I, Tonya (Filmszene)
©DCM
Titel: I, Tonya
Originaltitel: I, Tonya
Land: USA
Genre: Filmbiografie, Drama, Sport
Kinostart Deutschland: 22.03.2018
Regie: Craig Gillespie
Farbe: Farbe
Format: 1:2.39, D-Cinema (Negativ 35mm)
Ton: Dolby Atmos
Laufzeit: 119 Minuten
Budget: 11.000.000 US-Dollar
Mit: Margot Robbie, Sebastian Stan, Allison Janney, Paul Walter Hauser
FSK: ab 12 Jahren
sonstiges:
Cast
Darsteller/in Rolle
Margot Robbie Tonya Harding
Sebastian Stan Jeff Gillooly
Allison Janney LaVona Harding
Paul Walter Hauser Sean (Shawn Eckardt)
Julianne Nicholson Diane Rawlinson
Bobby Cannavale Martin Maddox
Caitlin Carver Nancy Kerrigan
Jason Davis Al
Cory Chapman Chris
Lynne Ashe Shawn’s Mutter
Steve Wedan Shawn’s Vater
Anthony Reynolds Derrick Smith
Jan Harrelson FBI Agent
Luray Cooper FBI Agent
Daniel Thomas May Sheriff
Inhalt
I, Tonya (Filmplakat)Sie war die berühmteste Person der Welt – nach Bill Clinton. Als erste Amerikanerin vollzog Tonya Harding innerhalb eines Wettbewerbs gleich zwei Dreifach-Axel – der anspruchsvollste Sprung im Eiskunstlauf.

Ihr Name wird jedoch für alle Zeiten mit dem schlecht geplanten und stümperhaft durchgeführten Attentat auf ihre Konkurrentin Nancy Kerrigan in Verbindung bleiben, das ihre Erzrivalin trainingsunfähig machen und Tonya den Sieg in den amerikanischen Meisterschaften sichern sollte – doch es kam anders…

Mit viel schwarzem Humor erzählt I, TONYA die unglaubliche, aber wahre Geschichte der Eiskunstläuferin Tonya Harding, um die sich einer der größten und verrücktesten Skandale der Sportgeschichte spannt.

Stab/Crew
Produzent/in: Tom Ackerley
Produzent/in: Margot Robbie
Produzent/in: Steven Rogers
Produzent/in: Bryan Unkeless
Koproduzent/in: Scott Allen Morgan
Koproduzent/in: Michael Sledd
Koproduzent/in: Kim H. Winther
Ausführende/r Produzent/in: Craig Gillespie
Ausführende/r Produzent/in: Len Blavatnik
Ausführende/r Produzent/in: Zanne Devine
Ausführende/r Produzent/in: Aviv Giladi
Ausführende/r Produzent/in: Toby Hill
Ausführende/r Produzent/in: Vince Holden
Ausführende/r Produzent/in: Rosanne Korenberg
Regie: Craig Gillespie
1. Regieassistent/in: Kim H. Winther
2. Regieassistent/in: Tim Fitzgerald
Drehbuch: Steven Rogers
Kamera/DoP: Nicolas Karakatsanis
Schnitt: Tatiana S. Riegel
Musik: Peter Nashel
Produktionsdesign: Jade Healy
künstlerische Leitung: Andi Crumbley
Setdekoration: Adam Willis
Produktionsmanagement: Alex Capaldi (Supervisor)
Postproduktion: Kelley Cribben (Supervisor)
Casting: Lindsay Graham
Casting: Mary Vernieu
Casting: Tara Feldstein (Atlanta)
Casting: Chase Paris (Atlanta)
Ton: Tony Martinez (Supervisor Dialogschnitt, Schnitt ADR)
Ton: Dave Paterson (Supervisor Schnitt)
Musikabteilung: Susan Jacobs (Supervisor)
Musikabteilung: Jen Moss (Supervisor)
Musikabteilung: Lawrence Manchester (Mischung)
Musikabteilung: Shari Johanson (Schnitt)
Musikabteilung: Matea Prljevic (Schnitt)
Kostümdesign: Jennifer Johnson
Kostüme: Claudia Sarbu (Supervisor)
Kostüme: Kari King (Set)
Kostüme: Marcella Elisa Caudill
Kostüme: Bridget Chapman
Kostüme: Abby Coyne
Kostüme: Erica Holloway
Kostüme: Brandi Quinn
Kostüme: Jennifer Schreck
Maske: Deborah Lamia Denaver (Leitung Make-up)
Maske: Adruitha Lee (Leitung Haare)
Maske: André Freitas (Make-up)
Maske: Bill Myer (Make-up)
Maske: Heather Morris (Haare)
Maske: Mary Everett (Haare)
Requisite: Jason Davis
Requisite: Annie Josephine Rhodes
Spezialeffekte (Supervisor): John S. Baker
Spezialeffekte (Supervisor): Jeffery D. Woodrel
Visuelle Effekte (Producer): Juliet Tierney
Visuelle Effekte (Supervisor): Jean-Marc Demmer
Visuelle Effekte (CG Supervisor): Florian Croquet (Eisko)
Visuelle Effekte (Koordination): Ryan Dahlman
Visuelle Effekte (Koordination): Dawn Brooks Macleod (Eight VFX)
Animation: Edwin Schaap
Kameraoperator: Dana Morris (A-Kamera, Steadicam)
Setfotos: Frank Masi
Stuntkoordination: Walter Garcia
Stuntdouble: Ben Aycrigg (Ricky Russert)
Stuntdouble: Jenn A. Harris (Margot Robbie)
Stuntdouble: Michael Jamorski (Anthony Reynolds)
Stuntdouble: Paul Andrew O’Connor (Sebastian Stan)
beteiligte Firmen
Produktion: Clubhouse Pictures (II)
Produktion: LuckyChap Entertainment
Visuelle Effekte: Eight VFX
Visuelle Effekte: Eisko
Soundtrack: Milan Records
Verleih Deutschland: DCM
gefördert durch: AI-Film
Kurzinfo Tonya Harding und der „Vorfall“
I, Tonya (Filmszene)
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1991 gewann Tonya Harding die US-amerikanische Meisterschaft im Eiskunstlauf und war die erste Frau, der im Rahmen eines Wettbewerbs ein dreifacher Axel gelungen war. Drei Jahre später stand sie im Mittelpunkt des größten Skandals der Sportgeschichte. Aber wer war Tonya Harding wirklich? Was wusste sie über den Angriff auf Nancy Kerrigan und wann hat sie davon erfahren? War sie tatsächlich das herzlose Monster, als das die Medien sie inszenierten?

