Juliet, Naked (Filmszene)
©Prokino Filmverleih
Titel: Juliet, Naked
Originaltitel: Juliet, Naked
Land: USA, Großbritannien
Genre: Romanze, Musikfilm, Komödie (Romantische Komödie)
Kinostart Deutschland: 15.11.2018
Regie: Jesse Peretz
Farbe: Farbe
Format: 1:2.39, D-Cinema
Ton:
Laufzeit: 98 Minuten
Budget:
Mit: Rose Byrne, Ethan Hawke, Chris O’Dowd, Lily Brazier
FSK: ohne Altersbeschränkung
sonstiges: Nach dem gleichnamigen Roman von Nick Hornby.
Cast
Darsteller/in Rolle Deutsche Stimme
Rose Byrne Annie Platt Janina Dietz
Ethan Hawke Tucker Crowe Frank Schaff
Chris O’Dowd Duncan Thomson Pascal Fligg
Lily Brazier Ros Platt Farina Brock
Ayoola Smart Lizzie Marcia von Rebay
Azhy Robertson Jackson Dominik Pühringer
Denise Gough Gina Stephanie Kellner
Eleanor Matsuura Cat
Thomas Gray Zak Patrick Roche
Phil Davis Mayor Terry Barton Walter von Hauff
Alex Clatworthy Katie
Lily Newmark Carly Jaimee Lau
Nina Sosanya Natalie
Matt King Mark
Brodie Petrie Jesse
Cal Petrie Cooper
Pamela Lyne Edna Eva-Maria Lahl
Enzo Cilenti Barnesy Patrick Schröder
Kitty O’Beirne
Frank Owen Taxifahrer
Florence Keith-Roach Caroline
Mage Rodrigo Patient
Megan Dodds Carrie
Deutsche Synchronisation
Produktion: Neue Tonfilm München
Übersetzung: Birgit Stern
Buch und Regie: Marina Köhler
Aufnahmeleitung: Stefanie Löster
Produktionsleitung: Yvette Lau
Schnitt: Alana Zaremba
Tonmeister Atelier: Bernhard Vogl
Mischtonmeister: Eberhard Weckerle
Inhalt
Juliet, Naked (Filmplakat)Annie (Rose Byrne) führt eine Beziehung zu dritt: Ihr Lebensgefährte Duncan (Chris O’Dowd) ist regelrecht besessen von dem bahnbrechenden, aber weitgehend unbekannten Rockmusiker Tucker Crowe und betreibt sogar eine eigene Fansite, der er mehr Zeit und Leidenschaft widmet, als seiner Freundin. Vor 25 Jahren hat Crowe ein geniales Album mit dem Titel „Juliet“ veröffentlicht und ist während seines letzten Gigs 1993 plötzlich verschwunden. Seitdem ist die Spurensuche für Musik-Aficionado Duncan und andere selbsternannte „Crowologen“ zum Lebensinhalt geworden. Und die vernachlässigte Annie fragt sich immer häufiger, ob ihre Beziehung überhaupt noch eine Zukunft hat.

Seelenverwandte sind in dem kleinen englischen Küstenort Sandcliff aber nun mal schwer zu finden. Annies chaotische jüngere Schwester Ros (Lily Brazier) sucht nicht den Richtigen, sondern ihre Traumfrau, was in den überschaubaren Örtchen noch komplizierter ist. Annie lebt nun schon 15 Jahre mit Duncan zusammen. Als der amerikanische College-Professor damals nach Sandcliff kam, war sie hin und weg von ihm: Endlich ein interessanter, gebildeter Mann, mit dem man über Bücher, Filme und Musik reden konnte. Kunsthistorikerin Annie hatte große Pläne – doch letztendlich trat sie in die Fußstapfen ihres Vaters und leitet das Stadtmuseum in Sandcliff, wo Kreativität nicht gefragt ist. Annie wird bald vierzig und würde gern eine Familie gründen. Aber Duncan will keine Kinder in eine Welt setzen, die den Bach runtergeht.

