Mitteldeutsche Medienförderung unterstützt Doku „This Kind of Hope“ mit 95.000 Euro

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Der Vergabeausschuss der Mitteldeutschen Medienförderung GmbH (MDM) hat in seiner ersten Sitzung 2018 am 24. Januar Fördermittel in Höhe von 4.074.500 Euro für insgesamt 34 Projekte vergeben.

Mit 500.000 Euro fördert die MDM die internationale Koproduktion „The Girl in the Spider’s Web“ (Vierzigste Babelsberg Film). Regisseur Fede Alvarez bringt damit die Fortsetzung der „Millenium“-Bestsellerreihe auf die Leinwand. Der Thriller folgt der Hackerin Lisbeth Salander (Claire Foy) und dem Journalisten Mikael Blomkvist in ein Netz aus Spionage, Cyber-Gangstern und korrupten Regierungen.

Der preisgekrönte Regisseur Lars Kraume („Der Staat gegen Fritz Bauer“) widmet sich in der ZDF-Serie „Eine Frau am Bauhaus“ den frühen Jahren des Bauhauses in Weimar. Die ehrgeizige Ella nimmt 1919 ihr Studium am Bauhaus auf. Dort trifft sie auf Gleichgesinnte, die nach den Kriegserlebnissen von der Vision einer neuen Welt getragen werden und überzeugt sind, dass die Zukunft ihnen gehört (Zero One Film, 500.000 Euro).

In dem Gefängnisdrama „Weihnachten sind wir tot“ unter der Regie von Stephan Wagner („Mord in Eberswalde“) schildert Drehbuchautor Cosmo Berger seine eigene Geschichte: Verraten vom eigenen Vater, einem hohen Stasioffizier, wird Claus Berg 1984 wegen Landesverrats zu acht Jahren Haft in Bautzen verurteilt. Dort lernt er Rolf Brücker kennen, der wegen versuchter Republikflucht einsitzt. Die beiden werden zu engen Freunden und im Herbst 1989 zu den Köpfen des Gefangenenaufstandes (carte blanche Film- und Fernsehproduktion, 500.000 Euro).

Nach ihrem unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichneten Drama „24 Wochen“ erzählt die aus Thüringen stammende Regisseurin Anne Zohra Berrached in „Die Frau des Piloten“ die auf wahren Begebenheiten beruhende Liebesgeschichte von Asli und ihrem Mann Ziad, der zu einem der Attentäter des 11. September 2001 wurde. Die Produktion von Razor Film wird mit 400.000 Euro gefördert.

Das Erfolgsgespann Florian David Fitz und Matthias Schweighöfer kommt für die Komödie „100 Dinge“, bei der Fitz Regie führen wird, nach „Der geilste Tag“ erneut zusammen: Paul und Toni sind Sandkastenkumpel, erfolgreiche Jungunternehmer und vor allem sehr unterschiedlich. Ihre Zukunft ist vielversprechend, bis sie durch eine absurde Wette ihre Freundschaft aufs Spiel setzen und dabei feststellen, dass es im Leben um sehr viel mehr als Geld und Besitz geht (Pantaleon Films, 300.000 Euro).

In die DDR am Ende der 1980er Jahre begibt sich Sabine Michel mit „Jugendweihe“: Am Tag seiner Jugendweihefeier erlebt der 14-jährige Erwin zusammen mit seinen besten Freunden in einer Nacht den Schwebezustand zwischen Jugend und Erwachsensein und muss sich am Ende entscheiden, ob er dem Ruf seines Vaters in den Westen folgen will (papermoon films, 200.000 Euro).

Charles Ives war der erfolgreichste Versicherer der USA und berühmteste „Freizeitkomponist“ der Musikgeschichte: Während er die Versicherungsbranche revolutionierte, wurden seine fortschrittlichen Werke von der Welt lange ignoriert. Heute gilt Ives als wichtigster Komponist der USA. Anne-Kathrin Peitz porträtiert in „The Unanswered Ives − American Pioneer of Music“ den ungewöhnlichen Musiker (accentus music, 140.000 Euro).

