3sat zeigt Doku „Nachbarn fürs Leben“

Doku: Nachbarn fürs Leben - Filmszene
©ZDF/Justyna Feicht

Sie sind „Nachbarn fürs Leben“ – die Bewohner der Probsteigasse in der Kölner Altstadt, wo sich 2001 der erste mutmaßliche Sprengstoffanschlag des NSU ereignete. Auch Filmautor Erwin Michelberger lebt seit fast 30 Jahren dort im Zentrum Kölns.

Seit jenem Paketbombenanschlag auf eine iranische Familie, die einen Lebensmittelladen betrieb, hat sich sein Blick auf seine Nachbarschaft verändert. 3sat zeigt „Nachbarn fürs Leben“ am 12. März 2018, um 22.25 Uhr in Erstausstrahlung in seiner „Dokumentarfilmzeit“.

Gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern wirft Erwin Michelberger einen Blick auf das Jahr 2001. Man erinnert sich, recherchiert die NSU-Zusammenhänge, versucht das Grauen künstlerisch zu verarbeiten und kommt dabei den verschiedenen Gefühlen und Gedanken ebenso näher wie der Wirklichkeit in deutschen Großstädten. Da ist die Inhaberin eines kleinen Hotels, die übers Jahr Gäste aus 80 verschiedenen Nationen betreut. Ein Architekt, der mit seinen zwölf Angestellten an neuen Wohnprojekten arbeitet. Ein Satiriker, der hier aufgewachsen ist. Die Macher des Ersten Kölner Wohnzimmertheaters. Und die Frau, die das erste Frauenhaus Kölns gegründet hat. Auch Feuerwehrleute, Grafiker, Hausfrauen und Rentner leben in der nur 340 Meter langen Probsteigasse. Kennen sich die Bewohner überhaupt untereinander? Was bewegt sie? Wie gehen sie miteinander um?

Regisseur Erwin Michelberger erzählt von den Menschen, mit denen er zusammenlebt – Alteingesessenen und Zugezogenen. Er lässt sie zu Wort kommen, zu Alltäglichem und zu großer Politik. Denn: „Wie man im Kleinen miteinander lebt, so ist es auch im Großen„, sagt Michelberger über seinen Film.

3sat zeigt „Nachbarn fürs Leben“ am 12. März 2018, 22.25 Uhr