Suspiria (Filmszene Remake)
©Amazon Studios
Titel: Suspiria
Originaltitel: Suspiria
Land: Italien, USA
Genre: Horror
Deutschlandstart: 15.11.2018
Regie: Luca Guadagnino
Farbe: Farbe
Format: 1:1.85, D-Cinema, 35mm
Ton: Dolby Atmos
Laufzeit: 152 Minuten
Budget:
Mit: Dakota Johnson, Tilda Swinton, Chloë Grace Moretz, Renée Soutendijk
FSK: ab 16 Jahren
sonstiges: Remake von Dario Argentos Horrorfilm-Klassiker von 1977
Cast
Darsteller/in Rolle
Dakota Johnson Susie Bannion
Tilda Swinton Madame Blanc, Helena Markos, Dr. Josef Klemperer (als Lutz Ebersdorf)
Mia Goth Sara
Chloë Grace Moretz Patricia
Angela Winkler Fräulein Tanner
Ingrid Caven Fräulein Vendegast
Jessica Harper Anke
Elena Fokina Olga
Renée Soutendijk Fräulein Huller
Alek Wek Fräulein Millius
Sylvie Testud Fräulein Griffith
Christine Leboutte Fräulein Balfour
Fabrizia Sacchi Pavla
Doris Hick Frau Sesame
Malgorzata Bela Susie’s Mutter / Death (als Malgosia Bela)
Vanda Capriolo Alberta
Jessica Batut Fräulein Mandel
Clémentine Houdart Fräulein Boutaher
Brigitte Cuvelier Fräulein Kaplitt
Vincenza Modica Fräulein Marks
Marjolaine Uscotti Fräulein Daniels
Charo Calvo Fräulein Killen
Sharon Campbell Fräulein Martincin
Elfriede Hock Fräulein Mauceri
Iaia Ferri Judith
Gala Moody Caroline
Olivia Ancona Marketa
Anne-Lise Brevers Sonia
Mikael Olsson Agent Glockner
Fred Kelemen Agent Albrecht
Inhalt
Suspiria (Filmplakat Remake)Die junge Amerikanerin Susie Bannion (Dakota Johnson) kommt 1977 zum renommierten Markos Tanzensemble nach Berlin. Während Susie unter der revolutionären künstlerischen Leiterin Madame Blanc (Tilda Swinton) außergewöhnliche Fortschritte macht, freundet sie sich mit der Tänzerin Sara (Mia Goth) an.

Als Patricia (Chloë Grace Moretz), ebenfalls Mitglied des Ensembles, unter mysteriösen Umständen verschwindet, kommt der Psychotherapeut der jungen Tanzschülerin, Dr. Josef Klemperer (Lutz Ebersdorf), einem dunklen Geheimnis auf die Spur. Auch Susie und Sara ahnen, dass sich hinter der Fassade von Madame Blanc und ihrer Tanzschule unbarmherzige Hexen verbergen.

Über die Produktion
Der Look

Suspiria (Filmszene Remake)
©Amazon Studios, Alessio Bolzoni

Für SUSPIRIA arbeitete Guadagnino erneut mit Kameramann Sayombhu Mukdeeprom zusammen, der für seine Arbeit an CALL ME BY YOUR NAME mit dem Independent Spirit Award ausgezeichnet wurde. Der winterliche Look von SUSPIRIA ist weit entfernt von der sonnigen Wärme, die Mukdeeprom für Guadagninos letzten Film eingefangen hat, unterscheidet sich aber auch vom farblich übersättigten Look von Argentos SUSPIRIA. „Viele Leute erwarten, dass der Film in so lebendigen Farben erscheint wie das Original“, sagt Mukdeeprom. „Aber bereits bei der Lektüre der ersten Drehbuchfassung begann ich, den Film auf meine eigene Art und Weise zu sehen und da waren keine kräftigen Farben zu spüren.“ Stattdessen, so Guadagnino, ergab sich der visuelle Stil des Films organisch aus seinem Setting heraus: „Wir wollten eine Geschichte erzählen, die 1977 in Berlin spielt und wir wollten einen Film drehen, der sich auch so anfühlt, als wäre er in dieser Ära entstanden. Das ist dieselbe Herangehensweise, die ich bei der Darstellung der 80er Jahre in CALL ME BY YOUR NAME angewandt habe.“

