Screen Australia fördert vier neue Dokumentarfilme

Alick and Albert (Filmszene) - Prinz Albert von Monaco und Alick Tipoti.
Prinz Albert von Monaco und Alick Tipoti. – ©Monaco Expeditions, Ariel Fuchs

Screen Australia wird sich an den Produktionsfinanzierungen für vier Dokumentarfilmprojekte beteiligen. Der Anteil zu den Budgets beläuft sich auf insgesamt 745.000 US-Dollar.

Zu den Projekten gehören „Alick and Albert“ über die unglaubliche Freundschaft zwischen dem Kunstaktivisten Alick Tipoti und Prinz Albert von Monaco; „Looky Looky Here Comes Cooky“, ein provokanter Film aus der Sicht der Ureinwohner: „Kindred“, ein Dokumentarfilm über Themen wie Freundschaft, Adoption und Zugehörigkeit; und „Maralinga Tjarutja“ über die Geschichte der Maralinga Tjarutja und die Auswirkungen der britischen Atomtests in den 50er und 60er Jahren auf ihr Land und ihre Gemeinde.

Penny Smallacombe, Head of Indigenous bei Screen Australia: „Der Dokumentarfilm bietet die Gelegenheit, die Vergangenheit erneut zu untersuchen und historische Ereignisse aus unserer Perspektive zu betrachten. Wir sind stolz darauf, vier herausragende Projekte einer so talentierten Gruppe von Filmemachern zu unterstützen. Alick and Albert und Kindred sind Dokumentarfilme mit aktuellen Themen im Mittelpunkt, die zum nationalen Gespräch über Klimawandel, Zugehörigkeit und Identität beitragen werden. Die beiden Fernsehprojekte bieten eine wichtige Perspektive der First Nations sowohl auf die koloniale Erfahrung von Cook als auch auf die Notlage der Maralinga Tjarutja, die Atomtests in ihrer Heimat erleiden mußten.“

Die Projekte im Überblick:

Alick and Albert“: Ein Dokumentarfilm von Freshwater Pictures, der die Schnittstelle zwischen Kunst, Wissenschaft und Natur untersucht. Bei einer Kunstausstellung der Torres Strait Art in Monaco im Jahr 2016 lädt der Künstleraktivist Alick Tipoti Prinz Albert von Monaco nach Badu Island ein. Zu seiner Überraschung nimmt Albert die Einladung an, aber es dauert einige Jahre, bis er Badu mit einer Delegation des Monaco Oceanographic Museum besuchen kann. Albert wohnt im örtlichen Motel, geht mit Alick Rifftauchen, trifft sich mit Künstlern und spricht mit älteren Einheimischen. Die beiden Freunde reflektieren die Ähnlichkeiten ihrer winzigen Heimatorte, Welten voneinander entfernt, aber durch den Ozean miteinander verbunden. Sie vereinbaren, das Bewusstsein für den globalen Tsunami der Plastikverschmutzung und den Anstieg des Meeresspiegels in der Torres-Straße zu schärfen. Der Dokumentarfilm wird von Douglas Watkin (Ella) inszeniert und von Trish Lake (The Eulogy) und Meredith Garlick (Finke: There & Back) produziert. Das Projekt wird mit Investitionen von Screen Queensland und Unterstützung von Orange Entertainment, Freshwater Pictures, Antidote Films und Stan finanziert.

Kindred“: Ein Dokumentarfilm von Kalori Productions und der JOTZ-Produktion für NITV, in dem untersucht wird, wie wichtig es ist, seinen Platz in der Welt zu entdecken. Als sich die Filmemacher Gillian Moody und Adrian Russell Wills vor 21 Jahren trafen, um gemeinsam einen Kurzfilm zu drehen, wussten sie nicht, dass sie später enge Freunde werden würden, die sich aufeinander verlassen müssen, um durch die Achterbahn des Lebens zu navigieren. Sowohl Gill als auch Adrian sind Aborigines und wurden von weißen Familien adoptiert. Der Dokumentarfilm beschreibt ihre Erfahrungen beim Aufwachsen, getrennt von ihrer Kultur und wiederum getrennt von einem großen Teil ihrer Identität. „Kindred“ versucht, Familie, Blutlinien, Identität und Freundschaft zu beleuchten und erforscht, was es bedeutet, in zwei Welten zu leben, schwarz und weiß. Adrian Russell Wills (Black Divaz) schreibt und inszeniert, Gillian Moody (Family Rules) produziert und inszeniert und Tom Zubrycki (Fair Game) ist ebenfalls als Produzent an Bord.

Looky Looky Here Comes Cooky (Filmszene)
Filmszene aus Looky Looky Here Comes Cooky. – Foto: Screen Australia

Looky Looky Here Comes Cooky“: Eine einstündige Dokumentation für NITV von Tamarind Tree Pictures und Roar Film, die die Herausforderung der First Nations zur Cook-Legende darstellt. In „Looky Looky Here Comes Cooky“ arbeitet eine herausragende Gruppe indigener Songwriter und Interpreten zusammen und kreiert eine neue Songline für das 21. Jahrhundert, die von Spiritualität, Verbindung zum Land, Widerstand und Überleben spricht. Steven McGregor (Servant or Slave) wird zusammen mit Danielle MacLean (Carry the Flag) schreiben und Regie führen und Steven Oliver (Black Comedy) ebenfalls schreiben und präsentieren. Anna Grieve (The Cult of the Family), Stephen Thomas (Death of Liberty) und Kath Symmons (Death of Liberty) produzieren. Craig Dow Sainter (Death of Liberty) ist als ausführender Produzent an Bord. Das Projekt wird mit Unterstützung des Australian National Maritime Museum im Rahmen des Programms Encounters 2020, Screen Tasmania und Screen Territory finanziert.

Maralinga Tjarutja“: Ein einstündiger Dokumentarfilm von Blackfella Films für ABC, der sich auf die Maralinga Tjarutja konzentriert, die seit über 60.000 Jahren in ihrem Gebiet leben. Der Dokumentarfilm wird von Larissa Behrendt (After the Apology) geschrieben und inszeniert und bietet eine Ergänzung zur ABC-Dramaserie „Operation Buffalo“. Das Gebiet der Maralinga Tjarutja in Südaustralien wurde zwischen 1953 und 1963 für das britische Nukleartestprogramm genutzt. Die Maralinga Tjarutja kämpften 2009 für die Beseitigung von Kontaminationen, für die Entschädigung und für die Rückgabe des Maralinga Village und Testgebieten. Das Projekt wird mit Unterstützung der South Australian Film Corporation finanziert.

Quelle: Screen Australia, FilmBizNews