Interview – Regisseur und Drehbuchautor Pascal Laugier zum Film „Ghostland“

Ghostland (Filmplakat)Mit GHOSTLAND kommt der langersehnte neue Horrorthriller von Pascal Laugier in die deutschen Kinos. Der französische Regisseur schuf 2008 mit MARTYRS einen modernen Horrorklassiker, der unter Horrorfans als einer der wichtigsten Filme des Genres gilt.

In GHOSTLAND müssen sich zwei ungleiche Schwestern, gespielt von Crystal Reed und Anastasia Phillips, den traumatischen Ereignissen ihrer Vergangenheit stellen. In der Rolle der Mutter ist die französische Sängerin Mylène Farmer zu sehen. GHOSTLAND räumte 2018 auf Frankreichs unter Genre-Fans sehr beliebten Festival international du film fantastique de Gérardmer gleich drei Preise ab: den Grand Prix der Jury, den Publikumspreis und den Preis der SyFy-Jury.

Im Interview spricht Pascal Laugier über die Hintergründe zum Film und seine Intensionen.

Wie ist dieses Projekt entstanden?

Zunächst wollte ich einen Film über subjektive Traumbilder machen, ein zentrales Thema für jeden Regisseur, da die Stilmittel des Kinos es ermöglichen, Dinge wie Halluzinationen, Phantasievorstellungen und Träume direkt zu zeigen.

Fantasyfilme machen das sehr oft, und es hat mir keine Ruhe gelassen, es auch probieren zu wollen. Meine erste Intuition war es, die Traumwelt von jemandem so zu filmen, als wäre sie genau so wahr und leibhaftig wie die Realität – die so viel gerühmte Realität, die wir nie wirklich definieren können…

Es hat eine Weile gedauert, bis ich meinen Stil gefunden habe. Die Dinge waren statisch, bis ich verstanden habe, dass das Innenleben eines Charakters buchstäblich der narrative Motor der Handlung sein könnte. Nachdem ich diesen Umschwung in der Sichtweise etwa in der Mitte der Handlung gefunden hatte, ging mir der Rest des Drehbuchs federleicht von der Hand.
Getragen von der essentiellen Idee, alles Subjektive in der Geschichte als das Normale zu verstehen, während die Realität als solche völlig verrückt und alptraumhaft ist. Das, was im Film wirklich passiert, sind das Eigenartige, die Übertreibung und die tödlichen Verstrickungen.

Was ist die Grundidee des Drehbuchs?

Ich wusste, dass sich der Film auf zwei Schwestern konzentrieren würde. Die eine, Beth, ist introvertierter und fantasievoller (damit steige ich auch in den Film ein), und die andere, Vera, ist bodenständiger, hat ihre Hände ständig an ihrem Smartphone und versteht nicht, wie man seine Zeit nur mit Lesen und Schreiben verbringen kann. Im Kern der Geschichte geht es aber um Beths Berufung und darum, ein Porträt einer jungen Künstlerin zu zeichnen, die aus schrecklichen Erfahrungen die Essenz ihres zukünftigen Schaffens schöpfen wird. Man könnte es fast als Definition des Genres lesen: „Lasst uns versuchen unsere tiefsten Ängste zu Gold zu machen.“ Diese paradoxe Verschiebung als künstlerischer Akt hat mich schon immer an Horrorfilmen fasziniert.

Warum wird am Anfang des Films Lovecraft zitiert?

Obwohl ich ein Lovecraft-Fan bin, ist der Film nicht so sehr eine Hommage an ihn, als vielmehr eine Hommage an die Bewunderung, die Beth, die Hauptfigur, ihm entgegenbringt. Beths Charakter basiert vor allem auf dieser Bewunderung für ihren Lieblingsautor. Ich fand es sehr bewegend, dass ein heutiger Teenager so sehr seinen Vorbildern nacheifert, mit ihnen eine Verbindung eingeht. Beth lebt mit diesen „Geistern“, sie sprechen zu ihr, sie möchte zu ihnen aufsteigen. Ich mag mich irren, aber ich habe das Gefühl, dass diese Art von Bewunderung, diese Art von Selbstkonstruktion in unserer Gesellschaft mehr und mehr verschwindet und eher ins Lächerliche gezogen wird.

Was sind Ihre Inspirationsquellen?