Mit „This Kind of Hope“ unterstützt die MDM weiterhin den neuen Dokumentarfilm von Pawel Siczek („Die Hälfte der Stadt“) über den weißrussischen Diplomaten und Oppositionspolitiker Andrei Sannikov, der heute aus dem Exil für die Demokratie in seiner Heimat kämpft (Departures Film, 95.000 Euro).

Der Dokumentarfilmer Paul Smaczny erkundet in „Unbändige Neugier aufs Leben“ die Künstlerpersönlichkeit Herbert Blomstedt, dessen über 60-jährige Dirigentenkarriere sowohl das 20. als auch das 21. Jahrhundert umspannt und der weltweit sein Publikum fasziniert (accentus music, 70.000 Euro).

Auf eine filmisch-poetische Reise entlang der deutsch-polnischen Grenze begibt sich der renommierte Dokumentarfilmer Andreas Voigt („Alles andere zeigt die Zeit“) in „Grenzland“. Im Mittelpunkt stehen die Begegnungen mit Menschen auf beiden Seiten der Oder und Neiße (A Jour Film, 55.000 Euro).

Als Animadok-Projekt entsteht „Mein Vater Claudia“ von Uli Decker und Rita Bakasz. Im Mittelpunkt steht die kleine Uli, die im permanenten Konflikt mit der eigenen Identität als Außenseiterin aufwächst. Als sie am Sterbebett des Vaters von dessen heimlichem Doppelleben in Frauenkleidern erfährt, beginnt eine Reise in das que(e)re Familiengeheimnis (Koberstein Film, 70.000 Euro).

Darüber hinaus unterstützt die MDM den Science-Fiction-Kurzfilm „Falter“, in dem Harriet Meining und Peter Meining die romantischen Anfänge eines posthumanen Zeitalters beschreiben (hpm filmproduktion, 33.000 Euro).

Projektentwicklungsförderung geht an „Clash of Futures − 41“ (Regie: Jan Peter, LOOKS Film, 100.000 Euro), „Car Sharing“ (Regie: Sylvie Michel, Pallas Film, 50.000 Euro), „Farahnaz“ (Regie: Ginan Seidl, Yalda Afsah, Rosenpictures Filmproduktion, 25.000 Euro), an die App „Ausmalfilm“ (Umsetzung: Uli Seis, U. Seis Mediengestaltung, 50.000 Euro) und im Rahmen einer Paketförderung an Neue Celluloid Fabrik (150.000 Euro).

In der Phase der Stoffentwicklung fördert die MDM mit je 25.000 Euro „Erika und Hilde“ (Lena Liberta, Jonas Zimmermann, Kinderfilm GmbH), „Kristall“ (Klaus-Gregor Eichhorn), „Rulaman − Abenteuer aus einer vergessenen Zeit“ (Michael Demuth, MotionWorks), und mit 10.000 Euro die Weiterentwicklung des Drehbuchs „Zwei zu Eins“ (Natja Brunckhorst, Rohfilm Factory).

Im Verleih werden „Der Hauptmann“ (Regie: Robert Schwentke, 100.000 Euro), „Die kleine Hexe“ (Regie: Michael Schaerer, 100.000 Euro), „What Will People Say“ (Regie: Iram Haq, 50.000 Euro), „Zwei Herren im Anzug“ (Regie: Josef Bierbichler, 40.000 Euro) sowie „Jupiter’s Moon“ (Regie: Kornel Mundruczo, 20.000 Euro) unterstützt.

Abspielförderung erhalten die Projekte „Farewell Halong“ (Regie: Duc Ngo Ngoc, 10.000,00 Euro) und „Muhi – Generally Temporary“ (Regie: Rita Castelnuovo, Tamir Eltermann, 10.000,00 Euro).

Weiterhin gewährt die MDM Fördermittel für TP2 Talentpool (150.000 Euro), Akademie für Kindermedien (130.000 Euro), EFA Young Audience Award (65.500 Euro), Kids Regio (36.000 Euro), Neiße Filmfestival (30.000 Euro) und kurzsuechtig (10.000 Euro).