Die Anfängerin (Filmszene)
Die Anfängerin – ©Flare Film/Kolja Raschke

Kurzinfo zum Film

Coming-of-Age-Geschichte der Ärztin Annebärbel, die mit fast 60 Jahren wieder zu den Schlittschuhen greift, um ihren Kindheitstraum vom Eiskunstlaufen wahr zu machen. DIE ANFÄNGERIN ist eine Produktion der Flare Film in Koproduktion mit Cine+ Filmproduktion GmbH, ZDF (Das kleine Fernsehspiel) und arte.

Wie sind Sie auf das Projekt DIE ANFÄNGERIN aufmerksam geworden?

Die Regisseurin Alexandra Sell hatte über Kolleginnen von unserer Produktionsfirma gehört, mich angerufen und wir haben uns kenngelernt und ausgetauscht. Der Stoff und Alexandra Sell haben mich sofort überzeugt. Also ein ganz klassischer Beginn eines Projektes.

Was hat Sie an dem Drehbuch begeistert?

Die Emotionalität. Es war auf den ersten Lese-Eindruck hin klar, dass ein Film entstehen würde, der von einem zutiefst menschlichen Problem handelt und dann einen Aufbruch erzählt. Mich hat die Hauptfigur gepackt, interessiert und berührt. Dazu kam, dass Eislaufen noch in keinem deutschen Kinofilm als Thema behandelt wurde. Und Alexandra Sells Ansatz, aufbauend auch auf ihrer Erfahrung als Fotografin und Dokumentarfilmerin, diesen Film realistisch, an Originalmotiven und zum Teil mit echten Figuren zudrehen, hat mich voll überzeugt.

Wie lief das Casting ab?

Das Casting wurde von Stephanie Maile mit bereut. Zuerst haben wir die Hauptrolle besetzt. Am Anfang des Projektes war Katrin Sass für die Rolle besetzt, die jetzt Ulrike Krumbiegel spielt. Die Zusammenarbeit mit Frau Sass ist nicht zustande gekommen, daher waren wir sehr glücklich, mit Ulrike Krumbiegel einen so tollen Ersatz gefunden zu haben. Ihr Blick auf die Figur passte perfekt zum Stoff. Das weitere Casting lief dann sehr schön ab, da das Drehbuch alle von uns angefragten und gewünschten Schauspieler sofort überzeugt hat.

Die Rolle der jungen Eisläuferin Jolina haben wir in einem sehr aufwändigen Scouting und Castingprozess besetzt, das sich über viele Monate hingezogen hat. Mittels einer aufwändigen Recherche in deutschen Eishallen haben wir nach einem Mädchen gesucht, das auch wirklich Eislaufen kann aber eben auch ein großes schauspielerisches Talent hat. Maria Rogozina war dann aus meiner Sicht ein Glücksgriff, ich bin immer noch sprachlos, dass wir dieses Mädchen gefunden haben.

War es schwer oder einfach Eiskunstlegende Christine Stüber-Errath von dem Projekt zu überzeugen?

Die Anfängerin (Filmszene)
Die Anfängerin – ©Flare Film/Kolja Raschke

Diese Überzeugungsarbeit hatte bereits Alexandra Sell geleistet, als das Projekt zu uns kam. Christine Stüber-Errath hat für diesen Film Unglaubliches geleistet. Sie ist bis heute eine der größten Unterstützerinnen des Filmes. Sie und ihr Mann Paul haben alle Phasen der Filmherstellung eng begleitet und unterstützt. Da waren ihre eigentlichen Drehtage nur ein Bruchteil der Zeit, die sie in das Projekt gesteckt hat. Und das wird sich jetzt im Rahmen der Premiere und einer Kinotour, auf der sie uns begleitet, fortsetzen. Wir sind sehr dankbar, dass Christine uns ihre Kontakte, ihre Energie, ihren Willen und ihre gute Laune geschenkt hat!

Gab es besondere Herausforderungen im Vorfeld/beim Dreh/Finanzierung?

„Die Anfängerin“ ist durchaus ein aufwändiger Debütfilm: Viele Motive, Drehtage, Komparsen und die Eishallen sind zudem ganz besondere Motive mit hohen Anforderungen. Da kann man nicht die eine große Herausforderung herausstellen. Aber für mich persönlich war es sicherlich besonders, dass wir es geschafft haben, für mehr als eine Woche in einer Eishallte zu drehen, in der eigentlich zu dieser Zeit mehrere Bundeskader trainiert hätten, Schultrainings stattfinden sollten und die Halle teilweise für Hobbyläufer geöffnet gewesen wäre. Dass es gelungen ist, diese Halle frei zu „räumen“ war nicht leicht und ich bin sehr dankbar, dass wir innerhalb der Berliner Eislauf-Szene und beim Sportforum Hohenschönhausen so tolle Unterstützer hatten, die sie möglich gemacht haben!

Was ist das Besondere an dem Film?

Er ist etwas für Jung und Alt, behandelt ein bewegendes Thema, hat ein spannendes Setting und rührt zu Tränen – lässt einen aber auch hell auflachen. Die Zuschauer werden ihren Spaß haben, einen ganz besonderen Schlag Mensch, die Eisläufer, fiktional näher kennenzulernen. Und der Film fesselt mit einer Hauptfigur und -darstellerin, die überzeugt, berührt und Freude bereitet!

Wenn Sie DIE ANFÄNGERIN mit 3 Adjektiven beschreiben würden, welche wären es?

lustig, berührend, besonders.

Interview via farbfilm verleih

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