Lindenberg! Mach dein Ding (Filmszene)
©DCM, Letterbox, Sandra Hoever

Titel: Lindenberg! Mach dein Ding
Originaltitel: Lindenberg! Mach dein Ding
Land: Deutschland
Genre: Filmbiografie, Musikfilm
Kinostart Deutschland: 16.01.2020
Regie: Hermine Huntgeburth
Farbe: Farbe
Format: Cinemascope, DCP
Ton: Dolby Digital 5.1
Laufzeit: 135 Minuten
Budget:
Mit: Jan Bülow, Detlev Buck, Max von der Groeben, Charly Hübner, Julia Jentsch, Martin Brambach, Ruby O. Fee
FSK: ab 12 Jahren
sonstiges: Mit Udo Lindenberg als Gast.
Cast
Darsteller/in Rolle
Jan Bülow Udo Lindenberg
Detlev Buck Mattheisen
Max von der Groeben Steffi Stephan
Charly Hübner Gustav Lindenberg
Julia Jentsch Hermine Lindenberg
Martin Brambach Herm
Ruby O. Fee Paula
Ella Rumpf Susanne
Saskia Rosendahl Petra
Christoph Letkowski Hans
Jeanette Hain Frau Langschmidt
Lenka Arnold Rita Engels
Albrecht Ganskopf Plattenboss Teldec
Claude Albert Heinrich junger Udo
Steffen C. Jürgens Oberkellner Ritzig
Leonard Kunz Karl
Kai Lauermann Schallplattenmanager
Malin Rahm Inge Lindenberg
Wolfgang Rüter Wirt
Inhalt
Lindenberg! Mach dein Ding (Filmplakat)In Gronau trommelt Udo als 6-Jähriger auf einem Blecheimer, wenn sein Vater Gustav (Charly Hübner) mal wieder einen seiner betrunkenen Auftritte im Wohnzimmer hat. Später waren es Blechfässer und schließlich bekommt er von seinem Vater zwar sogar ein Schlagzeug zum Geburtstag – aber leider auch den ernüchternden Ratschlag, sich den großen Musikertraum zu sparen und lieber auf eine Zukunft als Klempner vorzubereiten. So leicht aber lässt er sich nicht aufhalten und auch wenn er Jahre später mit Anfang 20 in Hamburg noch nicht wirklich weiß, wie es weiter geht, macht er unbeirrt einen Schritt nach dem anderen. Er hält sich mit Bandgigs und Studioaufnahmen für Werbespots über Wasser und macht einen Ausflug nach München zu Klaus „Goldfinger“ Doldinger für die ersten Aufnahmen der Tatort-Titelmelodie. Mal ist Steffi dabei, mal nicht, denn ganz ohne Streit, Stress oder Enttäuschungen ist es kaum möglich, seinen eigenen Weg zu finden – gerade wenn man große Träume hat.

So ist es auch, als er sich als 15-Jähriger aus Gronau aufmacht und seine turmspringende und etwas ältere Jugendliebe Susanne (Ella Rumpf ) zurücklässt, die er schon ein paar Jahre zuvor mit seinem unbeirrbaren Charme im Schwimmbad erobert hatte. Eine Kellnerlehre in Düsseldorf soll sein Sprungbrett in die weite Welt sein, der nächste Stopp die Weltmeere auf einem Kreuzfahrtschiff. So richtig allerdings wollen Udos Freiheitswille und die strengen Regeln seiner Lehre in einem Luxushotel nicht zusammenpassen. Mit der ersten, ernstzunehmenden Chance, es als Schlagzeuger weiter zu bringen, verabschiedet sich Udo aus dem Hotelleben. Es verschlägt ihn als 17-Jährigen nach Libyen, wo er zur Unterhaltung der US-Truppen am Schlagzeug sitzt und zumindest eine erste Ahnung von der großen weiten Welt erhält. Mit dieser unglaublichen Wüstenerfahrung bekommt er aber auch seinen ersten Dämpfer, als er sich im Rausch eines Truppen-Auftritts ans Mikro wagt und eben nicht gefeiert wird, sondern Buh-Rufe seine Selbstzweifel nähren.

Lindenberg! Mach dein Ding (Filmszene)
©DCM, Letterbox, Gordon Timpen

Zweifel, die ihn auch in Hamburg der frühen 70er Jahre genauso begleiten, wie sein unbedingter Wille es trotzdem zu schaffen. Mittlerweile spielt er wieder mit Steffi in einer Band, kann ein paar kleinere Erfolge verbuchen und sogar der Talentsucher Mattheisen (Detlev Buck) ist schon auf sie aufmerksam geworden. Udos Versuch, die Band umzukrempeln, es vielleicht endlich mal mit deutschen Texten zu versuchen, scheitert kläglich. Es ist eine kleine Niederlage, die trotzdem aus der Not und in kleinerer Besetzung zu Udos erstem Album führt, wenn auch nach den Teldec-Vorgaben im Chicago-Sound und auf Englisch. Das ist es nicht, was Udo wollte. So trägt er zwar mit einem gewissen Stolz sein „Lindenberg“-Album ins Elternhaus nach Gronau, aber nicht nur er, sondern auch sein Vater hat Zweifel daran, dass er sich damit nun wirklich seinen großen Traum erfüllt hat. Seine erste Platte verkauft sich so desaströs, dass sich Udo mit Mattheisen streitet und die Zelte in Hamburg abbricht, um nach Berlin zu ziehen. Bei einem Besuch in Ost-Berlin lernt er die junge Petra (Saskia Rosendahl) kennen, in die er sich unsterblich verliebt. Doch es ist eine Liebe ohne Zukunft und Udo bekommt die harte Realität und Chancenlosigkeit einer deutsch-deutschen Beziehung mit einer Mauer dazwischen zu spüren.

