Papst Franziskus - Ein Mann seines Wortes (Filmszene)
©CTV, Célestes, Solares, Neue Road Movies, Decia, PTS ART’s Factory
Titel: Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes
Originaltitel: Pope Francis – A Man of His Words
Land: Italien, Vatikan, Schweiz, Deutschland, Frankreich
Genre: Dokumentarfilm (Filmportrait)
Deutschlandstart: 14.06.2018
Regie: Wim Wenders
Farbe: Farbe, Schwarz-Weiß
Format: 1:1.85, DCP
Ton: 5.1
Laufzeit: 96 Minuten
Budget:
Mit:
FSK: ohne Altersbeschränkung
sonstiges:
Cast
Protagonisten Rolle
Papst Franziskus (Jorge Mario Bergoglio) selbst
Ignazio Oliva Franz von Assisi
Carlo Faconetti Erster Glaubensbruder
Daniele De Angelis Zweiter Glaubensbruder
Inhalt
Papst Franziskus - Ein Mann seines Wortes (Filmplakat)Am 13. März 2013 wird Jorge Mario Bergoglio, Kardinal von Buenos Aires, zum 266. Papst der katholischen Kirche gewählt. Er ist der erste Papst vom amerikanischen Kontinent, der erste der südlichen Hemisphäre, der erste Jesuit, der Bischof von Rom wird, vor allem aber der erste Papst, der sich den Namen Franziskus gibt, nach Franz von Assisi (1181-1226), einem der meistverehrten christlichen Heiligen und Reformer, der sein Leben „Schwester Armut“ widmete, aber auch seiner Liebe zur Natur und allen Lebewesen auf unserem Planeten, den er zärtlich „Schwester Mutter Erde“ nannte.

Der Film von Wim Wenders ist eine persönliche Reise mit dem Papst, nicht so sehr ein Film über ihn. Im Zentrum dieses Porträts stehen die Gedanken des Papstes, alle ihm wichtigen Themen, aktuelle Fragen zu globalen Problemen und sein Reformbestreben innerhalb der Kirche.

Dank des visuellen Konzepts des Filmes begegnet der Zuschauer dem Papst von Angesicht zu Angesicht. So entsteht ein Gespräch zwischen ihm und der ganzen Welt. Papst Franziskus antwortet Bauern und Arbeitern, Kindern und Erwachsenen, Gefängnisinsassen, Flüchtlingen und Menschen, die in Elendsvierteln leben. All diese Gesichter und Stimmen bilden einen Querschnitt der Menschheit, alle suchen das Gespräch mit Papst Franziskus.

Während diese „Sinfonie von Fragen“ das Rückgrat des Filmes bildet, begleiten wir den Papst auf seinen zahlreichen Reisen und erleben, wie er vor den Vereinten Nationen spricht, vor dem US-Kongress, wie er mit den Menschen an Ground Zero trauert oder in Yad Vashem predigt, der Holocaust-Gedenkstätte in Jerusalem. Er spricht zu Häftlingen in Gefängnissen, zu Geflüchteten in Camps an der Mittelmeerküste und zu Menschen, die durch Naturkatastrophen alles verloren haben. Wir begleiten ihn auf Reisen ins Heilige Land nach Palästina und Israel, aber auch nach Afrika, Südamerika und Asien.

Papst Franziskus - Ein Mann seines Wortes (Filmszene)
©CTV, Célestes, Solares, Neue Road Movies, Decia, PTS ART’s Factory

Papst Franziskus vermittelt seine Vision einer Kirche, die von tiefer Sorge um die Armen geprägt ist, spricht über Umweltfragen, soziale Gerechtigkeit und sein Engagement für Frieden an den Kriegsschauplätzen dieser Welt und zwischen den Weltreligionen. Auch Franz von Assisi ist immer wieder im Film gegenwärtig, durch inszenierte Momente aus dem Leben des Heiligen.

In einer Zeit, in der das Misstrauen gegenüber Politikern groß ist und in der Lügen, Korruption und „alternative Fakten“ unser Leben bestimmen, bringt uns PAPST FRANZISKUS – EIN MANN SEINES WORTES einen außergewöhnlichen Mann nahe: Papst Franziskus lebt, was er predigt, und Menschen aller Glaubensrichtungen, aus aller Welt und aus unterschiedlichsten Kulturen schenken ihm ihr Vertrauen.

