MAXON Cinema 4D treibt den Workflow von Territory Studio bei „Blade Runner 2049“ an

Filmszene: Blade Runner 2049
Blade Runner 2049 – ©Sony Pictures Releasing

Territory Studio aus London hat bei der Produktion von Inhalten für „Blade Runner 2049“ auf Cinema 4D gesetzt.

Das Team von Territory verwendete MAXONs 3D-Software als zentrales Werkzeug zur Erstellung Story-spezifischer Bildschirmgrafiken und Konzepte für den Einsatz am Set und in der Postproduktion.

Der von Warner Brothers und Alcon Entertainment produzierte Sci-Fi Blockbuster „Blade Runner 2049“ spielt drei Jahrzehnte nach den Ereignissen des ersten „Blade Runner“: Ein apokalyptischer Blackout hat das tägliche Leben und die Technologie von Los Angeles tiefgreifend verändert. Der Protagonist des Films – LAPD Officer K (Ryan Gosling) – bringt als neuer Blade Runner ein lange gehegtes Geheimnis ans Licht, welches das Potential hat, die Überreste der Gesellschaft ins Chaos zu stürzen. Seine Entdeckung führt ihn im Laufe des Films zu Deckard (Harrison Ford), der einst selbst Blade Runner war und dann für 30 Jahre von der Bildfläche verschwand.

MAXON Cinema 4D
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Schon in der Pre-Production Phase des Films traf das Team von Territory unter der kreativen Leitung von Andrew Popplestone und Creative Lead Peter Eszenyi in Budapest mit Regisseur Denis Villeneuve und Supervising Art Director Paul Inglis zusammen. Ihr gemeinsames Ziel war es, zu klären, wie die Technologie im Film aussehen und sich anfühlen sollte.

Villeneuve wollte vermeiden, dass sich das Design der Technologie in „Blade Runner 2049“ direkt auf das Original von 1982 bezieht. Vielmehr wollte er eine technologische Welt erschaffen, die glaubhaft den Eindruck vermittelt, dass in der Welt von „Blade Runner“ tatsächlich 30 Jahre vergangen sind.

Während der sechsmonatigen Produktion von „Blade Runner 2049“ hatte das Team von Territory Studio zahllose Herausforderungen bei Rendering, Beleuchtung, Shading und Partikelsimulationen in ihren Assets zu meistern. Überzeugende Lösungen für diese zu finden war für Andrew und Peter wichtig, um die mehr als 100 benötigten Screens und Elemente für 15 Schlüsselszenen des Films zu realisieren. Zu den produzierten Assets gehörten Bildmaterial, optische Effekte und Projektionen sowie Konzepte für die Produktion. Viele dieser Assets wurden direkt in den Aufnahmen mit Schauspielern am Set verwendet, während andere an VFX-Firmen weitergegeben wurden, die ebenfalls am Film arbeiteten. Für die finalen Renderings kamen sowohl der Standard-Renderer von Cinema 4D, als auch Vray und Arnold zum Einsatz. Für die Erstellung von Partikelsimulationen setzte Territory außerdem X-Particles von INSYDIUM ein.

Dank eines sehr offenen Briefings hatte das Team von Territory große kreative Freiheiten, um das Aussehen und die Funktionalität der Computerdisplays für die Blade Runner-Welt zu entwickeln – jenseits klassischer LCD- oder Röhrentechnologie.

Filmszene: Blade Runner 2049
Blade Runner 2049 – ©Sony Pictures Releasing

Wir haben bewährte Design-Workflows über Bord geworfen, und stattdessen während der initialen Phase des Projekts viel Recherche betrieben, um auf alternative Ideen zu kommen, wie und wodurch LED-Bildschirme ersetzt werden können. Dabei haben wir CG tatsächlich bewusst vermieden,“ sagt Eszenyi. So experimentierte das Team zu Beginn mit Texturen und Strukturen, die später zur Entwicklung einiger interessanter, niedrig aufgelöster organischer Meshes und einzigartiger visueller Referenzen führten.

Durch Cinema 4D konnten wir unsere Möglichkeiten im weiteren Design-Prozess deutlich erweitern. In der Recherchephaase entwickelte Elemente ließen sich schnell und unkompliziert importieren und anschließend Lichter, Texturen, Materialien, Objekte und Geometrien weiterentwickeln – ohne die äußerst knappen Deadlines zu reißen,“ erklärt Eszenyi.

Das Briefing von Territory Studio enthielt außerdem den Auftrag, technische Interfaces für verschiedene Schlüsselszenen des Films zu erstellen, darunter Umgebungen wie Joshis Büro, Deckards Appartment und die komplexen Animationen für Reklametafeln. „Blade Runner 2049“ lief am 5. Oktober 2017 im Deutschland im Kino an.

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