Nico, 1988 (Filmszene)
©Film Kino Text
Titel: Nico, 1988
Originaltitel: Nico, 1988
Land: Italien, Belgien
Genre: Roadmovie, Filmbiografie, Musikfilm, Drama
Deutschlandstart: 18.07.2018
Regie: Susanna Nicchiarelli
Farbe: Farbe
Format: 1:1.37, DCP
Ton: 5.1
Laufzeit: 93 Minuten
Budget:
Mit: Trine Dyrholm, John Gordon Sinclair, Anamaria Marinca, Sandor Funtek
FSK:
sonstiges:
Cast
Darsteller/in Rolle
Trine Dyrholm Christa Päffgen aka Nico
John Gordon Sinclair Richard
Anamaria Marinca Sylvia
Sandor Funtek Ari
Thomas Trabacchi Domenico
Karina Fernandez Laura
Calvin Demba Alex
Francesco Colella Francesco
Freddy Drabble
Matt Patresi
Inhalt
Nico, 1988 (Filmplakat)NICO, 1988 ist ein Roadmovie über die letzten Lebensjahre von Christa Päffgen – bekannt unter ihrem Künstlernamen Nico, erstes deutsches Supermodel, einstige Muse von Andy Warhol und Sängerin der Gruppe „The Velvet Underground“. Der Film erzählt von ihren letzten Auftritten in den achtziger Jahren und spielt in Paris, Prag, Nürnberg, Manchester, auf dem polnischen Land und an der römischen Küste.

Die „Priesterin der Finsternis“, wie man sie nannte, fand nach ihren allseits bekannten Exzessen mit ihrer Solokarriere wieder zu sich und baute eine neue Beziehung zu ihrem einzigen, fast vergessenen Sohn, den sie mit Schauspieler Alain Delon hatte, auf. NICO, 1988 ist die Geschichte der Wiedergeburt einer Künstlerin, Mutter und Frau, die einst eine Ikone war.

Regisseurin Susanne Nicchiarelli taucht tief ein in das Leben einer tragischen, aber bemerkenswerten Frau, die von der dänischen Schauspielerin und Sängerin Trine Dyrholm (DIE KOMMUNE, DAS FEST), kompromisslos dargestellt wird. Alle Songs im Film werden von Trine Dyrholm selbst gesungen. Ein mitreißender Soundtrack und die elektrisierende Kamera machen diesen Film zu einem intensiven Road-Trip auch für alle, die nie etwas von „Nico“ oder von „Velvet Underground“ gehört haben.

Kurzinfo Christa Päffgen aka Nico
Nico, 1988 (Filmszene)
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Nico wurde unter ihrem bürgerlichen Namen Christa Päffgen 1938 in Köln geboren. Die deutsche Schauspielerin und Sängerin galt in den 1950er Jahren als erstes Supermodel und war als Musikerin wegweisend für Musikrichtungen wie Punk und Gothic. Bereits mit 16 Jahren wurde Christa Päffgen bei einer KaDeWe-Modenschau entdeckt. 1954 ging sie aufgrund ihres zunehmenden kommerziellen Erfolgs von der Schule ab und arbeitete hauptberuflich als Model. Der Modedesigner Heinz Oestergaard verschaffte ihr internationale Aufträge, so dass sie für namhafte Modemagazine gebucht wurde. Er empfahl ihr auch einen Namenswechsel, da Christa zu deutsch klänge und gab ihr den Namen Nico nach dem Filmemacher Nico Papatakis. 1956 zog sie nach Paris und arbeitete u.a. für Dior. Bereits Ende der 1950er Jahre gehörte sie zu den erfolgreichsten Models, vergleichbar mit den heutigen Supermodels.

Ihre erste Schauspielerfahrung sammelte sie bei Aufnahmen für Werbespots. Einen ersten längeren Auftritt bekam sie von Frederico Fellini in seinem 1960 erschienenen Film LA DOLCE VITA, in welchem sie sich selbst spielte. Nach diesen ersten Filmerfahrungen zog sie nach New York City und besuchte die Schauspielschule von Lee Strasberg. Dort lernte sie Andy Warhol kennen und wurde dessen Muse. Sie gehörte zu seiner “Factory” und spielte in diversen Filmen von ihm mit, u.a. in THE CHELSEA GIRLS.