Über die Produktion
Papst Franziskus - Ein Mann seines Wortes (Filmszene)
©CTV, Célestes, Solares, Neue Road Movies, Decia, PTS ART’s Factory

Einen Film mit dem Papst zu drehen, das wäre ihm in den kühnsten Träumen nicht eingefallen, sagt der in Deutschland geborene und dreifach Oscar®-nominierte Filmemacher Wim Wenders. Aber als er Ende 2013 die Anfrage aus dem Vatikan erhielt, Papst Franziskus zu porträtieren, sagte er sofort zu. Es war Don Dario Viganò, früher Direktor des Vatikan TV und zum Zeitpunkt der Anfrage Präfekt des unter Papst Franziskus neu gegründeten Sekretariats für Kommunikation, der auf Wenders zukam und ihm die Chance bot, als zweites externes Filmteam überhaupt, für Dreharbeiten Zutritt zum Vatikan zu erhalten. Er gab Wenders völlig freie Hand für die Konzeption und Endfassung des Films und sagte den Zugang zu den Archiven des Vatikans sowie mehrere lange Interviews mit Papst Franziskus zu. Das klang mehr als vielversprechend und war ein Angebot, das nur wenige Filmemacher erhalten. Und der Vatikan hielt Wort. Im Frühling 2016 wurde mit den Aufnahmen begonnen.

„Das war die einmalige Chance, einen Film zu machen, den ich mir selbst nicht hätte ausdenken können“, sagt Wenders. „Papst Franziskus fasziniert mich seit seiner Ernennung, und seine Namenswahl hat mich sehr begeistert, da der Heilige Franz meiner Meinung nach einer der großen Helden der Menschheit war. Ich betrachtete es als enormes Geschenk, einen solchen Zugang zu diesem erstaunlichen und mutigen Mann zu bekommen.“

Wim Wenders (Das Salz der Erde, Pina, Buena Vista Social Club) ermöglicht dem Publikum die einmalige Begegnung mit einer der faszinierendsten Personen weltweit: Jorge Mario Bergoglio, der Jesuitenpriester aus Argentinien, den seit 2013 Millionen von Menschen als Papst Franziskus, der 266. Papst der katholischen Kirche, kennen. Der Regisseur und seine Crew erhielten nach den Wahlen durch den Vatikan einen einzigartigen Zugang zum Oberhaupt der katholischen Kirche und interviewten Franziskus über mehrere Jahre hinweg. Sie hatten freie Hand und konnten das vorhandene Archivmaterial benutzen wie u.a. Aufnahmen von seinen Reisen um die Welt, von Treffen mit weltweit führenden Persönlichkeiten und auch einfachen Menschen. Bilder, die eine kraftvolle Botschaft des Mitgefühls, des Humanismus und der Einheit vermitteln.

Papst Franziskus - Ein Mann seines Wortes (Filmszene)
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„Es ist nicht einfach in der heutigen Welt, wirklich das zu leben, was man predigt und zu allem zu stehen, was man sagt“, sagt Wenders über die Thematik. „Wir haben uns daran gewöhnt, dass die meisten Menschen, die für viele sprechen – meist Politiker – nicht zu dem stehen, was sie sagen. Mit Papst Franziskus haben wir einen Mann, der ehrlich ist und nicht nur Christen und Katholiken, sondern die Menschheit im Allgemeinen vertritt. Er lebt, was er sagt, und ich schätze diese Einstellung sehr.“

Der Film PAPST FRANZISKUS – EIN MANN SEINES WORTES wird zum fünften Jahrestag seines Pontifikats veröffentlicht. Wim Wenders und David Rosier schrieben das Drehbuch und produzieren den Film, der von Samanta Gandolfi Branca, Alessandro Lo Monaco und Andrea Gambetta mitproduziert wurde. Der Dokumentarfilm ist eine einzigartige Zusammenarbeit zwischen der amerikanischen Filmproduktionsgesellschaft Focus Features, dem Centro Televisivo Vaticano (CTV), der Schweizer Filmproduktionsfirma Célestes Images, der italienischen Produktionsfirma Solares Fondazione Delle Arti (ASEF) und der Schweizer Produktionsfirma Fondazione Solares Suisse, den Neuen Road Movies in Deutschland, der französischen Firma Decia Films und der italienischen Firma PTS Art’s Factory.

Kurzinfo Papst Franziskus
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Papst Franziskus wurde am 17. Dezember 1936 in Buenos Aires als Sohn italienischer Einwanderer geboren und trat 1958 in den Jesuitenorden ein, bevor er 1969 zum Priester geweiht wurde. Vor seiner Wahl zum Papst am 13. März 2013 war Bergoglio von 1998 bis 2013 Erzbischof von Buenos Aires und von 2001 bis 2013 Kardinal der römisch-katholischen Kirche von Argentinien. Im Jahr 2013 wurde er vom Time Magazine zur Person des Jahres gekürt und im folgenden Jahr für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen.

Während sein Pontifikat eine globale Ausstrahlung und Reichweite hat, prägen Demut und Bescheidenheit seine persönliche Lebensweise. Als er sich 2013 im Vatikan niederließ, entschied er sich für eine einfache Zweizimmerwohnung statt für die prächtigen Gemächer des Apostolischen Palastes und brach mit einer Tradition, die von den Päpsten seit mehr als einem Jahrhundert gepflegt wurde.

