Drehstart für ZDF-Kino-Koproduktion „Deutschstunde“

Drehstartfoto Deutschstunde (2018) - v.l.n.r. Ulrich Noethen (Jens Ole Jepsen), Levi Eisenblätter (Siggi Jepsen), Regisseur Christian Schwochow
v.l.n.r. Ulrich Noethen (Jens Ole Jepsen), Levi Eisenblätter (Siggi Jepsen), Regisseur Christian Schwochow – ©ZDF, Georges Pauly

Vor 50 Jahren, 1968, erschien Siegfried Lenz‘ Roman „Deutschstunde“, der zu den wichtigsten Werken der deutschen Nachkriegsliteratur zählt. Jetzt wird er für die große Leinwand verfilmt.

Regisseur bei der ZDF-Kino-Koproduktion ist Christian Schwochow („Bad Banks“). Die Dreharbeiten dazu haben in Köln begonnen. Zum Schauspielensemble gehören Ulrich Noethen, Tobias Moretti, Johanna Wokalek, Sonja Richter, Maria Dragus, Louis Hofmann, Levi Eisenblätter, Tom Gronau und andere. Das Drehbuch nach dem Roman von Lenz schrieb die gerade mit dem Grimme-Preis für „Landgericht“ ausgezeichnete Autorin Heide Schwochow. Es ist das fünfte gemeinsame Projekt der renommierten Drehbuchautorin und ihres Sohnes.

Über „Deutschstunde“

Deutschland, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Jugendliche Siggi Jepsen (Tom Gronau) muss in einer Strafanstalt einen Aufsatz zum Thema „Die Freuden der Pflicht“ schreiben. Er findet keinen Anfang, das Blatt bleibt leer. Als er die Aufgabe am nächsten Tag nachholen muss, diesmal zur Strafe in einer Zelle, schreibt er wie besessen seine Erinnerungen auf. Erinnerungen an seinen Vater Jens Ole Jepsen (Ulrich Noethen), der als Polizist zu den Autoritäten in einem kleinen norddeutschen Dorf zählte und den Pflichten seines Amtes rückhaltlos ergeben war: Während des Zweiten Weltkriegs muss er seinem Jugendfreund, dem expressionistischen Künstler Max Ludwig Nansen (Tobias Moretti), ein Malverbot überbringen, das die Nationalsozialisten gegen ihn verhängt haben. Jepsen überwacht es penibel, und Siggi (Levi Eisenblätter), elf Jahre alt, soll ihm dabei helfen. Doch Nansen widersetzt sich – und baut ebenfalls auf die Hilfe von Siggi, der für ihn wie ein Sohn ist. Der Konflikt zwischen den beiden Männern spitzt sich immer weiter zu – und Siggi steht zwischen ihnen. Anpassung oder Widerstand? Diese Frage wird für Siggi entscheidend.

Die Dreharbeiten finden bis Mitte Mai in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Dänemark statt. „Deutschstunde“ ist eine Produktion der Network Movie Film- und Fernsehproduktion, Jutta Lieck-Klenke und Senator Film Produktion in Koproduktion mit dem ZDF im Verleih von Wild Bunch Germany. Die Redaktion im ZDF hat Daniel Blum. „Deutschstunde“ wird gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW, der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, der Filmförderungsanstalt (FFA), dem Deutschen Filmförderfonds (DFFF) und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Der Kinostart ist für 2019 geplant.