Ghostland (Filmszene)
©Capelight Pictures

Ich bin ein großer Filmfan und einer jener Filmemacher, die ihr kulturelles Gepäck nicht verleugnen können! (lacht) Mein erster Film, SAINT ANGE, bestand nur aus filmischen Referenzen, das bestreite ich nicht. Ich habe das Kino gefilmt, das ich liebe, statt mein eigenes zu erschaffen. Das war definitiv ein notwendiger Schritt…, aber seitdem versuche ich, Projekte aus meinem eigenen Blickwinkel und meinen persönlichen Erfahrungen heraus anzugehen. Heute sind es eher die Kommentare anderer zu meinen Filmen, die mich an Referenzen denken lassen. Wenn es irgendjemanden gibt, von dem ich mich zu GHOSTLAND habe inspirieren lassen, dann vielleicht Tobe Hooper… ja, vielleicht ist er mein „Lovecraft“. Der Ikonoklasmus und die makabre Verrücktheit seiner Filme, vor allem in dem sehr unterschätzten THE TEXAS CHAINSAW MASSACRE 2, haben mir zweifellos Vertrauen in das gegeben, was ich tat. Es gab mir Sicherheit, mich immer wieder daran zu erinnern, dass die größte „Zierde“ eines Horrorfilms darin besteht, gegen die Norm zu verstoßen und daran, dass dieses eigenartige Genre nicht erklärbar sein muss.

Solche Gedanken helfen sehr, wenn man an dem zweifelt, was man tut. GHOSTLAND könnte man auch als Ausdruck der Rückkehr des Verdrängten und vielleicht meiner „dunkelsten Seite“ deuten (lacht). Wie auch immer… Wenn man Angst davor hat, mit Horrorfilmen zu missfallen, sollte man etwas anderes machen.

Zwillinge sind oft Thema in Horrorfilmen. Hier geht es um die Beziehung zweier Schwestern. Ist das ein wichtiges Thema für Sie?

Tatsächlich habe ich einen älteren Bruder, der sich sehr von mir unterscheidet. Er ist einer von jenen Leuten, die Bewunderung als eher negatives Gefühl empfinden, zumindest als etwas, vor dem man sich in Acht nehmen sollte. Ich persönlich bin so besessen von einigen Künstlern – tote oder lebende – dass ich schon einige schmerzhafte Diskussionen mit ihm hatte. Er ist der Meinung, dass es einen, wenn man so bedingungslos bewundert wie ich, davon abhält, das zu tun, was man wirklich tun will. Als ob man eine Zwangsjacke trägt, die einen daran hindert, sich selbst zu verwirklichen. Unsere brüderliche Gegensätzlichkeit war sicherlich das Rückgrat des Films.

Das Haus ist von Anfang an ein eigenständiger Charakter. Wie haben Sie es entdeckt?

Es wurde sehr lange danach gesucht, bis wir schließlich das typische amerikanische Farmhaus aus den 1880er Jahren gefunden hatten. Ich wollte diesen „Americana“-Look finden – jenes unveränderliche Amerika, das so oft von Stephen King beschrieben wird und mit dem der Film nun auch beginnt. Ich wollte den Zuschauer in eine Umgebung versetzen, die er gut kennt, um ihn später umso mehr zu überraschen. Das ewige Gleichgewicht zwischen einer sich entwickelnden Geschichte und ihrer Entgleisung. Wir benutzten das Haus wie eine Hülle, veränderten das Innere, indem wir beispielsweise Wände herausrissen oder einige neu verkleideten. Wir haben auch einen dritten Stock eingezogen, der in Wirklichkeit gar nicht existierte. Was Sie übrigens bemerken, wenn Sie sich das Haus ganz genau ansehen: Der dritte Stock existiert im letzten Drittel des Films nur auf einer mentalen Ebene…

Das Haus erinnert an ein Labyrinth, aus dem die Figuren nicht herauskönnen. Wie kamen Sie auf diese albtraumhafte Kulisse?

