Drehschluss für „Kühn hat zu tun“ mit Thomas Loibl

Kühn hat zu tun (Setfoto) - Thomas Loib und Regisseur Ralf Huettne
Thomas Loib und Regisseur Ralf Huettne – ©WDR

Atemberaubende Hitze und dramatische Gewitterwarnungen waren die ständigen Begleiter der Dreharbeiten zum WDR / ARD-Fernsehfilm „Kühn hat zu tun“, die in der Nähe von München zu Ende gehen.

Am Set war auch Bestseller-Autor Jan Weiler, der mit dem vielfach geforderten Hauptkommissar und Familienvater Martin Kühn eine der interessantesten Figuren der aktuellen deutschen Krimi-Literatur geschaffen hat. Gut abgeschirmt von der knalligen Sonne – und bestens vorbereitet auf mögliche Wolkenbrüche – sammelte er Eindrücke von der Verfilmung seines Erfolgsromans und teilte sein schattiges Plätzchen zwischendurch unter anderem mit Kühn-Darsteller Thomas Loib und Ronald Kukulies, der als Kühns Kollege Steierer vor der Kamera stand. Über die Besetzung der Rollen sei er richtig glücklich, teilte Weiler mit.

Über „Kühn hat zu tun“

Martin Kühn (Thomas Loibl) – 44 Jahre alt, verheiratet mit Susanne (Dagmar Leesch) – hat zwei Kinder, ein Häuschen in einer Neubausiedlung auf dem Gelände einer ehemaligen Munitionsfabrik – und in der Tat viel zu tun. Nicht genug, dass Nachbarstochter Emily (Yolanda Schlagintweit) offenbar am helllichten Tag entführt wurde. Es kommt auch noch ein Mordfall hinzu: Gleich hinter dem Garten der Kühns ist die übel zugerichtete Leiche eines Mannes gefunden worden – das Opfer eines Serienmörders? Martin Kühn nimmt die Ermittlungen auf, und das im direkten Umfeld der eigenen vier Wände. Da gibt es beispielsweise die attraktive Nachbarin, die auf recht anzügliche Weise ihr Geld verdient. Den reichen Banker, der gerne auch in seiner Freizeit goldene Manschettenknöpfe trägt. Und einen Proktologen, dessen geheime Neigungen sogar seine Gattin nachhaltig verstören.

Für die Arbeit nur bedingt hilfreich ist der Umstand, dass Martin Kühn seit einiger Zeit von rätselhaften Bildern aus der Vergangenheit heimgesucht und von seinem auch nicht immer einfachen Familienleben abgelenkt wird. Besonders schwer zu schaffen macht ihm, dass ihm sein pubertierender Sohn Nico (Cedric Linus Eich) zusehends entgleitet. Dass sich Tochter Alina (Marlene Labahn) zum Geburtstag nichts sehnlicher wünscht als ein Pony, ist angesichts der finanziellen Lage der Kühns auch nicht ganz unproblematisch, zumal sich der Wert des noch nicht abbezahlten eigenen Hauses im freien Fall befindet: Das Erdreich unter der Neubausiedlung erweist sich dank der Hinterlassenschaften der alten Waffenfabrik als schwer kontaminiert…

Leser und Kritiker waren gleichermaßen begeistert, als Jan Weiler („Maria, ihm schmeckt’s nicht“, „Das Pubertier“) vor drei Jahren seinen ersten Kühn-Roman vorlegte. Der Gesellschaftskrimi um ein verschwundenes Mädchen und einen Mord in Kühns direkter Nachbarschaft stürmte die Bestsellerliste und wurde nicht zuletzt auch für seine literarischen Qualitäten gelobt. Grimme-Preisträger Ralf Huettner („Vincent will Meer“, „Burg Schreckenstein“) inszenierte Volker Einrauchs Drehbuch nach dem gleichnamigen Erfolgsroman mit Thomas Loibl in der Titelrolle. In weiteren Rollen: Ronald Kukulies, Lisa Wagner, Susanne Schäfer, Peter Wolf, Robert Stadlober, Trystan Pütter, Oliver Stokowski, Kim Riedle und Dagmar Leesch als Kühns Ehefrau Susanne.

„Kühn hat zu tun“ ist eine Produktion der Olga Film im Auftrag des Westdeutschen Rundfunks für Das Erste. Produzentin ist Viola Jäger, die redaktionelle Verantwortung liegt bei Sophie Seitz (WDR).

Die Dreharbeiten zu dem WDR/ARD-Fernsehfilm starteten am 12. Juni 2018 (wir berichteten).