Suspiria (Filmszene Remake)
©Amazon Studios, Sandro Kopp

Inspiration fand der Regisseur vor allem in den Filmen von Rainer Werner Fassbinder, wie etwa DIE EHE DER MARIA BRAUN (1978), DIE SEHNSUCHT DER VERONIKA VOSS (1982) und der Mini-Serie „Berlin Alexanderplatz“ (1980). „Sayombhu und ich sprachen über Michael Ballhaus’ und Xaver Schwarzenbergers Arbeit für Fassbinder sowie die Gemälde von Balthus“, sagt Guadagnino. „Wir wollten etwas aus der Epoche und dem Ort erfassen, anstatt eine Stimmung nachzuahmen oder eine zufällige Stimmung zu finden. Die Farbplatte umfasst eine Vielzahl von Grau-, Braun-, Rost-, hellen Blau- und Grüntönen. Wir wollten wirklich ein Spiegelbild der Epoche und des deutschen Kinos dieser Zeit kreieren.“ Für die Produktionsdesignerin Inbal Weinberg bedeutete das, sich von der reißerischen Ästhetik von Argentos Meisterwerk fernzuhalten. „Das SUSPIRIA der 1970er Jahre ist natürlich ein legendärer Horrorfilm mit einem sehr stilisierten Look und Farbschema, aber er ist spezifisch für die Zeit und zu einzigartig, um ihn nachzuahmen“, sagt sie. „Stattdessen waren Luca und ich uns einig, dass unser Film realitätsnah wirken sollte. Wir wollten diesen Realismus den übernatürlichen Elementen gegenüberstellen, die langsam im Film enthüllt werden. Wir dachten uns, je authentischer die Umgebung ist, desto erschreckender wird es, wenn die Dinge anfangen schief zu laufen.“ Zur Recherche flog Weinberg nach Berlin, wo sie Museen und Überreste der Berliner Mauer besichtigte und Bücher und Filme aus dieser Zeit verschlang. Obwohl viele der Außenszenen in SUSPIRIA vor Ort in Deutschland gedreht wurden, entstanden die meisten Szenen der Innenräume, einschließlich derjenigen im Gebäude der Tanzgruppe, in einem verlassenen Grandhotel in den Bergen Norditaliens. „Nachdem wir uns verschiedene Alternativen angesehen hatten, haben wir uns entschieden, dort trotz des verfallenen Zustands zu drehen“, sagt Weinberg. Allein um das Gebäude bewohnbar zu machen, waren umfangreiche Renovierungen der Elektro- und Sanitäranlagen und sogar der Heizungsanlage erforderlich. „Wir mussten Trümmer entfernen und Wände und Decken reparieren, die eingestürzt waren. Und das alles, bevor wir überhaupt mit dem Design unserer Sets begonnen hatten!“

Der massive Aufwand habe sich am Ende gelohnt, sagt Guadagnino: „Ich liebte den Ort wegen seiner Weite und der Art und Weise, wie seine Räume miteinander verbunden waren. Mit Inbal haben wir ihn komplett neu gestaltet, um ihn wie ein deutsches modernistisches Gebäude aussehen zu lassen.“ Das umgebaute Hotel wurde laut Swinton eher zu einem temporären Studio als nur zu einem Drehort. „Es gab genug Raum, um alle unsere Innenräume in Ruhe und mit all der Freiheit zu gestalten, die Studioaufnahmen bieten können“, sagt die Schauspielerin, obwohl sie festhält, dass der Ort auch Nachteile hatte „Mit dieser Freiheit kamen auch die extreme Kälte der Wintermonate, die Herausforderung, in einem Gebäude ohne integrierte Heizung zu arbeiten, die Telekommunikationsantennen, die aus dem Dach sprossen und der gesamten Crew Kopfschmerzen bereiteten.“ Trotz aller Verbesserungen, so Weinberg, waren die Arbeitsbedingungen während der gesamten Dreharbeiten schwierig, vor allem, als der Winter einsetzte. „Es war sicherlich ein Ort voller Herausforderungen, aber er passte irgendwie perfekt zu unserem Projekt. Ich bin sicher, dass die Finsternis der Handlung in die Wände gesickert ist und umgekehrt.“