Ghostland (Filmszene)
©Capelight Pictures

Ich wollte, dass das Haus so aussieht, als wäre es für die Bösewichte besser geeignet als für die nette Familie, die dort einzieht. Als wäre es die Inkarnation des perfekten Ortes der morbiden Raserei des „Ogers“ und der „Hexe“… ein idealer Spielplatz, der schon immer auf sie gewartet hat. Die Mutter und ihre Töchter sind diejenigen, die nicht dort hingehören. Sie klopfen an Türen und Trennwände, machen einen höllischen Lärm, als sie einziehen, während die beiden Monster ins Haus schlüpfen, als ob es ein Paar Pantoffeln wäre. Ich wollte in einem echten Haus drehen, weil ein Studio dem Ganzen eine viel weniger organische Dimension gegeben hätte – ich wäre versucht gewesen, Weitwinkelaufnahmen zu machen, weil ich die Wände hätte bewegen können.
Und hätte die Idee verloren, dass das Haus wie ein Magen ist, der alle Triebe in sich aufweicht. Diese Entscheidung brachte einige Schwierigkeiten mit sich, da wir dreißig Leute am Set waren und es wenig Bewegungsspielraum gab. Das Haus lehnte uns ab, es tolerierte nur unsere beiden Bösewichte!

Ich drehte im klassischen Breitbildformat um die Subjektivität des Blicks, dessen Zerstückelung und die Tatsache, dass Beth nur das sieht, was sie sehen will, zu verstärken… Zusätzlich steigert das Großformat das Gefühl der Klaustrophobie… Ich wollte, dass die Kamera mit den Wänden kollidiert, wie es die Wände auch mit den Charakteren machen, und dass das reale Haus die Blickwinkel so begrenzt, wie Beths Gehirn es mit ihrer Wahrnehmung macht.

Wie haben Sie die Dekoration der verschiedenen Räume entworfen?

Zuerst hatte ich die Vorstellung eines sehr cleanen, eher kargen Dekors, inspiriert von Illustrationen von Normal Rockwell oder Andrew Wyeth. Aber Gordon Wilding, unser brillanter Produktionsdesigner, der auch ein ziemlich verrückter Bildhauer und Maler ist (lacht), überzeugte mich eher in eine barocke, „europäische“ Richtung zu gehen. Er bot mir an, dutzende von persönlichen Gegenständen aus seinem eigenen Haus zu verwenden und das Haus so zu einem Ort zu machen, der mit Fortschreiten der Geschichte immer mehr seine geistige Verfassung preisgibt, ein zutiefst abnormaler Ort zu sein. Er schuf auch gezielt Dinge für den Film, wie die mit Tierköpfen verzierten nackten Kinderkörper, ein dekadentes und bildgewaltiges Panoptikum, das tiefes Unbehagen hervorruft. Sobald ich begriff, dass die traumhaftesten und albtraumhaftesten Szenen des Films in Wirklichkeit die Realität darstellen mussten, sagte ich mir, dass wir voll und ganz in diese Richtung gehen mussten: Was gewöhnlich aussieht, ist in Wirklichkeit das Verrückteste und das was am verrücktesten scheint ist das Wahrhaftige.

Die beiden Schurken haben eine groteske Seite, die Unbehagen auslöst.

Ich wollte diese groteske, diese freakshowartige Bildsprache, die uns zurück zu den Jahrmarktsursprüngen des Kinos führt. Ich wollte einen Film wie ein düsteres Märchen machen, als würde ich einen Stich von Gustave Doré, der eine Geschichte von Perrault illustriert, filmen.

Mich fasziniert es, das Gefühl für unsere Realität zu verändern. Wenn Sie nur wüssten, wie erstickend das Dogma des französischen Realismus für mich ist… Also wollte ich mit GHOSTLAND etwas Neues beginnen, indem ich eine komplett übertriebene, laute und expressionistische Welt erschuf. Ein Film, der seine äußere Form entschieden annimmt, der aber zugleich in seiner Ausdrucksform mit dem inneren Wahn und den Ritualen seiner Charaktere verschmilzt, egal ob es sich um Beth oder den Oger handelt.

„Secret Ceremony“ wäre ein sehr guter Titel für meinen Film, wenn es nicht schon der des großartigen Losey-Films wäre! Ein Journalist beschrieb kürzlich GHOSTLAND als „Bruno Bettelheim Hardcore Story“… diese Zuschreibung hat mich sehr glücklich gemacht!

