig wurde mit „Die Eule“ ein Format für Instagram unterstützt.

Produktionsförderung

100.000 Euro gehen an die Dokumentation „Das innere Gefängnis“, die auf einer wahren Begebenheit beruht. Die Serie wird nach dem Tagebuch eines Lebens auf Tonband – einer Sammlung von Originalmaterial – erzählt. Looks Filmproduktionen hat bereits zahlreiche international erfolgreiche TV- und Kinoformate produziert, darunter die mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Serie „Damals in der DDR“.

Mit weiteren 100.000 Euro wird die Coming-of-Age-Geschichte „Carlo“ gefördert, die durch den ausschließlich eingesetzten Point of View des Protagonisten eine innovative Erzählperspektive bietet. Bears Calling produziert in Koproduktion mit Ziegler Film eine 10-teilige Webserie des Autors und Reisebloggers Paul Baule, der das fiktive Leben und den Kosmos eines typischen, urbanen jungen Berliners erzählt.

30.000 Euro werden an das Doku-Format „Die Eule“ vergeben. In der neuen interaktiven Instagram-Serie von Weltrecorder zieht „Die Eule“ durch die nächtlichen Straßen, Clubs und U-Bahnhöfe Berlins und sammelt anonyme Graffiti-Sprüche oder Hauswandweisheiten. So wird die Eule Teil des gesellschaftlichen Diskurses und selbst zur Influencerin. Erstmalig fördert das Medienboard eine Serie für Instagram.

70.000 Euro gehen an die Miniserie „Day Zero“. Die Doku erforscht, wie Mensch und Natur eine nachhaltige Balance finden können. Boekamp & Kriegsheim-Produzent Nils Bökamp zeigt anhand positiver Beispiele, wie jeder Einzelne Einfluss auf unsere Umwelt nehmen kann und wie wichtig das kollektive Umdenken ist, um menschgemachten Naturkatastrophen wie dem Klimawandel entgegenzuwirken.

Entwicklungsförderung

25.000 Euro gehen an „Rebels for the Olympic Games“. Skateboarden wird Olympische Disziplin: in Tokio 2020 startet Europa zum ersten Mal als ein Team. Die Doku-Serie von Boomtownmedia begleitet die besten Skateboarder Europas von ihren Vorbereitungen bis hin zum Wettkampf. Europäischer Gedanke trifft Jugendkultur!

Mit 20.000 Euro wird das Factual-TV-Format „Dinner mit dem Feind“ gefördert. Je zwei Paare mit grundverschiedenem Background treffen bei einem Blind Date zum Abendessen aufeinander, um Brisantes zu diskutieren – neu dabei ist der Mix aus Kochshow und Doku-Soap. „Dinner mit dem Feind“ ist das erste Projekt der Berliner Dependance von Sichtfeld Media („Traumfrau gesucht“, RTL2), die in Köln bereits viele etablierte TV-Formate produzieren.

28.000 Euro Förderung werden an die Musik-Doku „Berlin Blues“ vergeben, die den legendären Kreuzberger Blues- und Jazzclub Yorckschlösschen und dessen Musik-Ikonen porträtiert. Interviews und Archivmaterial, Rück- und Ausblicke stellen die Biografien der Musiker von den 1960ern bis heute sowie deren Bedeutung für die Berliner Musik- und Clubkultur in den Fokus. Entwickelt wird das Format von der auf Musikdokus spezialisierten Neue Stereo Filmproduktion.

Mit 20.000 Euro fördert das Medienboard „Deadlines“, die neue Comedy-Serie von Turbokultur. „Deadlines“ ist eine derb-humorvolle, modern-feministische Casting-Show, die ein Berliner „Millenial“, dargestellt von Bloggerin und Influencerin Ines Anioli, auf ihrer Suche nach dem passenden Partner begleitet.

20.000 Euro Förderung werden für die Fantasy-Animation „Void“ ausgereicht. In der Anime-inspirierten Serie gerät die Protagonistin Lyn, Molekularbiologie-Studentin, in einen kosmischen Kampf zwischen Licht und Dunkelheit. Die epische Geschichte und Ästhetik sollen insbesondere ein jugendliches Publikum ansprechen. Die Produktionsfirma Woodblock setzt bei ihrer Entwicklung weiter auf das Animationsgenre.

25.000 Euro gehen an „Fuxkin‘ Paris“: Die Comedyserie zeigt einen Standup-Künstler, der seine Midlife Crisis in Form einer menschgewordenen Depression durchlebt. Verantwortlich für Produktion und Drehbuchentwicklung ist Ipek Zübert (Netflix´„Dogs of Berlin“), Regie führt Christian Zübert („Lammbock“). Sukaya Films hat bereits viele erfolgreiche TV- und Kinoproduktionen realisiert.

Medienboard-Geschäftsführer Helge Jürgens:

„Bei dieser Förderrunde wurde wieder deutlich, dass immer mehr klassische Film- und TV-Produktionsfirmen – ob Looks Filmproduktionen, Bears Calling/Ziegler Film, Sukaya Films oder Sichtfeld Media – die Möglichkeit für sich entdecken, kurze, serielle Formate für neue Plattformen zu produzieren. Die Veränderungen der Distributionswege veranlassen Produzenten immer mehr dazu, ihre Inhalte auf neuen Plattformen wie Instagram zu platzieren und über Influencer zu vermarkten, um die junge Zielgruppe zu erreichen.“

Die komplette Liste der Förderungen ist hier zu finden (PDF öffnet im neuen Fenster): Medienboard Berlin-Brandenburg – Förderungen serielle Formate Juli 2018