Drehstart für TV-Event „24h Europe – We are the Future“

Drehstart für TV-Event "24h Europe - We are the Future" (06.2018)
©rbb/Maurice Weiss/Ostkreuz/zero one 24

Ab Freitag, 15. Juni 2018 laufen die Dreharbeiten für das TV-Event „24h Europe – We are the Future“.

Nach dem Vorbild von „24h Berlin“ oder „24h Jerusalem“ begleiten 45 Drehteams zeitgleich 60 junge Protagonistinnen und Protagonisten aus 25 Ländern Europas. An insgesamt vier Drehtagen entsteht das Material für das 24-stündige Zeitdokument, das ARTE, rbb, SWR und BR/ARD-alpha am 4. Mai 2019 – zwischen Brexit und Europawahlen – zeitgleich und am Stück ausstrahlen. Erzählt wird in Echtzeit, ohne Unterbrechung, von 6 Uhr morgens bis zum Folgetag 6 Uhr. Das Programm zeigt den Alltag junger Menschen im Alter von 18 bis 30 im europäischen Universum. „24h Europe“ ist eine Produktion von zero one 24 (Berlin) und Idéale Audience (Paris), gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg.

Martina Zöllner (Projektleitung, rbb):

„Die politische Vision vom friedlich geeinten und grenzenlosen Europa, sie scheint zu entschwinden. Das wirtschaftliche und soziale Gefälle wächst. Gesellschaftliche Spaltung und Rückbesinnung auf Nationales sind die Folgen; für Populisten goldene Zeiten. Wir wollen die Lebensrealität derer zeigen, die sich gerade aufmachen, in diesem Spannungsfeld ihren Weg zu finden, Haltung zu beziehen. Mit großem Aufwand hat das Team seine Protagonistinnen und Protagonisten gesucht, die es nun beim Dreh begleiten wird. ’24h Europa‘ kann ein vielstimmiges und lebendiges Mosaik werden, und ein Ausblick auf das Europa von morgen.“

Markus Nievelstein (ARTE Deutschland):

„Die Kolleginnen und Kollegen von zero one 24 und Idéale Audience haben mit einer brillanten Recherche in ganz Europa sechzig junge Menschen gefunden, die uns ein spannendes Bild ihrer Generation vermitteln werden. Ich bin diesen Protagonistinnen und Protagonisten dankbar, dass sie uns Einblick gewähren in ihr Alltagsleben und uns teilhaben lassen an ihren Gedanken, Gefühlen und Aktivitäten. Unser Publikum wird unmittelbar vor der Europawahl 2019 einen 24stündigen lebendigen, authentischen und interkulturellen Blick in das Herz des jungen Europa werfen können. ARTE weiß, dass es dabei auf die Erfahrung und Kreativität der Regisseurin Britt Beyer und des Regisseurs Vassili Silovic sowie der Produzenten Thomas Kufus, Volker Heise und Pierre Olivier Bardet setzen kann. Wir danken dem rbb für die redaktionelle Federführung und wünschen dem gesamten Team bei der Produktion viel Erfolg.“

Thomas Kufus (Produzent):

„‘24h Europe – We are the future’ ist für uns und alle Beteiligten in jeder Hinsicht eine neue Herausforderung – organisatorisch ebenso wie inhaltlich. Im Jahr des Brexit und der Europawahlen ist es aber auch ein Statement, und wir möchten Partei ergreifen: für die jungen Europäer, die eine Zukunft erben, die heute gemacht wird.“

Britt Beyer (Projektregie):

„Die Millennials werden oft beschrieben als unpolitisch und saturiert. Aber ist ihre Generation wirklich weniger politisch? Mit einer nationalen, europäischen oder sogar transnationalen Identität bewegen sie sich freier als jede Generation zuvor und müssen sich gleichzeitig zurechtfinden in der Multioptions-Gesellschaft. Unendliche Möglichkeiten, aber auch Verunsicherungen und Ängste. Welches Leben ist das richtige und welche Zukunft? Und ist die Zukunft noch zu retten? 45 europäische Regisseurinnen und Regisseure erzählen aus der Perspektive von 60 jungen Menschen, nicht länder- sondern themenspezifisch. Europa ist der Protagonist.“

Hintergrund

Europa ist mehr als ein Kontinent, es war immer auch eine Idee. Derzeit gerät Europa an vielen Stellen unter Druck: Die EU als großes visionäres Projekt der Nachkriegszeit steht vor einer Zerreißprobe, es gibt große wirtschaftliche Unterschiede und in der Ukraine dauert der Krieg an.