Sie erschaffen eine kindliche Welt mit Puppen und Eiswagen – allerdings als Horrorvision…

Ghostland (Filmszene)
©Capelight Pictures

Dies ist einer der vielen Archetypen des Horrorgenres: Die Kindheit wird als ein Bereich der Angst, der Pein und des Schreckens gesehen… ganz zu schweigen von bösartigen Puppen oder pädophilen Clowns… Wir haben es schon oft gesehen. Aber ich liebe es, von Archetypen auszugehen. Die einzige Bedingung ist, dass ich sie dann auf meine eigene Art und Weise auslegen kann, indem ich mit den Erwartungen an Figuren spiele, sodass ich überraschen, zerstören und wenn es gelingt, sogar das Klischee wiederbeleben kann! Das alles war Teil des großen Vergnügens, GHOSTLAND zu drehen. Ich weiß nicht, ob es mir gelungen ist, aber es war definitiv eine angenehme Erfahrung, mehrere Monate in einer so übertriebenen, verdrehten Welt zu leben! Und wissen Sie was? Wäre ich Westernregisseur, würde ich wohl kaum einen Cowboy ohne sein Pferd und seine Sporen filmen.

Das Entsetzen entsteht hauptsächlich durch die Toneffekte und die Präsenz, von Dingen, die wir empfinden, aber nicht sehen. Wie haben Sie diese Effekte heraus gearbeitet, die im Wesentlichen auf der Macht der Suggestion beruhen?

Der Ton im Film ist in zwei Kategorien eingeteilt: die „repressive“ Tonebene, drückt sich in organischen, tiefen Klängen aus, die aus dem Haus kommen und sich mit den Schreien und Klagen des Ogers vermischen. Steven Ghouti, der Soundmixer des Films, verwendete mehr als 30 verschiedene Klangschichten, um die Stimme des Ogers zu erzeugen – es war eine lange, sehr akribische Arbeit. Dieser ersten erschreckenden Kategorie steht die melancholische Dimension des Films gegenüber, die sich im Abschied von der Kindheit, in der Traurigkeit des unvermeidlichen Übergangs von einem Alter in das andere zeigt…. sie übersetzt sich in eine vermeintlich lyrische Musik, was unerwartete Kontraste schafft. Der Komponist des Films, Georges Buoko, schrieb vier oder fünf neoklassische Pianomelodien, die ich fantastisch fand und sofort übernahm. Seine Melodien dienten mir als Tragwerk bei der Fertigstellung und halfen mir, meine emotionale Verbindung zum Film zu nähren. Sie erinnerten mich immer wieder daran, dass ich zwar einen gewalttätigen und unbequemen Horrorfilm drehte, gleichzeitig aber auch einen Film über ein wunderbares junges Mädchen, das Schriftstellerin werden wird.

Die Kamera ist oft in Bewegung, durch Treppen, Gänge, Fenster, Schlüssellöcher…

Der Film ist eine visuelle Verkörperung der Gedanken und Bewegungen seiner Hauptfigur, die Kamera hätte nicht statisch sein können. Sie ist immer in Bewegung genau wie Beth, die sich bemüht, „mental“ auf Reisen zu gehen, um der Realität zu entfliehen, besonders, um nicht von ihr festgehalten zu werden.

Wo haben Sie noch gedreht?

Wir drehten in den völlig menschenleeren Feldern von Manitoba, einer eher unbekannten Provinz mitten in Kanada, in der bisher wenig Filmaufnahmen gemacht wurden. Wir schlossen das Shooting bei -60° C ab!

Wie sind Sie auf die Idee gekommen Mylène Farmer anzusprechen?