Ihr Lebensgefährte ist noch nicht zu Hause, als Annie an einem Abend die Post durchgeht und einen großen Umschlag öffnet. Ein Crowe-Fan, der bei einer Plattenfirma arbeitet, hat Duncan eine CD geschickt: Es sind die Demo-Aufnahmen von Tucker Crowes legendärem Album „Juliet“, Titel: „Juliet, Naked“. Für Crowologen eine Sensation, für die frustrierte Annie eine Provokation: Duncan wird völlig durchdrehen und sie ist wieder mal abgemeldet. Entnervt schreibt sie einen bösen Verriss über „den nackten Versuch, eine tote Karriere auszuschlachten“ und postet ihn auf Duncans Website.

Juliet, Naked (Filmszene)
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Dass sich Duncan über ihren Verrat ereifert, war zu erwarten und lässt Annie ziemlich kalt. Anders als die E-Mail, die sie am nächsten Tag bekommt – von Tucker Crowe höchstpersönlich. Der Musiker fühlt sich zum ersten Mal verstanden und ist ganz Annies Meinung.

Nachdem Annie sich vom ersten Schock erholt hat, antwortet sie. Schnell entwickelt sich eine E-Mail-Freundschaft mit dem mysteriösen Idol im fernen New Jersey: Tucker Crowe (Ethan Hawke) haust in der Garage seiner Ex Cat (Eleanor Matsuura), um mit ihr den gemeinsamen Sohn Jackson (Azhy Robertson) großzuziehen. Er hat seit Jahren keine Gitarre angefasst, hortet kein unveröffentlichtes Songmaterial und hat auch nicht heimlich R&B-Alben produziert, wie seine Anhänger spekulieren. Der desillusionierte Tucker sieht sich als Versager, der nie für seine Kinder, die er von diversen Frau hat, da war. Jetzt will er wenigstens ein anständiger Großvater werden. Seine Tochter Lizzie (Ayoola Smart) ist nämlich schwanger, ausgerechnet von einem mittellosen Musiker!

Das Baby ist zu früh gekommen und Tucker fliegt mit Jackson nach London, um bei Lizzie zu sein. Die ideale Gelegenheit, seine sympathische Brieffreundin Annie persönlich kennenzulernen! Eigentlich steht dem Treffen nichts im Weg, denn Duncan ist gerade ausgezogen: Er hat eine Affäre mit seiner Kollegin Gina (Denise Gough) angefangen, die Trennung lief ruhig und leidenschaftslos ab. Dass Annie Kontakt zu Tucker Crowe hat, weiß nur ihre Schwester Ros. Duncan ist völlig ahnungslos.

Juliet, Naked (Filmszene)
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Als Tucker auch nach Stunden nicht am Treffpunkt erscheint, gibt Annie bitter enttäuscht auf und sitzt schon im Zug zurück nach Sandcliff, als ihr Handy klingelt. Tuckers Entschuldigung ist ziemlich gut: Auf dem Weg zu Lizzie ist er im Krankenhaus zusammengebrochen – Herzinfarkt. Als Annie eintrifft, herrscht an Tuckers Bett absurdes Gedränge. Annie kümmert sich in dem Chaos um den kleinen Jackson, der mit den vielen Leuten – wildfremden Müttern und Halbgeschwistern, die er noch nie zuvor getroffen hat – überfordert ist.

Tucker ist schnell wieder auf den Beinen und lädt sich zur Erholung selbst zu Annie nach Sandcliff ein, selbstverständlich mit Jackson. Dass Tucker schon seit vielen Jahren ein Teil ihres Lebens ist, weil sie noch bis vor Kurzem mit seinem größten Fan zusammen war, hat Annie ihrem attraktiven Gast nicht erzählt. Das findet er erst heraus, als er den „Schrein“ im Souterrain entdeckt: Duncans Tucker-Crowe-Sammlung füllt ein ganzes Zimmer.