Mit Trennungsschmerz und der „Mädchen aus Ost-Berlin“-Ballade im Gepäck findet er seinen Weg zurück nach Hamburg, hinters Mikro auf der Bühne im Onkel Pö, wo sich das Panikorchester um ihn versammelt, Mattheisen lauschend an der Theke steht und Udos Mutter Hermine (Julia Jentsch) mit der Nachricht vom Tod seines Vaters auf ihn wartet. Mit dem Pö-Auftritt im Rücken bekommt Udo eine weitere Chance, diesmal allerdings nur für eine „gefühlige“ Single, doch zum Glück hat Udo mit „Sommerliebe“ nicht nur genau so eine Schlager-Schnulze auf Halde, sondern auch noch einen echten Udo-Song für die B-Seite. Plötzlich rockt Udo mit „Hoch im Norden“ durch den Radio-Äther und in die Charts – der Weg ist gebahnt.

Auch wenn es bis zur großen Andrea Doria-Tournee, bis zum ersten Millionenvertrag und seinem legendären Auftritt in Hamburg 1973 noch ein bisschen hin ist, muss er sich diesem Erfolg stellen, bevor er wirklich nur noch sein Ding machen kann…

Stab/Crew
Produzent/in: Michael Lehmann
Produzent/in: Günther Russ
Produzent/in: Johannes Pollmann
Koproduzent/in: Stefan Gärtner
Koproduzent/in: Verena Schilling
Koproduzent/in: Marc Schmidheiny
Koproduzent/in: Christoph Daniel
Koproduzent/in: Wiebke Andresen
Koproduzent/in: Felix von Poser
Line Producer: Gabi Lins
Associate Producer: Andreas Knoblauch
Associate Producer: Andreas Kirnberger
Associate Producer: Torsten Siefert
Associate Producer: Alexander Rümelin
Regie: Hermine Huntgeburth
1. Regieassistent/in: Hellmut Fulss
2. Regieassistent/in: Ulrike von Gawlowski
2. Regieassistent/in: Florian Schwombeck
Drehbuch: Alexander Rümelin
Drehbuch: Christian Lyra
Drehbuch: Sebastian Wehlings
Kamera/DoP: Sebastian Edschmid
Schnitt: Ueli Christen
Schnitt: Eva Schnare
Musik: Oliver Biehler
Produktionsdesign: Bettina Schmidt
künstlerische Leitung: Seth Turner
Setdekoration: Jeannine Ullrich
Postproduktion: Christian Vennefrohne
Casting: Mourad Barouche
Casting: Patrick Dreikauss
Tondesign: Kai Storck (Supervisor Schnitt)
Ton: Martin Steyer (Mischung)
Ton: Luise Hofmann (Dialogschnitt, Supervisor ADR)
Kostümdesign: Sabine Böbbis
Kostüme: Nici Lancaster
Kostüme: Olga Delgado-Lopez
Kostüme: Friederike zu Dohna
Kostüme: Thomas Bürke
Kostüme: Carmen Oertwig
Maskenbild: Astrid Weber
Maskenbild: Hannah Fischleder
Maskenbild: Maike Heinlein
Maskenbild: Judith Kröher
Maskenbild: Annika Niessen
Maskenbild: Stephanie Michel-Teschke (zusätzlich)
Requisite: Björn Holzhausen
Requisite: Ulrike Moßig
Requisite: Andreas Huschke
Visuelle Effekte (Supervisor): Marco Del Bianco
Visuelle Effekte (Supervisor): Frank Kaminski
Visuelle Effekte (Koordination): Eva Wendler
Kameraoperator: Ansgar Krajewski
Kameraoperator: Alexander Friedrich
Setfotos: Bernd Spauke
Setfotos: Gordon A. Timpen
Setfotos: Tom Trambow
beteiligte Firmen
Produktion: Letterbox Filmproduktion
Koproduktion: SevenPictures
Koproduktion: DCM Pictures
Koproduktion: Amalia Film
Koproduktion: Sparkling Pictures
In Zusammenarbeit mit:
Visuelle Effekte: MovieBrats Studios
Verleih Deutschland: DCM Film Distribution
gefördert/unterstützt durch: Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein
gefördert/unterstützt durch: Film- und Medienstiftung NRW
gefördert/unterstützt durch: Nordmedia
gefördert/unterstützt durch: Medienboard Berlin-Brandenburg
gefördert/unterstützt durch: Beauftragte/r der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)
gefördert/unterstützt durch: Filmförderungsanstalt (FFA)
gefördert/unterstützt durch: Deutscher Filmförderfonds (DFFF)

Quelle: filmbiznews.de, DCM Film Distribution