Drehstart für deutsch-ghanaischen Koproduktion „Borga“

Borga (Drehstartfoto 07.2018) - v.li.: Tobias von dem Borne (Kamera), Alexander Wadouh (Produzent), York-Fabian Raabe (Autor und Regisseur), Eric Golub (Kreativpartner), Eugene Boateng (Kojo, Hauptdarsteller) und Kinderdarsteller. Das Gebäude dahinter ist die Schule im Film.
v.li.: Tobias von dem Borne (Kamera), Alexander Wadouh (Produzent), York-Fabian Raabe (Autor und Regisseur), Eric Golub (Kreativpartner), Eugene Boateng (Kojo, Hauptdarsteller) und Kinderdarsteller. Das Gebäude dahinter ist die Schule im Film. – ©SWR, Chromosom Film

In Accra haben die Dreharbeiten zu „Borga“ (Arbeitstitel) begonnen, dem ersten Spielfilm von Regisseur York-Fabian Raabe.

Der Film erzählt die Geschichte eines jungen Ghanaers, der in den Westen geht, um als Borga zurückkommen, als ein Mann, der es im Westen in Städten wie Hamburg zu Macht und Reichtum gebracht hat. Das Drehbuch schrieb York-Fabian Raabe gemeinsam mit Toks Körner, es basiert auf ausgedehnten Recherchereisen in Ghana von York-Fabian Raabe, Kreativpartner Eric Golub und Kameramann Tobias von dem Borne. Für die deutsch-ghanaische Koproduktion für SWR/Debüt im Dritten und ARTE wird in Accra bis Ende August gedreht, im Herbst folgen Dreharbeiten in Deutschland.

Kojos Traum: Ein Borga zu werden

Kojo wächst in Agbogbloshi mitten in Ghanas Hauptstadt auf. Seine Familie lebt davon, auf der riesigen Müllhalde unter schädlichsten Umständen wertvolle Metalle aus westlichem Elektroschrott zu extrahieren. Kojo leidet darunter, dass er als Zweitgeborener weniger Anerkennung von seinem Vater erhält als sein älterer Bruder Kofi. Emotional vernachlässigt, sieht Kojo an diesem trostlosen Ort keine Zukunft. Um den Respekt des Vaters zu erlangen und seiner Familie aus dem Elend zu helfen, beschließt er, zu einem Onkel nach Deutschland zu fliehen. Als er endlich dort ist, merkt er bald, dass er einem Mythos nachjagt, der wenig mit der Realität zu hat. Aber zurück kann er nicht. Seine Familie, denkt Kojo, wird ihn nur akzeptieren, wenn er bei seiner Heimkehr das Bild des reichen Borga erfüllt.

Die männliche Hauptrolle hat der Schauspieler, Tänzer und Choreograf Eugene Boateng übernommen. An seiner Seite spielt Christiane Paul die deutsche Ärztin Lina, die Kojo emotional nahe kommt, ihm aber auch die Augen für die Realität öffnet. In weiteren Rollen sind Thelma Buabeng, Jerry Kwarteng, Ibrahima Sanogo, Helgi Schmid, Adjetey Anang, Lydia Forson, Emmanuel Affadzi und Jude Kurankyi zu sehen. Darüber hinaus wurden Straßenkinder besetzt, die selbst mit ihren Familien in Agbogbloshi leben.

„Borga“ (Arbeitstitel) ist eine Koproduktion von Chromosom Film, Alexander Wadouh, East End Film, Elaine und Tommy Niessner, sowie Deal Real Productions, Danny Damah und Tona Tagoe mit dem SWR/Debüt im Dritten und ARTE. Die Redaktion liegt bei Stefanie Groß, SWR, und Anne-Caroline Paquet, ARTE.