Veloce come il vento - Giulias Großes Rennen (Filmszene)
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Titel: Veloce come il vento – Giulias großes Rennen
Originaltitel: Veloce come il vento
Land: Italien
Genre: Sport, Drama
Kinostart Deutschland: 08.06.2017
Regie: Matteo Rovere
Farbe: Farbe
Format:
Ton:
Laufzeit: 119 Minuten
Budget:
Mit: Stefano Accorsi, Matilda De Angelis, Roberta Mattei, Paolo Graziosi
FSK: ab 12 Jahren
sonstiges:
Cast
Darsteller/in Rolle
Stefano Accorsi Loris De Martino
Matilda De Angelis Giulia De Martino
Roberta Mattei Annarella
Lorenzo Gioielli Ettore Minotti
Paolo Graziosi Tonino
Giulio Pugnaghi Nico de Martino
Rinat Khismatouline Team Manager
Tatiana Luter Eva
Alexia Murray Flavia
Davide Dal Fiume Commissario Gara
Giuseppe Gaiani Mario De Martino
Lorenzo Patané Jim
Franco Barbero Ezio
Inhalt
Veloce come il vento - Giulias Großes Rennen (Filmplakat)Die Leidenschaft für schnelle Motoren liegt Giulia De Martino im Blut, denn sie stammt aus einer Familie, die seit Generationen Champions bei Autorennen hervorbringt. Auch sie ist Rennfahrerin, sogar ein ganz außergewöhnliches Talent. Bereits als Siebzehnjährige nimmt sie unter der Führung ihres Vaters Mario an der GT-Meisterschaft teil.

Als ihr Vater jedoch unerwartet stirbt, ändert sich alles für sie. Plötzlich ist sie hochverschuldet und allein verantwortlich für sich und ihren kleinen Bruder. Die einzige Rettung für Giulia ist es, die GT Meisterschaft zu gewinnen. Die Situation verkompliziert sich, als ihr 40jähriger Bruder Loris unerwartet zu Hause auftaucht. Einst war er ein erfolgreicher Rennfahrer, inzwischen ist sein Leben von Drogen bestimmt.

Da er sich mit Rennstrecken und Motoren jedoch auskennt wie kein zweiter, gehen sie einen ungleichen Deal ein und setzen alles auf Spiel, um die Meisterschaft zu gewinnen.

Kommentar von Matteo Rovere
Veloce come il vento - Giulias Großes Rennen (Filmszene)
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Die Idee zu „Veloce come il vento – Giulias großes Rennen“ entstand vor einigen Jahren, als ich zufällig den alten Automechaniker Antonio Dentini, genannt Tonino, traf, der ein Experte im Präparieren und Tunen von Motoren war. Er war inzwischen in Rente, ging aber oft in eine Werkstatt in der Nähe seines Hauses und versorgte dort die jungen Mechaniker, die an seinen Lippen hingen, mit Tipps. Die liebevolle Art und Weise, mit der er sein Werkzeug behandelte, nahm mich sofort für ihn ein, und es war faszinierend, ihm bei der Arbeit zuzuschauen. Besonders beeindruckte mich seine Fähigkeit, den Typ und den Zustand jedes beliebigen Motors lediglich am Geräusch zu erkennen, ähnlich dem absoluten Gehör eines Musikers.

Tonino erzählte viele Geschichten, darunter die von Carlo Capone, die mich besonders interessierte. Wer er gewesen war, was ihm zugestoßen war, wo er sich jetzt aufhielt. Aus dieser Erzählung heraus habe ich zusammen mit den Drehbuchautoren die Idee des Films entwickelt.

Ich erzählte dem Produzenten Domenico Procacci davon und schlug ihm einen Film mit „Action und Gefühl“ vor, der die Zuschauer in eine Geschichte voller Rhythmus und Adrenalin eintauchen lässt, aber auch Herz zeigt. Fandango hat sofort an diese Idee geglaubt und sie unterstützt. Es handelte sich um ein sehr schwieriges Projekt, vor allem wegen der vielen Actionszenen, die ich alle wirklichkeitsgetreu filmen lassen wollte, wobei der menschliche Faktor dabei immer an erster Stelle stehen sollte. Ich glaube, dass uns allen zusammen ein Film gelungen ist, der in gewisser Hinsicht ein Beispiel für einen mutigen, schwierig umzusetzenden und sehr spektakulären Film ist: ein Film, der die Tür in eine abenteuerliche Welt öffnet, die aus Frauen, Männern und Rennwagen besteht und die voller Geschichten und Gefühle ist.

„Veloce come il vento – Giulias großes Rennen“ ist ein Film mit viel Action, aber auch und vor allem mit Menschen und ihren Geschichten, die von realen Vorkommnissen und Treffen beeinflusst sind. In den Erzählungen des Automechanikers Tonino (gespielt von Paolo Graziosi) waren die Rennfahrer keine Sieger, sondern Helden, und die Autos fuhren nicht, sondern flogen. Diese legendäre Atmosphäre, die Tonino in seinen bewegenden Geschichten vermittelte, wollte ich wieder aufleben lassen.