Warhol brachte sie auch mit der Band “The Velvet Underground” zusammen, deren Sängerin sie wurde. Nachdem sie eine kurze Affäre mit Sänger Lou Reed hatte und auch der Konkurrenzkampf zwischen beiden in der Band zu groß wurde, verließ sie “The Velvet Underground” aber bald wieder.

Nico, 1988 (Filmszene)
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1965 nahm Nico ihre erste Solo-Single “I’m Not Sayin” auf. Zwei Jahre später eschien ihr erstes Solo-Album “Chelsea Girl”, auf dem sie Songs von Bob Dylan, Tim Hardin, Lou Reed, Jackson Browne und John Cale intonierte. Zwischen 1967 und 1988 brachte Nico insgesamt 11 Solo-LPs auf den Markt. Ihr letztes Studioalbum “Camera Obscura” kam 1984 raus. 1987 erschien ihre letzte Live-LP “Nico In Tokyo”.

Nico pflegte Beziehungen u.a. zu Lou Reed, Brian Jones, Bob Dylan, Leonard Cohen, Jim Morrison, Jackson Browne, Jimi Hendrix und Iggy Pop. Mit Alain Delon hatte sie einen gemeinsamen Sohn, den sein Vater nie anerkannte – und der bei Delons Mutter nahe Paris aufwuchs, weil Nico, inzwischen auf Heroin, Speed und Valium, mit der Erziehung überfordert war.

Mit 50 Jahren verstarb Christa Päffgen an einer durch einen Fahrradsturz verursachten Hirnblutung auf Ibiza. Zum Kinostart am 18. Juni 2018 jährt sich ihr Todestag zum 30. Mal.

Stab/Crew
Produzent/in: Marta Donzelli
Produzent/in: Gregorio Paonessa
Produzent/in: Joseph Rouschop
Produzent/in: Valérie Bournonville
Koproduzent/in: Philippe Logie
Ausführende/r Produzent/in: Alessio Lazzareschi
Line Producer: Serena Alfieri
Line Producer: Karim Cham
Regie: Susanna Nicchiarelli
1. Regieassistent/in: Ciro Scognamiglio
2. Regieassistent/in: Benedetta Barroero
2. Regieassistent/in: Valérie Wery
Drehbuch: Susanna Nicchiarelli
Kamera/DoP: Crystel Fournier
Schnitt: Stefano Cravero
Musik: Gatto Ciliegia contro il Grande Freddo
Gesang: Trine Dyrholm
Produktionsdesign: Alessandro Vannucci
Produktionsdesign: Igor Gabriel
Herstellungsleitung: Gian Luca Chiaretti
Produktionsmanagement: Michela Rossi
Locationmanagement: Luis Iglesias Alvarez
Postproduktion: Marco Conte (Supervisor)
Casting: Francesca Borromeo
Tondesign: Marc Bastien (Schnitt)
Ton: Franco Piscopo (Mischung)
Ton: Adriano Di Lorenzo (Mischung)
Ton: François Aubinet (Dialogschnitt)
Kostümdesign: Francesca Vecchi
Kostümdesign: Roberta Vecchi
Maske: Marco Altieri (Make-up)
Maske: Karine Atalla (Make-up)
Maske: Federica Bastreghi (Make-up)
Maske: Sandra Campisi (Make-up)
Maske: Daniela Altieri (Haare)
Maske: Lorenza Pisani (Haare)
Spezialeffekte (Supervisor): Paolo Galiano
Kameraoperator: Yvan Coene (Steadicam)
1. Kameraassistent/in: Pierre Assenat
2. Kameraassistent/in: Loïc Carrera
beteiligte Firmen
Produktion: Vivo Film
Produktion: Rai Cinema
Produktion: Tarantula
Koproduktion: VOO
Koproduktion: BE TV
Spezialeffekte: M.A.G. Special Effects
Verleih Deutschland: Film Kino Text
Weltvertrieb: Celluloid Dreams (Paris)
gefördert durch: Eurimages
gefördert durch: Casa Kafka Pictures Movie Tax Shelter Empowered by Belfius
gefördert durch: Centre du Cinéma et de l’Audiovisuel de la Fédération Wallonie-Bruxelles
gefördert durch: MEDIA Programme of the European Union
gefördert durch: Ministero dei Beni e delle Attivita Culturali e del Turismo (MiBACT)
gefördert durch: Regione Lazio