Dass sie Duncan nur mit ihm eifersüchtig machen will, kann Annie guten Gewissens abstreiten. Sie empfindet längst mehr für Tucker und hat auch Jackson ins Herz geschlossen…

Kommentar von Ethan Hawke
Juliet, Naked (Filmszene)
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Ich bin ein großer Nick Hornby-Fan und wollte damals unbedingt in About a Boy mitspielen. Hornby versteht es meisterhaft, anspruchsvolle Literatur zu schreiben, die aber nicht zu abgehoben ist. Jeder kann seine Romane lesen und eine bestimmte Wahrheit in ihnen finden, denn es handelt sich um hochkomplexe Literatur auf der emotionalen Ebene. Und dann gibt es diesen Rock’n’Roll-Spirit, der in all seinen Büchern zu spüren ist. Es gibt nicht viele Leute im Literaturbetrieb, denen es gelungen ist, ihr eigenes Genre zu etablieren. Nick Hornby ist definitiv einer von ihnen!

Jesse Peretz war der absolut richtige Mann, um Juliet, Naked zu verfilmen. Schließlich gibt es kaum einen Regisseur, der von sich behaupten kann, einmal Teil einer berühmten Rock-Band wie den Lemonheads gewesen zu sein! Ich hatte übrigens großen Spaß dabei, mir den Sound von Tucker Crowe vorzustellen und ihn zu entwickeln. Zunächst dachte ich, dass Tucker klingen müsste wie der J.D. Salinger des Indie-Rock.

Ich wollte nicht zu viel über die literarische Vorlage nachdenken, sondern lieber mein eigenes Ding machen. Dann aber bin ich irgendwann zurückgekehrt zum Roman, weil viele Charakterzüge meiner Figur im Licht von Nick Hornbys Vorlage plötzlich viel mehr Sinn machten.

Annie und Duncan sind in Juliet, Naked auf dem Weg in ein ruhiges, langweiliges Leben – ohne Hoffnung auf Besserung. Aber irgendwie ergänzen sich die beiden auch auf eine merkwürdige Art und Weise.

Juliet, Naked (Filmszene)
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Das erfrischende an Juliet, Naked ist Nick Hornbys Fähigkeit, ganz spezielle Figuren für seine Geschichten zu entwickeln. Es hat etwas Archetypisches, diese Komödie über zwei Menschen, die an einem Wendepunkt in ihrem Leben angekommen sind. Plötzlich bricht das Chaos aus, das ihnen letztendlich zu mehr innerer Ruhe und innerem Frieden verhelfen wird.

Tucker Crowes große Herausforderung in Juliet, Naked ist es, endlich zu seiner Verantwortung als Vater zu stehen. Erst dann kann er eine neue Beziehung eingehen. Vater zu sein, ist auch ein großer Teil meines eigenen Lebens – daher liebe ich es, auf der Leinwand Väter zu spielen.

Text via Prokino Filmverleih

Kommentar von Rose Byrne
Juliet, Naked (Filmszene)
©Prokino Filmverleih

Ich habe Juliet, Naked damals, als das Buch herauskam, gelesen. Nick Hornby ist ein wunderbarer Autor, dem eine wunderbare, charmante und sehr witzige Geschichte mit Juliet, Naked gelungen ist. Mir gefallen sein Humor und seine Fähigkeit, menschliche Eigenheiten und Obsessionen wie den Konsum von Rock-Musik zu beschreiben. Das gelingt ihm immer mit der richtigen Prise Humor in seinen Werken!

Die Marke Nick Hornby ist so unverwechselbar, dass man Juliet, Naked nicht als romantische Komödie im herkömmlichen Sinn bezeichnen kann. Auf jeden Fall ist der Film eine der ungewöhnlichsten romantischen Komödien, die die Zuschauer jemals gesehen haben. Juliet, Naked ist auch die Geschichte über zwei Menschen, die sich in Tucker Crowe verlieben – aus vollkommen unterschiedlichen Gründen.

Mit Ethan Hawke habe ich sehr gerne zusammengearbeitet. Er ist ein unglaublich vielseitiger Mensch, was man manchmal übersieht, weil der Film-Star Ethan Hawke so präsent ist in der Öffentlichkeit. Aber Ethan hat auch Bücher geschrieben und als Drehbuchautor, Theater- und Filmregisseur gearbeitet. Sein Erfahrungsschatz und sein breites Wissen über die unterschiedlichen Bereiche der Filmproduktion haben uns bei den Proben zu Juliet, Naked sehr geholfen.