Nach seinem Amtsantritt wurde er schnell als einfühlsamer Konservativer bekannt, dessen berühmter Kommentar in Bezug auf Homosexualität – „Wer bin ich, darüber zu urteilen?“ – ihn anders als seinen Vorgängern schnell den Ruf einbrachte, integrativ, progressiv und aufgeschlossen zu sein. Ebenso fortschrittlich zeigte er sich in Bezug auf die Wissenschaften, insbesondere bezüglich Fragen der Ökologie und der Umwelt. Im Jahr 2015 veröffentlichte er eine 184-seitige Enzyklika, die vor den Gefahren des Klimawandels warnt und dazu aufruft, fossile Brennstoffe durch erneuerbare Energien zu ersetzen. Er erkennt die Evolutionstheorie an und spricht sich regelmäßig gegen den weltweiten Missbrauch politischer und wirtschaftlicher Macht aus.

„Der Mensch ist zwar zum Schlimmsten fähig, kann aber auch über sich selbst hinauswachsen, das Gute wählen und einen Neuanfang machen“, sagte er in der Enzyklika, die sich an alle Bewohner dieser Erde richtet, an Katholiken und Christen.

In späteren Predigten und Interviews sprach Papst Franziskus eine breite Palette an Themen und Aspekten an, die einer Reform in der katholischen Kirche bedürfen. „Ich bevorzuge eine Kirche, die zerschrammt, verletzt und schmutzig ist, weil sie draußen auf der Straße war, statt einer Kirche, die ungesund ist, weil sie unfrei ist und sich an ihre eigene Sicherheit klammert“, sagte er. „Ich will keine Kirche, die damit beschäftigt ist, sich in den Mittelpunkt zu stellen und dabei in einem Netz aus Zwängen und Regeln gefangen ist.“

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Seine erste internationale Reise führte ihn am 22. Juli 2013 nach Rio de Janeiro in Brasilien. Gemeinsam mit Präsidentin Dilma Rousseff besuchte er die verarmten Slums und zeigte sich als Mann der Welt und der Menschen. Später im selben Jahr, am 7. September, hielt er auf dem Petersplatz eine besondere Mahnwache, in der er für den Frieden in Syrien betete. Er zog 100.000 Menschen an und sprach in seiner Predigt eine Warnung aus: „Wenn der Mensch nur an sich selbst denkt und sich von den Götzen der Herrschaft und Macht gefangen nehmen lässt, öffnet sich die Tür zu Gewalt, Gleichgültigkeit und Konfliken.“

In seinen fünf Jahren als Papst reiste Franziskus nach Paraguay, Bolivien, Ecuador, Myanmar, Bangladesch und Chile, wo er das Thema des sexuellen Missbrauchs in der Kirche ansprach. „Hier ist ein Mann, der von Gott bewohnt ist – oder von Gottes Geist – und der keine Angst hat, sich irgendeiner Frage über die Menschheit zu stellen“, sagt Don Dario Edoardo Viganò, ehemaliger Präfekt des Sekretariats für Kommunikation im Vatikan (2015 bis 2018), der die Idee für den Film PAPST FRANZISKUS – EIN MANN SEINES WORTES hatte. „Er schafft es, die Vorstellung zu vermitteln, dass das menschliche Wesen ein Ort ist, wo man die Gegenwart Gottes wahrnehmen kann.“

„Ich wusste, dass Wim Wenders in Bildern umsetzen kann, was ich mir nur vorstellen konnte“, sagt Don Dario Viganò, der den Regisseur vor einigen Jahren bei den Filmfestspielen in Venedig traf, nachdem er ihm einen Filmpreis überreicht hatte. „Ich wollte nicht, dass er die Geschichte des Papstes erzählt, sondern ich wollte, dass der Papst seine eigene Geschichte erzählt – durch Wenders’ einzigartige Linse.“

Stab/Crew
Produzent/in: Wim Wenders
Produzent/in: David Rosier
Produzent/in: Samanta Gandolfi Branca
Produzent/in: Alessandro Lo Monaco
Produzent/in: Andrea Gambetta
Koproduzent/in: Stefano D’Agostini
Koproduzent/in: Massimiliano Di Liberto
Koproduzent/in: Uwe Kiefer
Koproduzent/in: Stefano Bugliosi
Koproduzent/in: Lelio Fornabaio
Regie: Wim Wenders
Drehbuch: Wim Wenders
Drehbuch: David Rosier
Kamera/DoP: Lisa Rinzler
Schnitt: Maxine Goedecke
Musik: Laurent Petitgand
Postproduktion: Dominik Bollen (Supervisor)
Ton: Regis Muller
Ton: Ansgar Frerich (Mischung)
beteiligte Firmen
Produktion: Centro Televisivo Vaticano (CTV)
Produktion: Focus Features
Produktion: Célestes Images
Produktion: Solares Fondazione Delle Arti (ASEF)
Produktion: Neue Road Movies
Produktion: Decia Films
Produktion: Fondazione Solares Suisse
Produktion: PTS Art’s Factory
Soundtrack: Back Lot Music
Verleih Deutschland: Universal Pictures International (UPI)