Suspiria (Filmszene Remake)
©Amazon Studios

Für Guadagninos langjährige Kostümbildnerin Giulia Piersanti war SUSPIRIA ein starker Gegensatz zu den halb aufgeknöpften Hemden und Shorts in CALL ME BY YOUR NAME. Doch sie ging nicht weniger enthusiastisch daran, Kleidungsstücke zu entwickeln, die genau auf die Persönlichkeit der einzelnen Charaktere zugeschnitten waren. „Den Hintergrund einer Figur aus persönlicher, sozialer und kultureller Sicht zu bestimmen und zu verstehen, wie sich die Zeit und Geschichte auf sie auswirkt, hat bei mir immer höchste Priorität bei der Gestaltung von Kostümen“, sagt sie. „Es ist das erste, das ich mit Luca bespreche. Wo es schöpferische Freiheiten gibt, schreibe ich den Figuren Subkulturen oder Interessen zu, um die Wahl der Garderobe festzulegen.“ Guadagnino lobt die Fähigkeit von Piersanti, den Charakteren durch ihre Kleidung weitere Tiefe zu verleihen. „Giulia hat all diese Stücke gemacht, die sich anfühlen, als kämen sie aus dem Kleiderschrank der jeweiligen Person“, sagt er. „Wir wollten nicht, dass der Look des Films extravagant ist, also entschieden wir uns für eine Vielzahl von Sportkleidungsstücken aus der Zeit, die zwar in gewisser Weise zwischen den Charakteren austauschbar sein könnten, aber gleichzeitig doch jeweils eine bestimmte Persönlichkeit besitzen. Giulia war großartig darin, sich jede Figur in Daves Skript genau anzusehen und sicherzustellen, dass die Kostüme die jeweilige Persönlichkeit und die Zeit, in der sie sich befindet, widerspiegeln.

Suspiria (Filmszene Remake)
©Amazon Studios, Alessio Bolzoni

Während Piersanti weitgehend innerhalb der farblich gedämpften Palette des Films blieb, gelang es ihr, den explosiven Höhepunkt subtil vorwegzunehmen. „Farbe ist mir sehr wichtig“, sagt die Kostümbildnerin. „Ich benutze häufig meine Lieblingsfarben: matschige Brauntöne, Beige und Armeegrün, die laut meiner visuellen Recherche auch an die Orte passen und zeitgetreu sind. Zu alledem wollte ich rote Akzente einbauen, die ein Gefühl von dem vermitteln, was kommen wird.“ Für Volk, das charakteristische Stück der Tanzkompanie, kreierte Piersanti seilartige, fast geschirrartig Kostüme, die BDSM-Einflüsse evozieren. „Es zeigt, dass diese Kompanie auf Freude und Schmerz aufgebaut ist“, sagt Guadagnino. Piersanti erklärt, dass ihr die Idee bei der Ansicht eines Fotos von einer Arbeit des Künstlers Christo kam, auf dem eine in schwere Seile gehüllte Frau zu sehen war: „Als ich Luca und unserem Choreografen Damien Jalet die Idee vorschlug, erzählte uns Damien, dass er schon einmal mit Seilen gearbeitet hatte, also fanden wir eine gemeinsame Basis“, sagt sie. „Wir haben jedes Kostüm in unserer Werkstatt aus roten Bondage-Seilen handgeknüpft und schauten uns dafür insbesondere Bondage-Techniken und die Arbeiten des Fotografen Nobuyoshi Araki an.“ Weitere geschneiderte Überraschungen offenbaren sich, je tiefer der Film in den Hexenzirkel eintaucht. „Wenn sich der Film auf die dunklere Seite dieser Welt begibt, kommt es zu einem sehr beunruhigenden Einsatz von Kleidung, etwa wenn die Hexen Kleider aus Haaren tragen“, sagt Guadagnino. „Das war eine erstaunliche Idee von Giulia, die uns in eine Welt mit wirklich mächtigen, verstörenden Bildern führt.“