Juliet, Naked (Filmszene)
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Meine Rolle Annie war nicht einfach zu spielen, da es einige Momente gibt, in denen sie komplett passiv sein muss. Alles dreht sich um ihre verpassten Chancen im Leben. Der Regisseur Jesse Peretz erwies sich als große Hilfe in Bezug auf die Entwicklung meiner Rolle – er hat ja bereits in der Serie „Girls“ unter Beweis gestellt, wie gerne und wie gut er Frauenfiguren inszenieren kann.

Annie ist eine sehr empathische, aber auch sehr unsichere Frau, die sich immer schlecht macht und selbst hinterfragt. Ihr Bild von sich selbst wandelt sich, als sie Tucker Crowe kennenlernt und dem Schicksal eine Chance in ihrem Leben gibt.

Text via Prokino Filmverleih

Stab/Crew
Produzent/in: Albert Berger
Produzent/in: Ron Yerxa
Produzent/in: Barry Mendel
Produzent/in: Judd Apatow
Produzent/in: Jeffrey Soros
Produzent/in: Igor Srubshchik (New York)
Koproduzent/in: Paul Sarony
Ausführende/r Produzent/in: Nick Hornby
Ausführende/r Produzent/in: Simon Horsman
Ausführende/r Produzent/in: Patrick Murray
Ausführende/r Produzent/in: Thorsten Schumacher
Ko-Ausführende/r Produzent/in: Kwesi Dickson
Ko-Ausführende/r Produzent/in: Nicky Kentish Barnes
Regie: Jesse Peretz
1. Regieassistent/in: Tom White
1. Regieassistent/in: Marc Garland (New York)
2. Regieassistent/in: Emily Perowne
3. Regieassistent/in: Jonny Eagle
Drehbuch: Evgenia Peretz
Drehbuch: Tamara Jenkins
Drehbuch: Jim Taylor
Kamera/DoP: Remi Adefarasin
Kamera/DoP: Tim Battersby (A-Kamera, DoP London)
DoP: Rod Calarco (New York)
Schnitt: Sabine Hoffman
Schnitt: Robert Nassau
Musik: Nathan Larson
Casting: Jeanne McCarthy
Casting: Dixie Chassay
Produktionsdesign: Sarah Finlay
künstlerische Leitung: Caroline Barclay
Setdekoration: Ellie Pash
Postproduktion: Alexis Wiscomb (Supervisor)
Locationmanagement: Lee Robertson (Supervisor)
Locationmanagement: Jon Roper
Locationmanscout: Joanna Beckett
Locationmanscout: Richard Hill
Locationmanscout: Ashton Radcliffe
Locationmanscout: Emma Woodcock
Ton: Benjamin Cheah (Supervisor Schnitt)
Ton: Gregg Swiatlowski (Supervisor Schnitt)
Ton: Darryl Peat (Playback)
Ton: Tristan Baylis (Aufnahme Effekte)
Ton: Stevie Haywood (Mischung)
Ton: Eric Hirsch (Mischung, Dialogschnitt)
Ton: Keith Tinman (Schnitt Effekte)
Musikabteilung: Maggie Phillips (Supervisor)
Kostümdesign: Lindsay Pugh
Kostüme: Caroline Hill (Supervisor)
Kostüme: Sonja Cizmazia (New York)
Maske: Sallie Jaye (Leitung Make-up und Haare)
Maske: Michael Thomas Zambrano (Leitung Haare New York)
Maske: Sophie Coppola (Make-up)
Maske: Annette Field (Make-up)
Maske: Genyii Scott (Haare New York)
Requisite: Garry Dawson
Requisite: Josh Field
Requisite: Richard Hawkyard
Requisite: Drew Howard
Kameraoperator: Simon Finney (C-Kamera)
Kameraoperator: Nick Kenealy (Video)
Kameraoperator: Cameron Davidson (Video)
Setfotos: Alex Bailey
beteiligte Firmen
Produktion: Bona Fide Productions
Koproduktion: Apatow Productions
In Zusammenarbeit mit: Rocket Science
In Zusammenarbeit mit: Turnlet Films
In Zusammenarbeit mit: Ingenious Media
Spezialeffekte: Elements Special Effects
Verleih Deutschland: Prokino Filmverleih
Vertrieb: Twentieth Century Fox
Weltvertrieb: Rocket Science