Body of Truth (Filmszene) - Marina Abramović und Shirin Neshat bei ihrem Treffen in New York.
Marina Abramović und Shirin Neshat bei ihrem Treffen in New York. – ©Börres Weiffenbach

Titel: Body of Truth
Originaltitel: Body of Truth
Land: Deutschland, Schweiz
Genre: Dokumentarfilm
Kinostart Deutschland: 10.09.2020
Regie: Evelyn Schels
Farbe: Farbe
Format: DCP
Ton:
Laufzeit: 96 Minuten
Budget:
Mit: Marina Abramović, Sigalit Landau, Shirin Neshat, Katharina Sieverding
FSK: ab 12 Jahren
sonstiges:
Cast
Protagonisten
Marina Abramović (Serbische Performancekünstlerin)
Sigalit Landau (Israelische Video- und Installationskünstlerin)
Shirin Neshat (Iranische Foto- und Filmkünstlerin)
Katharina Sieverding (Deutsche Fotokünstlerin)
Inhalt
Body of Truth (Filmplakat)Der Film BODY OF TRUTH von Evelyn Schels stellt vier außergewöhnliche Künstlerinnen vor, die auf höchst radikale, aber auch sehr unterschiedliche Weise mit ihrem Körper arbeiten und ihn zum Werkzeug ihrer Kunst machen: Marina Abramović, Sigalit Landau, Shirin Neshat und Katharina Sieverding.

Marina Abramović, eine der größten Performance-Künstlerinnen unserer Zeit, Tochter jugoslawischer Partisanen im Zweiten Weltkrieg, setzt sich immer wieder mit Gewalt, Schmerz und Trauer auseinander, mittelbar erlebt in den Jugoslawienkriegen. In ihren Performances werden die Grenzen und die Verletzlichkeit des Körpers auf drastische Weise sichtbar gemacht. Shirin Neshat, Exil-Iranerin und international renommierte Foto- und Video-Künstlerin, befasst sich mit den Widersprüchen der islamischen Gesellschaft und betrachtet den weiblichen Körper als Schlachtfeld politischer Ideologien. Die deutsche Foto-Künstlerin Katharina Sieverding beschäftigt sich mit faschistischen Strukturen von der Nazizeit bis heute, ein besonderer Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit ist das Selbstporträt als eine der verschiedenen Ausdrucksformen von Fotografie. Sigalit Landau, die Jüngste der vier Künstlerinnen, ist eine israelische Video-Künstlerin und Bildhauerin. Sie greift den Kriegsalltag im Nahost-Konflikt auf und verletzt in einer ihrer Performances ihren Körper mit Stacheldraht.

Sie alle stellen den Körper auf sehr unterschiedliche Art und Weise ins Zentrum ihrer Kunst. Die Künstlerinnen verarbeiten provokativ und rücksichtslos ihre biographischen Verwundungen und reflektieren dabei über Revolution, Krieg und politische Ohnmacht.

Body of Truth (Filmszene) - Katharina Sieverding mit ihrer Leica-Kamera - bei Aufnahmen am Berliner Reichstag.
Katharina Sieverding mit ihrer Leica-Kamera – bei Aufnahmen am Berliner Reichstag. – ©Börres Weiffenbach

BODY OF TRUTH nimmt uns mit auf eine Reise durch die Biographien der vier Künstlerinnen. Evelyn Schels gelingt es dabei immer wieder, sehr nahe an die aktuellen Schaffensprozesse der vier Künstlerinnen heranzukommen. Der Film gibt so Einblick in Marina Abramovićs Arbeit an neuen Werken, die ihre Performances in Alabaster verewigen und 2020 in der Royal Academy in London erstmals gezeigt werden. Schels reist mit Sigalit Landau ans Tote Meer und ist bei der Entwicklung einer Video-Installation dabei. Skulpturen aus Stacheldraht verwandeln sich durch das Salzwasser zu kristallin-glitzernden Objekten. Die Ausstellung “Salt Years“ mit einer Auswahl ihrer Videoarbeiten sowie mehreren Skulpturen aus dem Toten Meer war 2019 im Museum der Moderne, Salzburg, zu sehen.

Sie begleitet Shirin Neshat bei der aufwändigen Vorbereitung eines Portraits der Friedensnobelpreisträgerin Malala und zeigt ihre hohe Kunst der Kalligraphie in Farsi, ihrer Muttersprache. Und schliesslich ist die Dokumentarfilmerin auch dabei, wenn Katharina Sieverding ein Großprojekt für den öffentlichen Raum in Düsseldorf, wo sie lebt und arbeitet, vorbereitet: „Von fremden Ländern in eigenen Städten“. Auf 200 Metern Länge umspannen ihre Fotoarbeiten den Bahnhof von Düsseldorf. Für Sieverding ist es entscheidend, dass Kunst in der Öffentlichkeit stattfindet, um aus dem aktiven Geschehen heraus Gedanken anzustoßen.

BODY OF TRUTH gibt Einblick in die Biographien der vier Künstlerinnen, geprägt von den Jugoslawienkriegen, dem Nahost-Konflikt, der iranischen Revolution und dem Faschismus.

Diese nach wie vor brisanten Themen werden von den Künstlerinnen mittels weiblicher, körperlicher Kunst einzigartig aufgearbeitet.

Stab/Crew
Produzent/in: Arek Gielnik
Produzent/in: Sonia Otto
Koproduzent/in: Dietmar Ratsch
Koproduzent/in: Sonja Kilbertus
Koproduzent/in: Urs Schnell
Redaktion: Simone Reuter
Redaktion: Urs Augstburger
Redaktion: Sven Wälti
Redaktion: Sandra Roth
Redaktion: Anita Hugi
Redaktion: Edit Pinkas
Regie: Evelyn Schels
Drehbuch: Evelyn Schels
Kamera/DoP: Börres Weiffenbach
Schnitt: Ulrike Tortora
Musik: Christoph Rinnert
Ton: Helge Haack
beteiligte Firmen
Produktion: INDI Film
Koproduktion: DokLab
Koproduktion: Südwestrundfunk (SWR)
Koproduktion: Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)
Koproduktion: Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG)
In Zusammenarbeit mit: Arte
In Zusammenarbeit mit: Channel Hot8
Verleih Deutschland: NFP marketing & distribution
Vertrieb: Filmwelt Verleihagentur
gefördert/unterstützt durch: MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg
gefördert/unterstützt durch: FilmFernsehFonds Bayern
gefördert/unterstützt durch: Medienboard Berlin-Brandenburg
gefördert/unterstützt durch: Beauftragte/r der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)
gefördert/unterstützt durch: Deutscher FilmFörderfonds
gefördert/unterstützt durch: Filmförderungsanstalt
gefördert/unterstützt durch: Berner Filmförderung
gefördert/unterstützt durch: Succès Passage Antenne

Quelle: NFP marketing & distribution, FilmBizNews