Text via capelight pictures

Stab/Crew
Produzent/in: Marco Morabito
Produzent/in: Bradley J. Fischer
Produzent/in: Luca Guadagnino
Produzent/in: David Kajganich
Produzent/in: Silvia Venturini Fendi
Produzent/in: Francesco Melzi D’Eril
Produzent/in: William Sherak
Produzent/in: Gabriele Moratti
Ausführende/r Produzent/in: Kimberly Steward
Ausführende/r Produzent/in: Lauren Beck
Ausführende/r Produzent/in: Josh Godfrey
Ausführende/r Produzent/in: Stella Savino
Ausführende/r Produzent/in: James Vanderbilt
Ausführende/r Produzent/in: Roberto Manni
Ausführende/r Produzent/in: Massimiliano Violante
Ausführende/r Produzent/in: Carlo Antonelli
Line Producer: Michael Frenschkowski
Line Producer: Natalie Galazka
Line Producer: Stefano Spadoni
Associate Producer: Dario Argento
Regie: Luca Guadagnino
1. Regieassistent/in: Luca Lachin
1. Regieassistent/in: Rickie-Lee Roberts (Deutschland)
1. Regieassistent/in: Riccardo Zurla (2nd Unit)
2. Regieassistent/in: Dennis Becker (Deutschland)
2. Regieassistent/in: Emese Matuz (zusätzlich)
3. Regieassistent/in: Alberto Calveri
3. Regieassistent/in: Tiziana Kinkela
3. Regieassistent/in: Katharina Dietl (Deutschland)
Drehbuch: David Kajganich
Kamera/DoP: Sayombhu Mukdeeprom
Schnitt: Walter Fasano
Musik: Thom Yorke
Casting: Stella Savino
Produktionsdesign: Inbal Weinberg
künstlerische Leitung: Merlin Ortner
künstlerische Leitung: Monica Sallustio
Setdekoration: Merissa Lombardo
Setdekoration: Christin Busse (Deutschland)
Produktionsmanagement: Scott Foundas
Produktionsmanagement: Mihai Busuioc (Berlin)
Postproduktion: Sacha Guttenstein (Supervisor)
Postproduktion: Jason Tobias (Executive: Amazon Studios)
Choreographie: Damien Jalet
Tondesign: Markus Stemler
Tondesign: Frank Kruse (Supervisor Schnitt)
Ton: Davide Favargiotti (Supervisor Dialogschnitt/Schnitt ADR)
Ton: Miroslav Babic (Aufnahme/Mischung Berlin)
Ton: Lars Ginzel (Mischung)
Ton: Yves-Marie Omnes (Mischung)
Musikabteilung: Robin Urdang (Supervisor)
Kostümdesign: Giulia Piersanti
Kostüme: Marco Alzari (Supervisor)
Kostüme: Frieda Basso Boccabella
Maske: Fernanda Perez Leitung Make-up)
Maske: Colum Mangan (Supervisor Prothesen)
Maske: Mark Coulier (Design Make-up Prothesen)
Maske: Josh Weston (Make-up Prothesen)
Maske: Valentina Visintin (Make-up Prothesen)
Maske: Lorenzo Tamburini (Make-up Prothesen)
Maske: Stephen Murphy (Make-up Prothesen)
Maske: Inga Ross (Spezialeffekte Make-up)
Maske: Robin Pritchard (Spezialeffekte Make-up)
Maske: Chris Lyons (Spezialeffekte Zähne)
Maske: Andrea Eusebi (Make-up)
Maske: Paola Cristofaroni (Make-up)
Maske: Sonia Cedrone (Make-up)
Maske: Lydia De Martin (Haare)
Requisite: Axel Kahnt
Requisite: Federica Castelli
Requisite: Andrea Leanza
Requisite: David Thummerer
Requisite: Mauro Pietro Gandini
Requisite: Alexander Liebenthron
Requisite: Cristina Vittoria Marazzi
Spezialeffekte (Supervisor): Franco Ragusa
Spezialeffekte (Supervisor): Adrian Nica (Schneeeffekte Berlin)
Visuelle Effekte (Producer): Virginia Cefaly
Visuelle Effekte (Supervisor): Luca Saviotti
Visuelle Effekte (Koordination): Maria D’Agostini
Setfotos: Sandro Kopp
beteiligte Firmen
Produktion: Amazon Studios
Produktion: Frenesy Film Company
Produktion: Videa
Produktion: Mythology Entertainment
Produktion: First Sun
Produktion: Memo Films
mit Unterstützung von: K Period Media
Postproduktion: BASIS BERLIN Postproduktion (ADR)
Postproduktion: Company 3
Postproduktion: Marc Graue Recording Studios: Voiceover and Post (Ton)
Visuelle Effekte: Metaphyx
Soundtrack: XL Recordings
Sound/Ton: Yellow Cab Studios (ADR)
Verleih Deutschland: capelight pictures