In jeder Hinsicht war Tonya Harding ein höchst ungewöhnlicher Star in der Welt des Eiskunstlaufs. Sie wuchs in armen Verhältnissen unter einer abusiven, alkoholkranken Mutter auf und wurde als Kind wegen ihrer burschikosen Art oft angefeindet. Das Eis wurde schon recht früh zu einer Zuflucht für sie – und zu einem Ort, an dem sie mit ihrer starken, athletischen und angriffslustigen Technik auftrumpfen konnte. Spätestens mit dem Dreifach-Axel hatte sich Tonya Harding an die Spitze des amerikanischen Sports gearbeitet und weltweiten Ruhm erlangt.

Doch an dieser Stelle wurde sie von den meisten kritisch und missgünstig beäugt. „Als sie 1991 den ersten Preis gewonnen hat, dachten sich alle nur: ‚Oh Gott, DAS ist unser Champion?„, so John Powers, damals Sportreporter beim Boston Globe; „Es steht völlig außer Frage, dass Tonya Harding absolut nicht dem Image entsprach, das im Eiskunstlauf gewollt war.“ Hardings Konkurrentin Nancy Kerrigan dagegen galt als Vorzeige-Athletin einer Sportart, die ihre Sportlerinnen gerne als „Prinzessinnen auf dem Eis“ inszeniert und bei der nicht nur die sportliche Leistung, sondern auch Vorstellungen von Weiblichkeit und Klasse eine entscheidende Rolle spielen. Dagegen brachten Tonya Hardings aggressiv anmutende Auftritte in selbstgenähten Kostümen zu Heavy Metal den Spitznamen „Eishexe“ ein.

Es waren diese scheinbaren Gegensätze der beiden Frauen, die die Story um den „Vorfall“ zu einem Wegbereiter für die Ära der 24-Stunden-Nachrichten im US-Kabelfernsehen machten – eine Ära, in der Kameras plötzlich überall waren und zahlreiche Sendeplätze mit Dauer-Skandalen gefüllt werden wollten.

I, Tonya (Filmszene)
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Tonyas Story war der erste große Medienskandal in der Ära der Nonstop-Berichterstattung, noch bevor der Prozess um O.J. Simpson die Medienlandschaft für immer verändert hat”, sagt Robbie. „Die Geschichte wurde von den Medien ausgeschlachtet, die Nancy und Tonya als erbitterte Rivalen inszenierten, obwohl sie in Wahrheit beide einfach große Sporttalente waren.“ Die Öffentlichkeit war in zwei Lager gespalten – entweder man hasste Tonya oder liebte sie.

Vom Bekanntwerden der Attacke bis hin nach den Olympischen Spielen in Lillehammer wurden Tonya Harding und ihr Umfeld beinahe rund um die Uhr von Kameras verfolgt. Und die TV-Sender räumten gerne den Platz ein, denn die Geschichte um Harding und Kerrigan spielte sich über Wochen ab wie ein Fernsehfilm, der täglich weitergeht.

Der Skandal polarisierte und entwickelte sich zu einem Quotenhit und einem Vorbringer des Reality-TVs, das auf Freund/Feind-Muster und stereotype Charakterisierungen setzt. Chonnie Chung, die beim US-Sender CBS damals als Reporterin berichtete, erzählte in der Doku THE PRICE OF GOLD: „CBS wusste: Je mehr wir darüber berichten, desto besser würden die Quoten während den Olympischen Spielen werden.“ Der Auftritt der beiden bei den Olympischen Spielen 1994 ist bis heute eines der Sportereignisse mit den höchsten Einschaltquoten.