Veloce come il vento - Giulias Großes Rennen (Filmszene)
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Protagonist des Films ist die Familie De Martino, die seit Generationen Motorenöl und Benzin im Blut hat. Die Rückkehr von Loris (Stefano Accorsi), einem ehemaligen Champion, der inzwischen vergessen war und drogenabhängig wurde, erschien mir als gute Gelegenheit, um von der Welt zu erzählen, die ich kennengelernt hatte. Loris wurde „Ballerino“ genannt, weil er die Kurven mit der Geschmeidigkeit von Wasser zu umtanzen verstand. Er ging sie tatsächlich eine nach der anderen an, wie bei einem Tanz (der von seinen Gegnern als „unaufhaltsam“ bezeichnet wurde), ohne aufzutrumpfen, ohne Zwang, sondern leichtfüßig und elegant, aber auch extrem schnell und mit einer gelenkigen und etwas unvollkommenen Art, die den anderen Fahrern keinerlei Raum auf der Bahn ließ.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Giulia De Martino, die mit ihren „neunundvierzig Kilo“ Nerven und ihrer Hingabe die Welt und die Beweggründe vieler Rennfahrerinnen, denen ich begegnet bin, in einer einzigen Person vereint, und die von Matilda De Angelis, die viel Arbeit in die Vorbereitung gesteckt hat, gelungen verkörpert wird. Matilda habe ich letztes Jahr unter den „Laien“ eines Castings getroffen, das in Bologna und Umgebung durchgeführt wurde. Ich war absolut davon überzeugt, den Film in der „Originalsprache“ zu drehen – dem Dialekt der Emilia- Romagna, der für die Welt der Autorennen charakteristisch ist. Matilda De Angelis und Stefano Accorsi stammen beide aus der Nähe von Bologna, Paolo Graziosi ist aus Rimini: Alle haben sie die Sprache ihrer Großeltern wieder hervorgeholt, um die Authentizität einer Welt zurückzubringen, die immer auf diese Weise gesprochen hat.

Loris, Tonino und Giulia waren für mich emotional einzigartige Begegnungen, die ich in einer Geschichte vereinen wollte, die nur zum Teil erfunden ist. Was sie erlebt haben, ist voller Gefühl, tragisch, komisch, ständig auf der Schwelle zwischen Leben und Tod. In „Veloce come il vento – Giulias großes Rennen“ versuche ich, etwas davon zu erzählen, und zwar so, dass er für das Publikum von innen heraus lebendig wird, als ob es mit mir dabei wäre, zusammen mit ihnen.

Text via missingFILMs

Stab/Crew
Produzent/in: Domenico Procacci
Line Producer: Elia Mazzoni
Regie: Matteo Rovere
1. Regieassistent/in: Fabio Simonelli
2. Regieassistent/in: Marco Angeli
Drehbuch: Matteo Rovere
Drehbuch: Filippo Gravino
Drehbuch: Francesca Manieri
Kamera/DoP: Michele D’Attanasio
Schnitt: Gianni Vezzosi
Musik: Andrea Farri
Musik: Fabio Simonelli
Setdesign: Cristina Del Zotto
Produktionsmanagement: Enrico Cerabino
Postproduktion: Monica Verzolini (Koordination)
Tondesign: Mirko Perri
Ton: Angelo Bonanni (Mischung)
Ton: Michele Mazzucco (Mischung)
Kostümdesign: Maria Cristina La Parola
Maske: Luca Mazzoccoli (Make-up)
Maske: Alessio Pompei (Haare)
Visuelle Effekte (Producer): Raffaele Apuzzo (Artea Film)
Visuelle Effekte (Producer): Carlo Tosi (Artea Film)
Visuelle Effekte (Executive Producer VFX): Andrea Marotti
Visuelle Effekte (Supervisor): Alessandro Tibiletti (Artea Film)
Visuelle Effekte: Matteo Bacci (Artea Film)
Visuelle Effekte: Vittoria Marini (Artea Film)
Visuelle Effekte: Gabriele Natali (Artea Film)
Visuelle Effekte: Matteo Toffanello (Artea Film)
Visuelle Effekte: Elisa Simoncelli (Artea Film)
Visuelle Effekte: Michele Zelioli (Artea Film)
Visuelle Effekte: Paolo Sottocornola (Artea Film)
Kameraoperator: Guido Michelotti (A-Kamera)
1. Kameraassistent/in: Gioia Casale Cambria (B-Kamera)
Regie Making of / Setfotos: Andrea Pirrello
Setfotos: Philippe Antonello
Stuntkoordination: iano Novelli (Supervisor)
Stuntdouble: Mauro Aversano (Stefano Accorsi)
beteiligte Firmen
Produktion: Fandango
Produktion: Rai Cinema
Koproduktion: Morato Pane S.p.A.
Koproduktion: QMI INTERACTIVE
Koproduktion: CLAV S.r.l
Visuelle Effekte: Artea Film
Verleih Deutschland: missingFILMs
Vertrieb: Camino Filmverleih
gefördert/unterstützt durch: Ministero per i Beni e le Attività Culturali (MiBAC)
gefördert/unterstützt durch: Lucana Film Commission
gefördert/unterstützt durch: CineFinance Italia

Quelle: filmbiznews.de, missingFILMs