Drehschluss für „Lehman – Der große Crash“

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©ARD/Das Erste

Das Erste zeigt das TV-Dokudrama des Produzenten Walid Nakschbandi unter der Regie von Raymond Ley mit Joachim Krol und Mala Emde im dritten Quartal 2018.

Am 15. September 2008 geht die weltweit operierende Investmentbank ‚Lehman Brothers, Pleite. Vollkommen überraschend, denn die viertgrößte Bank an der Wall Street galt als „too big to fail“. Die Lehman-Pleite blieb in ihren Folgen nicht auf die USA beschränkt, sondern löste eine weltweite Finanzkrise aus. Zehn Jahre danach schildert das TV-Doku-Drama „Lehman – Der große Crash“ (AT), wie es zur Pleite der Lehman Brothers kommen konnte, welche Konsequenzen daraus gezogen wurden und was die Krise noch heute für die Sparer bedeutet. Als Folge des Insolvenzverfahrens gegen die deutsche Lehman-Tochter, das 2017 beendet wurde, erhielten die Gläubiger ihr Geld zurück. Doch die Privatanleger gingen leer aus. Ein erheblicher Vertrauensverlust in die Finanzbranche und die Politik sind die Folge.

Nach 22 Drehtagen in Frankfurt, Berlin, Genf und Paris fiel jetzt die letzte Klappe zum Dokudrama des HR (federführend) mit NDR, BR und RBB für Das Erste. Regisseur Raymond Ley („Eine mörderische Entscheidung“, „Meine Tochter Anne Frank“) inszenierte den 90-Minüter nach dem Drehbuch von Dirk Eisfeld.

Die Dreharbeiten zu den Spielszenen begannen Mitte Mai in Frankfurt. Zum Schauspielensemble gehören Joachim Krol („Himmel und Hölle“, „Der bewegte Mann“,) als Sparkassenangestellter Arno Breuer, Mala Emde („Meine Tochter Anne Frank“) als Online-Bankerin Nele Fromm, Richard Weyden („Der Fall Jakob Metzler“) als Vorstandvorsitzender von Lehman Deutschland Joachim Hager u. v. a.

Das Doku-Drama „Lehman – Der große Crash“ (AT) erzählt emotional und faktenbasiert das fiktive Schicksal der ahnungslosen Bankkunden hierzulande, die durch die Bankenkrise ihre Ersparnisse verloren haben. Erzählt wird darüber hinaus die Geschichte von den teils ahnungslosen, teils skrupellosen Bankberatern, die 2008 unter großem Druck Lehman-Zertifikate verkauften.

Als würden die Akten neu geöffnet, ruft das Dokudrama mithilfe packenden Archiv-Materials die Bankenkrise von 2008 ins Gedächtnis. Wichtiger Teil des Films sind auch die dokumentarischen Interviews. Gemeinsam mit Zeitzeugen aus dem inneren Lehman-Kreis, Verantwortlichen aus der Politik und Menschen, die durch den Kauf von Lehman-Zertifikaten hinters Licht geführt wurden, wird zehn Jahre danach das Ausmaß der Krise noch einmal unmittelbar spürbar.

„Lehman – Der große Crash“ (AT) ist eine Produktion der AVE Publishing GmbH & Co. KG, ein Unternehmen der Holtzbrinck Publishing Group, Produzent ist M. Walid Nakschbandi, Geschäftsführer AVE. Die Redaktion im HR hat federführend Esther Schapira, die Redaktion des NDR bilden Marc Brasse und Eric Friedler, des BR Susanne Poelchau und des RBB Rolf Bergmann. Das Dokudrama wird gefördert von der HessenFilm und Medien GmbH.