Die Augen des Weges (Filmszene)
©Arsenal Filmverleih
Titel: Die Augen des Weges
Originaltitel: Los Ojos del Camino
Land: Peru
Genre: Dokumentarfilm
Deutschlandstart: 10.05.2018
Regie: Rodrigo Otero Heraud
Farbe: Farbe
Format:
Ton:
Laufzeit: 88 Minuten
Budget:
Mit: Hipólito Peralta Ccama
FSK:
sonstiges: Originalfassung (Quechua) mit deutschen Untertiteln
Cast
Protagonist
Hipólito Peralta Ccama
Inhalt
Die Augen des Weges (Filmplakat)DIE AUGEN DES WEGES ist ein visuelles Gedicht mit überwältigenden Aufnahmen der Andenbergwelt. Es ist ein Quechua-Gebet, das die Gefühle der Andenkultur gegenüber der Mutter Erde zum Ausdruck bringt und die Suche nach einem tieferen Verständnis der Natur als Lebewesen, als ewige Begleiterin der Menschen. Die Hauptfigur ist ein Mann aus den Anden, der in verschiedenen Regionen der Kordilleren aufaucht und wieder verschwindet, wie ein Geist, der einen letzten Blick auf die heiligen Berge werfen möchte, und sich mit dem Wasser, den Felsen, den Männern unterhält, um eine bessere Vorstellung davon zu haben, unter welcher Krankheit die Menschheit der Gegenwart leidet.

Mittels einer traumhaften und poetischen Filmsprache erleben wir verschiedene rituelle Momente des andinen Lebens. Es beginnt mit den ersten Regenfällen und es bildet sich ein Gegenüber zwischen den verschiedenen Phasen des Wasserlaufs mit dem Leben in den Dörfern. So webt unsere Hauptperson einen Weg, manchmal nachdenkend, manchmal zeigt er uns die Dörfer, und manchmal spricht er mit den Bergen und dem Wasser. Nach und nach bildet sich der Sinn aus den Gedanken heraus, eine Suche nach Antworten, die ihren Höhepunkt bei dem Treffen mit dem Apu (heiliger Berg) Tambraico, diesem überragenden und felsigen Gipfel in Huancavelica, der im Dialog mit Hipólito die Krankheit der Menschheit preisgibt.

Stab/Crew
Produzent/in: Maja Tillmann Salas
Regie: Rodrigo Otero Heraud
Drehbuch: Rodrigo Otero Heraud
Kamera/DoP: Rodrigo Otero Heraud
Musik: Martin Egusquiza
Musik: Giovanna Nuñez
beteiligte Firmen
Produktion: Cuyay Wasi
Verleih Deutschland: Arsenal Filmverleih
Über Hipólito Peralta Ccama (Protagonist)
Die Augen des Weges (Filmszene)
©Arsenal Filmverleih

Hipólito Peralta Ccama ist ein spiritueller Meister der andinen Tradition, der als Grundschullehrer in Andahuaylillas in Cusco arbeitet. Er ist ein Weiser, ein Mensch mit einer Dichterseele, der die Welt mit dem Herzen eines Kindes der Erde sieht, er ist Erbe einer tausendjährigen Tradition die ausstirbt. In seinen Zeremonien gibt er all seine Seele. Er weiß, dass der Erhalt der Mutter Erde ein ungleicher Kampf ist, da die Spiritualität verfällt, und er vielleicht in seiner Traurigkeit oder in seiner Hoffnung für das Leben scheitert. Trotzdem gibt er sich seiner Mission und seiner Vision hin, und vergibt keine Gelegenheit, die Herzen der Leute anzusprechen in der Suche nach der Verbindung mit den Gefühlen, damit wir merken, dass wir Menschen nur auf der Durchreise sind und auf dieser Erde keine Reichtümer ansammeln können. Er sät Liebe zur Erde und zu einem gemeinschaftlichen Leben.

Hipólito ist die Achse dieses Dokumentarfilms. Er unternimmt eine Pilgerreise zu verschiedenen Gegenden und Dörfern der peruanischen Sierra, auf der Suche nach den wichtigsten Apus, den heiligen Bergen, jedes Ortes, die ihm die unsichtbare Geschichte der spirituellen Kräfte der Erde vermitteln und eröffnen können.

Mit dieser Reise kann er fühlen und mit eigenen Augen sehen, wie seine fernen Geschwister leben, wie sich der Geist und die Moral seines Volkes befinden, und sich auf Quechua zu unterhalten. Er ist ein Reisender, der Verbindungen und Offenbarungen der Apus, der Landschaften, der Flüsse und der Menschen sucht, die er auf seinem Weg antrifft. Auf diese Weise untersucht er, wie es um die andinen Kulturen bestellt ist und er erahnt ihre Zukunft; er stellt fest, was wir machen müssen, um das Leben zu erhalten.