Deutsche Akademie für Fernsehen vergibt „Deutsche Emmys“ 2017

Deutsche Akademie für Fernsehen - Gewinner 2017
©DAFF/Katrin Hauter

Die Deutsche Akademie für Fernsehen zeichnet in diesem Jahr bereits zum fünften Mal Fernsehschaffende aller kreativen Gewerke des Fernsehens für ihre persönlichen herausragenden Leistungen bei der Herstellung deutscher Fernsehprogramme aus.

Der Preis der Deutschen Akademie für Fernsehen in der Kategorie Dokumentarfilm geht an Till Schauder und Christoph Menardi für die ARD/WDR-Koproduktion „Glaubenskrieger“. Die Dokumentation begleitet eine Gruppe junger muslimischer Aktivisten aus Nordrhein-Westfalen, die jedwede Gewalt im Namen des Islam anprangern. Mit drastischen Aktionen und Videos kämpfen Hassan Geuad und seine Gruppe „12th MemoRise“ gegen Extremismus und für einen reformierten, friedlichen Islam in Deutschland. „Glaubenskrieger“ siegte bereits im Doku-Wettbewerbs „Top oft the Docs“ der ARD 2016 und wurde auf dem Filmfest München 2017 gezeigt.

Claudia Wolscht wurde in der Kategorie Filmschnitt für „Zielfahnder – Flucht in die Karpaten“ (Regie Dominik Graf) ausgezeichnet. In dem ARD-Fernsehfilm verfolgen die Zielfahnder Hanna Landauer und Sven Schröder vom LKA in Nordrhein-Westfalen einen geflohenen Gewaltverbrecher quer durch Deutschland bis in entlegene Gebiete in Rumänien.

Tomas Belohradsky, Thomas Neumann und Gregor Bonse gewannen mit „Der gleiche Himmel“ in der Kategorie „Tongestaltung“. Ebenfalls für „Der gleiche Himmel“ wurden Jan Adamczyk und Denis Behnke in der Kategorie „VFX/Animation“ ausgezeichnet. In der Kategorie „Beste Schauspielerin – Hauptrolle“ gewann Rosalie Thomass für „Eine unerhörte Frau“.

Eeva Fleig wurde in der Kategorie „Bildgestaltung“ für „Blaumacher“ geehrt, Olli Schulz und Jan Böhmermann für „Schulz und Böhmermann“.

Außerdem erhielt Myrna Drews für das Szenenbild in „Hedda“ (ZDF/3sat/ARTE) eine Auszeichnung.

Die GewinnerInnen im Überblick

  • Eeva Fleig für „Blaumacher“ – Kategorie Bildgestaltung
  • Iris Baumüller für „4 Blocks“ – Kategorie Casting
  • Till Schauder und Christoph Menardi für „Glaubenskrieger“ – Kategorie Dokumentarfilm
  • Esther Bernstorff für „Ein Teil von uns“ – Kategorie Drehbuch
  • Dr. Christian Stücken für „Die Story im Ersten: Der vertuschte Skandal“ – Kategorie Fernseh-Journalismus
  • Olli Schulz und Jan Böhmermann für „Schulz und Böhmermann“ – Kategorie Fernseh-Unterhaltung
  • Claudia Wolscht für „Zielfahnder – Flucht in die Karpaten“ – Kategorie Filmschnitt
  • Gabriele Binder für „Die Dasslers – Pioniere, Brüder und Rivalen“ – Kategorie Kostümbild
  • Jeanette Latzelsberger, Gregor Eckstein und Iris Peleira für „Charité“ – Kategorie Maskenbild
  • Stefan Will und Marco Dreckkötter für „4 Blocks“ – Kategorie Musik
  • Max Wiedemann, Quirin Berg, Prof. Dr. Eva Stadler und Hannes Heyelmann für „4 Blocks“ – Kategorie Produzent
  • Anke Greifeneder und Prof. Dr. Eva Stadler für „4 Blocks“ – Kategorie Redaktion/Producing
  • Marvin Kren für „4 Blocks“ – Kategorie Regie
  • Frederick Lau für „4 Blocks“ – Kategorie Schauspieler Hauptrolle
  • Ronald Kukulies für „Tatort – Borowski und das Fest des Nordens“ – Kategorie Schauspieler Nebenrolle
  • Rosalie Thomass für „Eine unerhörte Frau“ – Kategorie Schauspielerin Hauptrolle
  • Sandra Hüller für „Tatortreiniger – Folge: Özgür“ – Kategorie Schauspielerin Nebenrolle
  • Tobias Nied für „Alarm für Cobra 11 – Folge: Phantomcode“ – Kategorie Stunt
  • Myrna Drews für „Hedda“ – Kategorie Szenenbild
  • Tomáš Bělohradský, Thomas Neumann und Gregor Bonse für „Der gleiche Himmel“ – Kategorie Tongestaltung
  • Jan Adamczyk und Denis Behnke für „Der gleiche Himmel“ – Kategorie VFX/Animation

Die Auszeichnungen wurden am 28. Oktober in Köln bei einer feierlichen Abendveranstaltung vergeben.