Der Traum von offenen Grenzen, einem Binnenmarkt, einer europäischen Regierung, einem in Frieden geeinten Kontinent ist in Gefahr. Was bedeutet das für Europas Jugend? Wie wirken sich Mobilität, sich wandelnde Arbeitswelten, Urbanisierung, Ökologie oder Gender-Shift – die großen Zukunftsthemen also – auf den Alltag junger Protagonisten aus? „24h Europe“ erkundet das Leben hier: unterhaltsam, dramatisch, überraschend.

In der Post-Produktion und im Schnitt erschaffen die Macher aus dem Material eine parallele Erzählung mit einem Gleichgewicht zwischen dokumentarischer Beobachtung und faktischer Information. Der Film ist als Parallelmontage in Echtzeit mit wiederkehrenden Protagonisten, Themen und Orten angelegt – was um 9 Uhr gezeigt wird, ist auch beim Dreh um 9 Uhr passiert. Eine Struktur von halbstündlichen Zusammenfassungen und Ausblicken gibt Zuschauerinnen und Zuschauern die Möglichkeit, jederzeit in das Programm ein- und auszusteigen. „24h Europe“ wird für die europaweite Ausstrahlung mit Voice-Over versehen.

Credits

Neben ARTE und dem rbb, der die Federführung innerhalb der ARD innehat, ist eine Vielzahl weiterer nationaler und europäischer Sender an dem Großprojekt beteiligt. Produziert wird das Projekt von zero one 24 (Berlin) in Koproduktion mit Idéale Audience (Paris), ARTE Deutschland, ARTE G.E.I.E., ARTE France, rbb, SWR, BR/ARD-alpha, RTBF und YLE, gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg. Volker Heise, Regisseur und Urheber des Formats berät das Projekt, die Projektregie führt Britt Beyer. Co-Regisseur ist der Franzose Vassili Silovic.

Projektregie: Britt Beyer
Co-Regie: Vassili Silovic

Sowie 45 Regisseurinnen und Regisseure aus ganz Europa

  • Supervisor: Volker Heise
  • Line Producer: Yan Schoenefeld
  • Producerin: Kornelia Theune
  • Produzenten: Thomas Kufus, Pierre Olivier Bardet
  • Projektleitung ARD: Martina Zöllner (rbb)

Redaktion: Markus Nievelstein (ARTE Deutschland), Carolin Mayer (rbb), Manuel Tanner (rbb), Claire Isambert (ARTE GEIE), Catherine Le Goff (ARTE GEIE), Fabrice Puchault (ARTE France), Alex Szalat (ARTE France), Anne Charbonnel (ARTE France), Kai Henkel (SWR), Gudrun Hanke-El Ghomri (SWR), Sonja Scheider (BR)

Eine Produktion der zero one 24 (Berlin) und Idéale Audience (Paris) in Koproduktion mit ARTE Deutschland, ARTE G.E.I.E., ARTE France, rbb, SWR, BR, RTBF, YLE, gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg.

Länder, in denen gedreht wird:

  • Belgien
  • Bosnien-Herzegowina
  • Bulgarien
  • Deutschland
  • Estland
  • Finnland
  • Frankreich
  • Griechenland
  • Großbritannien
  • Island
  • Italien
  • Niederlande
  • Norwegen
  • Österreich
  • Polen
  • Portugal
  • Rumänien
  • Russland
  • Schweden
  • Schweiz
  • Serbien
  • Spanien
  • Tschechische Republik
  • Ukraine
  • Ungarn

Hauptdrehtag: 15.06.2018
Dauer: 24 x 60 Min. / 1440 Min.
Format: HD 1920×1080 16:9
Ausstrahlung: 4. Mai 2019