Ghostland (Filmszene)
©Capelight Pictures

Ich bin erstaunt, dass Sie das überraschend finden, denn es gibt viele Berührungspunkte zwischen ihrer und meiner Arbeit. Uns verbindet eine verwandte Vorstellungskraft, die gleichen Themen, die gleichen Bilder. Ich habe Mylène schon immer geliebt. Als Zwanzigjähriger besuchte ich ihre erste Show in Bercy. Die Bühne war mit Grabsteinen geschmückt, und es gab ein riesiges Gitter, das den traditionellen Bühnenvorhang ersetzte, ein Mönch in selbstgewebten Kleidern war der Opening-Act! Das Gitter wurde weggeschoben, und die Show begann mit einer Explosion elektronischer Klänge. Es war opernhaft, dekadent, schillernd, total aufrichtig und zum Teil ein maximales Wagnis. Mylène erschien schließlich mit dem Lied „L‘horloge“, ein Stück unerbittlicher Morbidität aus Baudelaires „Fleurs du Mal“. Ich war fasziniert, erstaunt! Und bin es immer noch, wenn ich daran denke, was sie in der schrecklich normativen Landschaft der französischen Popkultur durchsetzen konnte. Ein außerordentlicher Kraftakt. Ich bewundere ihre Art, nur das zu tun, was ihr gefällt, seit mehr als dreißig Jahren! Ganz zu schweigen von ihrer ausgedehnten Stille, wenn sie mal keine neue Musik zu bieten hat, ihrer großartigen Abwesenheit, ihrem Verschwinden aus den Medien auf Terrence-Malick-artige Weise (lacht). All das begeistert mich total. Der Dreh mit ihr war wunderbar und intensiv. Die Kamera ist von manchen Wesen total fasziniert, das kommt nicht sehr häufig vor, aber Mylène ist eines von ihnen. Sie ist eine einzigartige und sehr bewegende Schauspielerin. Ich glaube, sie wird alle überraschen!

Die mütterliche Verbindung zwischen ihr und den beiden jungen Schauspielerinnen ist erstaunlich.

Was mich am Set stark gemacht hat, waren die beteiligten Schauspielerinnen – wir haben alle am gleichen Strang gezogen. Emilia Jones und Taylor Hickson entwickelten sehr innige Beziehungen zu Mylène. Sie war sehr fürsorglich zu ihnen und hat ständig auf ihre ‚Töchter’ aufgepasst, selbst wenn sie nicht am Set waren. Man konnte diese Art von Bindung auf dem Monitor wirklich spüren, und das war absolut entscheidend. Aber es brachte auch eine Sanftheit ans Set, die einem Horrordreh nicht immer zuträglich ist. Die sehr düstere Dimension dessen was wir gedreht haben, verbunden mit den extrem kalten Außentemperaturen, war nicht einfach, das muss man aushalten. Ich stieß auf Momente großer Verzweiflung, aber dann sah ich meine ‚Schwestern’, meine ‚Ghostlanders’, wie ich sie nannte, in einer Ecke des Sets zusammen lachen und ich musste erst wieder in die nötige Stimmung zurückfinden.

Interview via Capelight Pictures

Zur Filmseite: Ghostland

Kurzinfo Pascal Laugier

Der 1971 geborene französische Regisseur und Drehbuchautor Pascal Laugier begann seine Karriere als Regieassistent von Christophe Gans bei dessen Projekt PAKT DER WÖLFE (LE PACTE DES LOUPS, 2001) und drehte auch das Making-of zu dieser weltweit erfolgreichen französischen Historienproduktion mit Monica Bellucci und Vincent Cassel. 2014 realisierte er mit SAINT ANGE – HAUS DER STIMMEN (SAINT ANGE, 2004) sein Langfilmdebüt als Regisseur, für das er auch das Drehbuch verfasste. Die Hauptrollen in dem Horrordrama um ein veruchtes Waisenhaus in den französischen Alpen spielten Virginie Ledoyen und Lou Doillon.

Mit MARTYRS folgte dann 2008 der Film, der Laugier bei Fans und Kritikern berühmt und berüchtigt gemacht hat und als Meilenstein des modernen Horrorfilms gilt. Laugier gilt neben Namen wie Alexandre Aja (HIGH TENSION, 2003) Gaspar Noé (ENTER THE VOID, 2009), Julien Maury und Alexandre Bustillo (INSIDE, À L’INTÉRIEUR, 2007) als wichtiger Auteur der New French Extremity. MARTYRS erregte international große Aufmerksamkeit und öffnete Laugier die Türen nach Hollywood. 2012 drehte er THE TALL MAN – ANGST HAT VIELE GESICHTER (THE TALL MAN) mit Jessica Biel in der Hauptrolle. Mit GHOSTLAND meldet er sich nun mit einer internationalen Genreproduktion zurück. Laugier drehte auch Musikvideos, u.a. zum Song City of Love von Mylène Farmer, die in GHOSTLAND in der Rolle der Mutter Pauline zu sehen ist.

Text via Capelight Pictures